Kati Witt zieht ein letztes Mal die Schlittschuhe an. Pro7 überträgt die Abschieds-Show "Ein Weltstar geht vom Eis". Um Geld gehe es dabei nicht, versichert Witt im Gespräch mit stern.de. "Ich habe das nicht für mein Bankkonto gemacht, sondern um emotional abzusahnen..."

Am Ostermontag schnürt Kati Witt zum vorerst letzten Mal öffentlich die Eislaufschuhe© Jochen Lübke/DPA
Bitte? Ich hab gerade erst meine Abschiedstournee hinter mir!
Klar, als Hundertjährige auf dem Eis umfallen, das wäre ein schöner Tod. Aber so lange steht man das nicht durch. Ihr denkt immer, die kommt mit ihrem Täschchen um sieben in die Halle, zieht ihre Schuhe an und geht aufs Eis. Aber so ist das nicht. Für die Abschiedstour habe ich anderthalb Jahre hart trainiert. Nee, damit muss jetzt leider Schluss sein!
Wenn man einen Beruf mit Leidenschaft ausfüllt, nimmt man zwar Abschied, aber das Herz hängt trotzdem noch dran. Für einen Sänger ist es sicherlich einfacher zurückzukommen als für einen Leistungssportler. Ein Sänger kann zur Not auch mal Playback singen, ich kann kein Hologramm aufs Eis schicken. Alles kann nur live passieren.
Nein, sie stehen da, wo sie immer standen: in meinem Arbeitszimmer. Da müffeln sie auf einer alten Schulbank vor sich hin.
Sie haben doch selbst beobachtet, wie berührt die Menschen nach der letzten Vorstellung in Hannover waren. Und so viele von meiner Sorte gibt’s ja nicht. Aber so eine Show ist ein riesiger Aufwand, technisch und finanziell. Da sind wir froh, wenn wir mit plus minus null rauskommen. Ich habe das nicht für mein Bankkonto gemacht, sondern um emotional abzusahnen.
Ich muss erst mal aufräumen und Berge von Wäsche wegwaschen, ich war ja die letzten Monate kaum zuhause. Dann will ich endlich kochen lernen.
Sie wollen wissen, ob ich einen Freund habe?
... zu so was sag ich nichts mehr, das habe ich mir abgewöhnt.
Ein guter Freund der Familie.
Ich hab einen Fernseher im Schlafzimmer, reicht Ihnen das?
Eigentlich bin ich romantisch. Aber ich glaubte nicht, dass irgendwas für die Ewigkeit ist. Beziehungen gab es für mich nur auf Zeit. Manche Männer haben so ein Bild von mir, diese Fantasie von der alles überstrahlenden sexy Kati. Und am Ende bin ich dann doch nur das freche Mädchen.
Man kann im Leben nicht alles haben: eine Bilderbuchkarriere und ein erfülltes Privatleben. Manches kann man sich selbst erfüllen, anderes passiert.