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»Ich bin Legasthenikerin«

Schwedenhappen Victoria hat sich öffentlich geoutet: Die Kronprinzessin hat eine Schreibschwäche. Die Schule habe ihr trotzdem Spaß gemacht, so Victoria.

Schwedens Kronprinzessin Victoria hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass sie Legasthenikerin ist. Sie leide an derselben Lese- und Rechtschreibschwäche wie ihr Vater König Carl Gustaf, berichteten schwedische Zeitungen am Dienstag.

»Dumm und langsam«

Die 25 Jahre alte Victoria sprach in einem Vortrag an der Universität von Orebro in Mittelschweden ausführlich über Probleme während ihrer Schulzeit. »Ich dachte immer, ich sei dumm und langsam«, zitierte die Tageszeitung »Expressen« die Kronprinzessin. Nachdem ihre Legasthenie erkannt worden sei, habe die königliche Familie einen speziellen Lehrer engagiert. Vor allem Königin Silvia habe dafür gesorgt, dass ihre Tochter entsprechende Hilfe bekomme, berichtete das Blatt weiter.

»Schule war schwierig«

»Mir hat die Schule Spaß gemacht, aber sie war auch sehr schwierig. Wenn jemand Probleme mit dem Lesen und Schreiben hat, kann das manchmal ziemlich hart sein«, sagte Victoria. »Es mag nach einem kleinen Problem aussehen. Aber das ist es nicht. Ich weiß das.« Die Förderstunden seien hart gewesen seien. Inzwischen sei ihr aber klar, wie viel Hilfe sie erhalten und wie viel Glück sie damit gehabt habe, sagte die Kronprinzessin weiter. »Ich habe kein Problem damit, offen darüber zu sprechen. Aber es gibt viele Menschen, die nicht so viel Unterstützung wie ich erhalten haben.«

Als Legasthenie werden Schwächen beim Lesen und der Rechtschreibung bezeichnet, die weder auf eine allgemeine Beeinträchtigung der geistigen Entwicklung noch auf unzureichenden Schulunterricht zurückzuführen sind. Experten gehen davon aus, dass rund fünf Prozent der Bevölkerung unter der Störung leiden. Es wird angenommen, dass Legasthenie vererbbar ist.

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