2. Dezember 2012, 08:25 Uhr

Deutscher erhält eine Million US-Dollar Finderlohn

Beim Gassigehen mit seinem Hund hat ein Deutscher den Laptop von Ryan Leslie gefunden - der zuvor einen hohen Finderlohn ausgesetzt hatte. Doch zunächst verweigerte der US-Sänger die Zahlung.

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Der US-Musikproduzent und Rapper Ryan Leslie muss einem Deutschen eine Million US-Dollar Finderlohn zahlen - dabei hat er das, wofür er den Finderlohn eigentlich aussetzen wollte, nie bekommen.©

Erst ein Millionenfund beim Gassigehen, dann ein Sieg in den USA: Ein New Yorker Gericht hat einem Deutschen einen Finderlohn von einer Million Dollar (rund 771.000 Euro) zugesprochen. Zahlen muss der Hip-Hop-Sänger Ryan Leslie, dem eine Tasche bei einem Gastspiel in Köln gestohlen worden war. Der heute 34-Jährige setzte einen Finderlohn aus - wollte dann aber dem Deutschen nichts geben. Muss er nun doch, urteilte ein Gericht nach Angaben der "New York Daily News".

Leslie hatte für den edlen Computer zunächst einen Finderlohn von 20.000 Dollar ausgesetzt und schließlich auf die Million erhöht. Der Automechaniker Armin Augstein hatte die Tasche mit dem Computer nach eigenen Angaben beim Gassigehen mit seinem Hund in der Nähe von Köln entdeckt und dann bei der Polizei abgeliefert. Erst bei der Suche im Internet erfuhr er, wer Ryan Leslie ist - und von dem Finderlohn.

Eine Million oder gar nichts

"Er hat nie Danke gesagt oder 'Klasse, dass Sie das gefunden haben, ich bin glücklich'", sagte Augstein der New Yorker Zeitung. "Er hat nichts getan und deshalb wollte ich auf meinen Anspruch nicht verzichten." Leslie argumentierte, dass der Computer unbrauchbar geworden sei. Doch das ließen die Geschworenen nicht gelten. Sie fragten zwar beim Richter nach, ob es wirklich eine Million sein müsse. Als der Richter aber sagte, die Entscheidung gehe nur um Million oder nichts, sprachen sie Augstein die Summe zu.

Leslie will angeblich kämpfen. Über Twitter schrieb er nur: "Glaubt nicht alles, was ihr in den Scheißnachrichten lest. Selbst wenn es unterhaltsam ist." Auf einem Konzert erneuerte er sogar das Versprechen des Finderlohns: "Die Musik ist immer noch weg. Wer sie mir zurückbringt, bekommt die Million." Augstein war am Samstag zunächst nicht zu erreichen.

kgi/DPA
 
 
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