Er gilt als Macho der Nation, Zocker, Trinker, Weiberheld. Jetzt will Heiner Lauterbach zum zweiten Mal Treue geloben. stern-Autorin Irmgard Hochreither sprach mit ihm über die Sehnsucht nach einem Zuhause, Midlife-Crisis, Horoskope - und seine Filmrolle als Verleger Axel Springer

»Sie ermuntert michzu Sachen, die mir gut tun.«(Foto:Scheider Press)
In erster Linie will ich Viktoria zeigen, dass ich zu ihr stehe. Auch ohne Kind. Das war damals bei Katja genauso. Ich finde es unromantisch, nur dann zu heiraten, wenn ein Kind unterwegs oder geplant ist. Mit der Heirat will ich verdeutlichen, dass mir was an der Frau liegt und ich mir vorstellen kann, den Rest meines Lebens mit ihr zu verbringen. Meine Erfahrung ist, dass es die Frauen sind, die geheiratet werden wollen und sanften Druck ausüben.
Zu sagen, dass sie gut kochen kann, wäre banal. Es ist natürlich eine Kombination aus vielen Dingen. Humor, Offenheit, Herzlichkeit. Und sie manipuliert mich im positiven Sinn. Sie will, dass ich weniger trinke, weniger rauche, mehr Sport mache, mich anders anziehe. Sie ermuntert mich zu Sachen, die mir gut tun, da lässt man sich ja gern manipulieren.
Also, das nervt mich total, denn es beinhaltet etwas, das mir gar nicht schmeckt: Dass ich zu dämlich bin, eine eigene Meinung zu haben. Früher verleitete mich Jenny Elvers dazu, auf Partys zu gehen, heute ist Viktoria daran schuld, dass ich häuslich bin und Sport treibe. Ich weiß auch nicht, wie es kommt, dass ich immer mit meinen Partnerinnen in ein Boot gesetzt werde.
An mir kann das nicht liegen. Ich bin nun wirklich kein Weichei, das sich herumkommandieren lässt. Nichts passiert gegen meinen Willen. Man könnte auch sagen: Er hat einfach keine Lust mehr dazu, ständig auf Partys rumzuhängen. Und bald gibt es die Fotos: Lauterbach beim Pampers-Einkauf und Baby-Wickeln? Das alles habe ich bei meinem Sohn Oskar auch schon gemacht. Wenn der liebe Gott uns ein Kind schenkt, soll es so sein.