Ist der Spuk schon nach zwei Wochen vorbei?

21. Juli 2010, 08:59 Uhr

Lindsay Lohan hat wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen ihre Haft angetreten. Benimmt sie sich, könnte die 24-jährige Schauspielerin schon bald wieder raus sein.

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Mit Sonnenbrille und dunklem Blazer betritt Lindsay Lohan neben ihrem Anwalt das Gericht zu einer kurzen Anhörung©

Keine Tränen, kein filmreifes Drama: Lindsay Lohan hat ihre Haft angetreten. Doch ein öffentliches Spektakel mit Handschellen und einem großen Polizeiaufgebot blieb der 24-jährigen Schauspielerin am Dienstagmorgen (Ortszeit) erspart. Es war nur ein kurzer Spießrutenlauf vor Dutzenden Kameras beim Gericht in Beverly Hills. Der große schwarze Wagen der Alkoholsünderin fuhr direkt zum Eingang des Gebäudes, in dem Lohan und ein ganzer Tross von Begleitern sofort verschwanden. Den Fotografen und Kameraleuten blieben nur Sekunden, um ein Bild von der Schauspielerin mit dunklem Blazer und Sonnenbrille zu erhaschen.

Nach einer kurzen Anhörung sprach die Richterin ein Machtwort, die Live-Übertragung aus dem Gerichtssaal wurde gestoppt. Am 6. Juli hatte Lohan hier noch unter Tränen um Gnade gefleht. "Ich dachte, ich hätte alle Auflagen erfüllt", schluchzte die Schauspielerin damals. Doch Richterin Martha Revel ließ sich nicht erweichen. Sie schickte den "Mean Girl"-Star wegen Verletzung von Bewährungsauflagen nach vielen Alkohol- und Drogeneskapaden für 90 Tage hinter Gitter und brummte Lohan zusätzlich noch drei Monate Entzug in einer geschlossenen Suchtklinik auf.

Paris Hilton hat es Lohan vorgemacht

Am Abend vor dem Haftantritt war Lohan noch zum Scherzen zumute. In einer Twitterbotschaft witzelte sie, sie habe lediglich damit Erfahrung, für Disney-Filme bestellt zu werden. "(...) habe nie gedacht, einmal ins Gefängnis bestellt zu werden (...)". Lohans neues "Movie-Set" ist ein zweistöckiger grauer Betonbau in der kalifornischen Kleinstadt Lynwood, nur wenige Kilometer außerhalb von Los Angeles. Das Frauengefängnis beherbergt bis zu 2300 straffällig gewordene Frauen.

Kollegin Paris Hilton hatte es Lohan 2007 vorgemacht. Nach einem letzten Glamour-Auftritt bei einer Filmgala trat Hilton ihre Gefängnisstrafe aber schon zwei Tage vor der gesetzten Frist an. Hilton war wegen Alkohol am Steuer und mehrfachen unerlaubten Fahrens zu 45 Tagen Haft verurteilt worden. Am Ende verbrachte das luxusgewohnte Party-Girl 23 Tage auf nicht einmal zehn Quadratmetern.

Gefängnisse notorisch überfüllt

Auch für Lohan könnte die Zeit hinter Gittern kürzer ausfallen, sagte Polizeisprecher Steve Whitmore dem Internetdienst "People.com". Wegen notorischer Überfüllung der Gefängnisse sei es üblich, Täter mit geringen Delikten bereits nach Verbüßung eines Viertels der Strafe zu entlassen. Demnach könnte Lohan vermutlich am 1. oder 2. August wieder aus der Haft entlassen werden. Die Richterin könnte dies allerdings verbieten.

Wie Hilton soll Lohan in einer Abteilung für "besondere Bedürfnisse" untergebracht werden, in einer Zelle, die für prominente Gäste reserviert ist. Lohan darf in ihrer Zelle speisen, täglich ihren Anwalt sehen und am Wochenende von Freunden und Verwandten besucht werden. Doch viele Extras gibt es nicht, das galt schon für Paris Hilton: Statt der gewohnten Schminktöpfchen steht nur der vom Gefängnis ausgegebene Waschbeutel mit Zahnbürste, Seife, Deodorant und Shampoo für die Schönheitspflege zur Verfügung.

zen/DPA
 
 
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KOMMENTARE (10 von 11)
 
chatahootchee (21.07.2010, 18:56 Uhr)
ERST LENA JETZT LINDSAY
jeder weiterer Kommentar ueberfluessig
nichtsfuerungut (21.07.2010, 16:22 Uhr)
Gott sei Dank....
"oder wem auch immer", dass so ein "wichtiger" Artikel auch noch kommentiert werden darf. Vielen Dank stern.de
bR4iNST0RM (21.07.2010, 14:22 Uhr)
"besondere Bedürfnisse"... ich lach mich schlapp!
- darf in ihrer Zelle speisen
- täglich ihren Anwalt sehen
- am Wochenende von Freunden und Verwandten besucht werden.

"Doch viele Extras gibt es nicht, das galt schon für Paris Hilton: Statt der gewohnten Schminktöpfchen steht nur der vom Gefängnis ausgegebene Waschbeutel mit Zahnbürste, Seife, Deodorant und Shampoo für die Schönheitspflege zur Verfügung."
WOW! DAS sind mal wahnsinnig fiese einschnitte für die Lohan! KEIN Schminkköfferchen! Irre! Die anderen Extras sind dadurch natürlich hin!
Promibonus hurra! Ich könnte kotzen!
Hirnfreund (21.07.2010, 11:03 Uhr)
Stop !
Ich finde man sollte prominente Menschen oder überhaupt attraktive Menschen nicht verurteilen oder gar wegsperren. Dafür gibt es doch genug andere. Lindsay Lohan ist ein Star und man sollte alles tun, damit es ihr gut geht. Überhaupt sollten hübsche Menschen mehr Rechte haben als Häßliche.
Administrator (21.07.2010, 10:48 Uhr)
@logon
Wäre Ihre Kritik sachlich geblieben, hätten wir Ihren Kommentar auch nicht gelöscht.

Herzliche Grüße,
Ihre stern.de-Admins
facility (21.07.2010, 10:01 Uhr)
Kann dieser Artikel bitte mal...
... von der "Titelseite" verbannt werden!
SirDidimus (21.07.2010, 09:45 Uhr)
täusch ich mich
oder wird das schon seit fast eine woche erzählt, dass sie in den knast geht. wen interessiert das???

(habe nur die überschrift gelesen...)
volksverdummung (21.07.2010, 09:42 Uhr)
@Stern...
habt Ihr den Artikel von "Bild der Frau" verwechselt ?
Wenn Intressiert dieses peinliche Subjekt ?
J4NN3K (21.07.2010, 08:22 Uhr)
...
Das Probelm bei der Sache ist, dass sowas nur Gehalt bekommt, indem ständig darüber berichtet wird. In Deutschland ist man nach einer verurteilung und sei es zur Bewährung vorbestraft... das zieht unweigerlich natürlich Probleme nach sich, sobald die Strafe verbüßt ist... wenig Chancen auf einen lukrativen Job, man ist geläutert und muss hart arbeiten um wieer teil der Gesellschaft zu werden. Bei diesen armen Menschen die von der Hollywood Maschinerie verschlungen werden macht das keinen Unterschied, sie nehemen die Strafe ja nichtmal ernst. traurig, traurig... mit 24 schon im A**** ...
atlantex (21.07.2010, 07:03 Uhr)
24 Jahre?
sieht eher aus wie 34
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