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25. Juni 2008, 15:23 Uhr

Scheidung im verflixten siebten Jahr?

Seit Monaten mehren sich die Gerüchte, dass die Ehe zwischen Madonna und Guy Ritchie vor dem Aus stünde. Meist folgte auf die Spekulationen umgehend ein Dementi von Madonnas Sprecherin. Nun soll die Sängerin Rat bei der Anwältin suchen, die bereits die Scheidung von Paul McCartney betreute.

Ein glückliches Paar sieht anders aus: Madonna und Gatte Guy Ritchie© Christophe Karaba/EPA/DPA

Madonnas Beziehung mit dem britischen Regisseur Guy Ritchie, 39, sei so weit zerbrochen, dass die Sängerin professionelle Beratung suche, berichtete die Zeitung "Daily Mirror" am Mittwoch. Madonna habe die Anwältin Fiona Shackleton, die neben der Millionen-Scheidung von McCartney und Heather Mills auch die von Prinzessin Diana und Prinz Charles betreute, im April kontaktiert. Allerdings wolle sie sich einvernehmlich von Ritchie trennen, schrieb das Blatt, der Regisseur sei nicht an Madonnas Vermögen interessiert.

Gerüchte über eine angeblich bevorstehende Trennung von Madonna und ihrem Mann zirkulieren seit Monaten. Fiona Shackleton wollte den Bericht nicht kommentieren. Zudem zitiert der "Daily Mirror" einen Freund des Paares, nach dessen Angaben sich Madonna und Guy Ritchie soweit voneinander entfernt hätten, dass sie im Prinzip bereits getrennte Leben führten. Eine offizielle Ankündigung über eine mögliche Trennung nach Madonnas Welttournee würde Ende November erwartet, so der Freund weiter.

Auslöser der Krise soll die Adoption des kleinen David gewesen sein

"Sie leben eher wie Bruder und Schwester als wie Mann und Frau. Sie denken, es ist besser Schluss zu machen", zitierte der "Mirror" den namentlich nicht genannten Freund. Madonna und Ritchie seien nicht im Streit und versuchten, die beste Lösung für die drei Kinder zu finden. Es seien auch keine anderen Partner im Spiel. Die beiden lebten in ihrem Luxusanwesen in London in getrennten Stockwerken. Angeblich soll die Adoption des kleinen David aus Malawi vor rund zwei Jahren die Krise ausgelöst haben.

Dass die Adoption des Jungen Auslöser für die Ehekrise sein soll, glaubte die Zeitung "News of the World" bereits im Mai diesen Jahres herausgefunden zu haben. "Die beiden sind total zerstritten und es gibt Krach, sobald sie sich nur sehen", zitierte das Blatt Anfang Mai einen "guten Freund" des Paares. Den Berichten zufolge streiten sich die "Queen of Pop" um angebliche weitere Adoptionsvorhaben der Sängerinnen sowie über ihre "Besessenheit" von der mystischen altjüdischen Kabbalah-Lehre. Zudem komme sich der Engländer Ritchie wegen der Dominanz der US-Musikerin in der Ehe inzwischen wie "Mr. Madonna" vor.

Gemeinsame Auftritte von Madonna und Guy Ritchie sind in den vergangenen Monaten tatsächlich rarer geworden. Sowohl zu Berlinale im Februar, wo Madonna ihren Film "Filth & Wisdom" präsentierte, als auch zur Gala anlässlich ihrer Aufnahme in die "Rock and Roll Hall of Fame", erschien die 49-Jährige allein. Und wenn Guy Ritchie an ihrer Seite auftrat, wirkte er genervt, gelangweilt, gequält - so wie bei den Filmfestpielen in Cannes Mitte Mai.

"Alles ist wunderbar im Hause Ritchie. Sie sind weiter glücklich verheiratet", wurde Madonnas Sprecherin Liz Rosenberg nicht müde zu betonen, wenn es kritische Nachfragen zur Ehe des Paares gab. Den Bericht des "Daily Mirror", dass sich Madonna nun Rat bei einer Scheidungs-Anwältin suche, mochte Rosenberg hingegen mit keiner Silbe kommentieren.

jum mit DPA/AP
 
 
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