. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
27. Juni 2008, 14:02 Uhr

Promi-Patrouille gegen Paparazzi-Pest

Am Strand von Malibu fliegen in diesem Sommer Bierflaschen und Fäuste statt Volleybälle und Frisbees. Zwischen Surfern und Paparazzi ist ein böser Streit eskaliert. Was einem Fotografen zustoßen kann, wenn Matthew McConaughey wellenreiten geht und Minnie Driver ihren Babybauch sonnen will. Von Frank Siering, L.A.

Einer der "schutzbedürftigen" Promis: Die Paparazzi sollen Matthew McConaughey in Ruhe surfen lassen, findet seine Gang© action press

Samstag Nachmittag in Malibu, Kalifornien. Die Sonne sticht vom Himmel, die Wellen bieten den Surfern ein illustres Spielfeld. Am Strand tummeln sich Touristen und Promis. Sommerzeit im Paradies. Aber in diesem Jahr ist alles ein bisschen anders. Da patrouillieren schon morgens um zehn Uhr bewaffnete Sheriff-Einheiten entlang der sandigen Küste und passen auf, dass die Surfer nicht wieder zuschlagen und die Paparazzi die prominenten Strand-Besucher in Ruhe lassen. Denn in Malibu herrscht Krieg. Surfer gegen Fotografen. Ein ungleicher Kampf, der die Stadt in Atem hält. Ausgelöst hat ihn der "Sexiest Man Alive", Matthew McConaughey.

Der 38-jährige Hollywood-Star nämlich entdeckte unlängst das Surfen als eine neue Freizeitbeschäftigung. Der gebürtige Texaner wohnt nur einen Steinwurf vom berühmten Malibu-Beach entfernt und paddelt deshalb gerne hinaus in die Wellen. Solch eine Aktion bleibt in der Entertainment-Metropole nicht lange unbemerkt. Seit Tagen schon lungern annähernd Hundert Fotografen am Strand von Malibu, um einen Schnappschuss vom shirtlosen Star beim Wellenreiten zu ergattern. "Ein Foto von McConaughey auf einem Surfbrett verkauft sich im Sommer wie geschnitten Brot", verrät Fotograf Karl Larsen. "Da will jeder mitmachen, da herrscht echter Konkurrenzkampf unter den Kollegen."

Die Schutzpatrouille des Matthew McConaughey

Nun bevölkern im Sommer allerdings auch eine ganze Reihe von lokalen Surfern, meist Kinder reicher Leute, den Strand. Und die haben aus unerfindlichen Gründen entschieden, ihren neuen "Kumpel" McConaughey in Schutz zu nehmen und die Paparazzi vom Strand zu verjagen - was bereits zweimal mit Faustkämpfen endete: Bierflaschen flogen, Kameras landeten im Pazifik, ganze Truppen von Surfern und Fotografen schlugen sich um die Wette, Nasenbeine brachen. "Es artet im Moment arg aus", sagt Pamela Conley Ulich, Bürgermeisterin von Malibu. Sie arbeitet derzeit zusammen mit Kenneth Starr, dem einstigen Präsidenten-Berater, an einer strafferen gesetzlichen Regelung, um die "Ruhe und Geborgenheit der Anwohner Malibus zu gewährleisten". Im Klartext heißt das: Die Promis sollen besser beschützt werden.

Laut Gesetz ist der Strand für jedermann frei zugänglich. Erst vor einiger Zeit hatte ein Gericht entschieden, dass Privatstrände in Malibu nicht abgesperrt werden dürfen. Ein Dustin Hoffman, eine Minnie Driver oder ein Pierce Brosnan, allesamt Anwohner in Malibu, können also rein juristisch nichts dagegen haben, wenn sie am Strand fotografiert werden. Dona Bigelow wohnt seit 40 Jahren in Malibu. Sie sagt, dass "Celebrities ganz normale Menschen sind, die hier in Ruhe leben wollen. Irgendwo müssen sie ja wohnen. Wir wollen die Paparazzi nicht in unserer Gemeinde." So wie sie denken viele hier. "Sobald wir hören, dass mal wieder ein Paparazzo in den Ozean geschmissen wurde, geht ein gutgelauntes Raunen durch die Stadt", erzählt Brian Pietro, Besitzer des Malibu General Store.

Der Grund für die Unterstützung der Stars ist "ein ökonomischer" - das gibt auch Boutique-Besitzerin Zoe Shapiro zu. "Viele Promis geben ihr Geld in unseren Läden aus. Die Paparazzi kommen aus dem entfernten Hollywood und fahren am Abend wieder nach Hause", fügt sie hinzu. Es geht also, wie so häufig, ums liebe Geld.

Malibu als "No-go-area"?

Aber der eskalierende Streit zwischen Surfern und Fotografen könnte dem Sommergeschäft der Malibu-Anwohner ein bisschen die Suppe versalzen. "Wir verbringen normalerweise viele Wochenenden im Sommer am Strand von Malibu. Aber solange da Bierflaschen durch die Lüfte fliegen, gehe ich mit meinen Kindern lieber in Santa Monica an den Strand", sagt Paul Belgraph. Und der Rettungsschwimmer Brent Blackman hat in den letzten Tagen bemerkt, dass "die Besucher zunächst nach Surfer-Banden und Fotografen Ausschau halten, bevor sie ihr Handtuch in den Sand legen." Zeitungsartikel in der "Los Angeles Times", die die Zustände zu einem "Surf and Turf War" - also zu kriegsähnlichen Revierkämpfen zwischen Surfern und Paparazzi - hochstilisieren, helfen dem Frieden nicht gerade.

Matthew McConaughey übrigens ließ über seinen Sprecher Alan Nierob mitteilen, dass er von den Attacken gegen die Paparazzi nichts wusste. "Matthew war im Wasser und ist durch die Wellen geritten, als die an Land sich die Köpfe einschlugen", so Nierob. Inzwischen scheinen die Angriffe der Surfer erste Wirkungen zu zeigen. Vor allem in die sehr geschützte Paradise Cove, eine versteckte kleine Bucht in Malibu, trauen sich die Paparazzi derzeit nur noch, wenn alle Wellenreiter im Wasser sind. "Natürlich haben wir Angst", sagt Fotograf Larsen. "Die jagen uns, verprügeln uns. Der Job in Malibu wird immer gefährlicher."

Von Frank Siering, L.A.
 
 
KOMMENTARE (10 von 10)
 
Max_Schub (27.06.2008, 16:50 Uhr)
Realitätswahrnehmung
@ tagora-sagittara
ich will nicht sagen, dass paparazzi nicht in den unfall involviert waren....man könnte ihnen aber lediglich unterstellen, dass sie durch ihre verfolgung den fahrer anreiz gegeben haben, sehr viel zu schnell zu fahren. das wars.
aber auf der anderen seite:
der fahrer war stockbesoffen, die verstorbenen waren nicht angeschnallt ! haben sie das vergessen ?
im übrigen finde ich das ganze lächerlich.
diese "stars" verdienen ihr geld mit der öffentlichkeit. warum sind die gagen von hollywood-stars 100mal höher (z.b...oft auch viel mehr) als die von unbekannten darstellern, die minestens ebenso begabt sind ?
weil sie 100mal besser spielen ? wohl kaum.
es ist nicht umsonst gang und gäbe unter "Stars", anonym paparazzi zu informieren um sich anschließend dann in der presse zu empören, dass man ihnen keine ruhe lässt.
rued (27.06.2008, 16:40 Uhr)
Irgendwo Verständlich
Paparazzi gehen in letzter Zeit auch ziemlich dreisst vor, wenn ich jeden Morgen erstmal die ersten 3 Kilometer im Schrittempo von meinem Anwesen wegfahren müsste, weil mein auto von geschätzten 300 Fotografen umlagert wird (britney Spears), die dadurch Unfälle provozieren, die sie dann fotografieren und ausschlachten würde ich mich auch aufregen.
Job hin oder her, vor allem in Amerika stehen auf jedem Getränkebecher Sicherheithinweise, aber Paparazzi dürfen wie im Fall Diana nach Lust und Laune das Leben von Prominenten gefährden, das kann so ja auch nicht richtig sein.
arniston (27.06.2008, 16:37 Uhr)
sorry,aber
wer über jahre als tellerwäscher in new york ,in chicago putz,
oder in tonstudios alles versucht
ein star zu werden und dann es wohlmöglich ist, prima. aber wer berühmt und nicht in der lage ist in süd-tirol einen wein zu trinken und nach seinen möglichkeiten zu leben,
der fühlt sich von jedem scheiss gestört, auch von paparazzi.
paparatti (bild von jeames dean, mit kippe)sind im positiven an so mancher karriere beteiligt.
was so die prommis so früher gemach haben, siehe internet, da hätte macher kiffer noch geld für ein foto gegeben. nix für ungut, arniston
tagora-sagittara (27.06.2008, 16:18 Uhr)
Also wirklich arniston,...
ob und wer wild irgendwo pinkelt,... kann auch nicht mehr interessieren wie der Sack Reis in China!!
arniston (27.06.2008, 15:55 Uhr)
leben und tod
na klar es geht um leben und tod,
wenn ein promi besoffen in hannover
an ein zelt pinkelt. herr tagora-sagittara kann auch nix dazu daste kein pommi bis. immer locker bleiben. danke stern...
tagora-sagittara (27.06.2008, 15:41 Uhr)
Absolut OK,...
was die Surfer gegen die Paparazzi-Pest unternehmen. Und ich teile auch nicht dem dusseligen Richterspruch,...warum?,... schließlich sind die Paparazzis ja nicht da ihre Freizeit zu gestalten, sondern die der Prommis zu ruinieren. Diese Fotografenheinis sind zwischenzeitlich eine wahre Pest geworden, weil sie sich das Recht nehmen jeden und überall mit der Kamera zu verfolgen,... was in der Vergangenheit zum schlimmsten in Paris gegipfelt ist,... schon vergessen??
Mal eine Frage an den Stern:
"Ist ein spektakuläres Foto das wert??, ein Menschenleben fürn geiles Stern-Foto?"
Zumindest ich oute mich hier, indem ich bekunde:
ICH BRAUCH SO ETWAS NICHT!!
Ich lese lieber,.. ich brauch nicht zu glotzen!!
arniston (27.06.2008, 15:32 Uhr)
warten, bitte
um den promis aus dem wege zu gehen
rate ich den paparazzi,einfach warten. so ein paar jahre.
dann hat sich möglicher weise der grösste durchgekokste teil, todgesoffen. die dann kommen, wollen erst mal ein foto. so einfach ist das
namidh (27.06.2008, 14:58 Uhr)
Und übrigens, Stern...
... dann tut euer Übriges um die Stars in Ruhe zu lassen und konzentriert euch weniger auf die Förderung solcher Promijäger.
namidh (27.06.2008, 14:55 Uhr)
Stimmt
Man wäre nämlich buchstäblich besser beraten, nicht auf den Mann zu hören.
nielssan (27.06.2008, 14:45 Uhr)
Kenneth Starr...
... war kein Präsidentenberater, sondern Sonderermittler, der wegen der Monica/Zigarrensache versuchte, Bill Clinton mit einem Impeachmentverfahren aus dem Amt zu jagen.
Beratung sieht ja bekanntlich anders aus. :-)
MEHR ZUM ARTIKEL
Matthew McConaughy Jetzt ist er aber reif

Schauspieler Matthew McConaughy wird bald zum ersten Mal Vater. Höchste Zeit, auch Ehemann zu werden, finden seine Mutter Kay und seine Freundin Camila Alves. Doch der Lebemann hält nichts davon, sich auf ewig zu binden. mehr...

Matthew McConaughey Der "Sexiest Man" ist ein Südstaatler

Matthew McConaughey wurde vom People-Magazin zum "Sexiest Man Alive" gekürt. Damit tritt er in die Fußstapfen von Brad Pitt und George Clooney und überrascht mit ungewöhnlichen Hobbys. mehr...

Teenager-Paparazzi Milchgesichter auf Promi-Jagd

Süß findet Paris Hilton die beiden - und lächelt bereitwillig in ihre Kameras: Blaine Hewison und Austin Visschedyk sind noch Teenager und die jüngsten Paparazzi Hollywoods. Ihr Alter ist ihr Vorteil, sagen sie. Trotzdem ist der Job nicht ganz ungefährlich. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft