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1. Juli 2009, 23:43 Uhr

Unwürdiges Hin und Her um Trauerfeier

Würdevoll ist anders: Nachdem in zunächst verkündet worden war, der Leichnam von Michael Jackson werde auf der Neverland-Ranch aufgebahrt, winkte die Familie nun ab. Stattdessen sollen die Fans nun Gelegenheit bekommen, sich in Los Angeles von ihrem Idol zu verabschieden. Unterdessen hat sich die Drogenfahndung in die Ermittlungen um die Todesursache eingeschaltet.

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Voreilig: Aus der Trauerfeier für Michael Jackson auf der Neverland-Ranch wird nichts© Joshua Gates Weisberg/DPA

Eine Woche nach dem Tod von Michael Jackson geht das Hin und Her um eine Trauerfeier für den Popstar weiter. Nachdem bereits Scharen von Reportern und Fans zu Jacksons früherem Anwesen Neverland nahe Santa Barbara gereist waren, teilte die Familie des Sängers am Mittwoch mit, dass keine Trauerfeier auf dem riesigen Landsitz 200 Kilometer nördlich von Los Angeles geplant sei. Entertainment-Reporter Roger Friedman sagte dem Sender CNN unter Berufung auf gut informierte Quellen, dass die Familie nun Vorbereitungen für eine öffentliche Zeremonie in Los Angeles treffe. Sie werde am kommenden Dienstag im Staples Center stattfinden. Eine Bestätigung durch die Jackson-Familie gab es zunächst aber nicht.

In den vergangenen Tagen hatten US-Medien berichtet, dass Jacksons Leiche an diesem Donnerstag mit einem Konvoi von 30 Wagen von Los Angeles nach Neverland gebracht werde. Am Freitag sollten dann Fans aus aller Welt Gelegenheit haben, vom "King of Pop" Abschied zu nehmen. Dutzende riesige TV-Übertragungswagen und viele Schaulustige sicherten sich am Mittwoch in dem Gelände rund um das Anwesen bereits einen Platz, der nun nicht mehr nötig ist. "Entgegen früheren Medienberichten gibt die Jackson-Familie offiziell bekannt, dass es keine öffentliche oder private Aufbahrung in Neverland geben wird", zitierte der Internetdienst tmz.com aus der Mitteilung von Sprecher Ken Sunshine.

Jackson hatte in seinem Testament keine Angaben darüber gemacht, wo er begraben werden möchte. Als letzte Ruhestätte für den Sänger hat sich seine Geburtsstadt Gary im US-Bundesstaat Indiana angeboten.

In dem am Mittwoch veröffentlichten Testament aus dem Jahr 2002 gibt der Star seiner Mutter Katherine das Sorgerecht für die drei Kinder Prince, Paris und Blanket, heute zwölf, elf und sieben Jahre alt. Sollte seine Mutter jedoch vor ihm sterben oder die Aufgabe nicht übernehmen könne, nannte er Souldiva Diana Ross ("Ain't No Mountain High Enough") als Alternative. Ob das Testament gültig ist, muss noch gerichtlich geprüft werden.

Jacksons mutmaßliche Medikamentensucht sorgte auch am Mittwoch wieder für Schlagzeilen. Mehrere Quellen hätten bestätigt, dass Jacksons Körper an vielen Stellen Einstiche aufwies, meldete Tmz.com. Der Internetdienst hatte zuvor berichtet, dass Ermittler in Jacksons Luxusvilla, in der er am vergangenen Donnerstag mit 50 Jahren an Herzversagen gestorben war, das gefährliche Narkotikum Propofol fanden, auf das sonst nur Ärzte Zugriff haben.

Die offizielle Obduktion am vorigen Freitag war ohne endgültiges Ergebnis geblieben. Das Resultat genauerer toxikologischer Untersuchungen wird erst in mehreren Wochen erwartet. Auch eine unabhängige Autopsie, die von Jacksons Familie in Auftrag gegeben wurde, brachte noch kein Resultat.

Unterdessen hat sich nun auch die US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) in die Untersuchungen zum Tod Michael Jacksons eingeschaltet. Die Polizei von Los Angeles habe die DEA um Unterstützung gebeten, verlautete aus Ermittlerkreisen. Unter anderem könnten die behandelnden Ärzte und deren Zulassung überprüft werden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
auwei (02.07.2009, 15:12 Uhr)
Ich freue mich...
...schon auf die Berichte, die bei der Beisetzung en Detail die Farbe der Servietten auf der Trauertafel, Joe Jacksons Kravattennadel und Bubbles' Frackschöße beschreiben. Wir sind ja doch nur alle kleine Spanner...
prinzalbert (02.07.2009, 13:41 Uhr)
Und es ist doch Abschaum ...
... die Erbstreitigkeiten sind die eine Sache - gut, da muß man das Hauen und Stechen der vermeintlich Trauernden hinnehmen - aber die Vermarktung des Leichnams und der (Trauer-?)-Feierlichkeiten das ist ekelerregend, widerlich. Dieser Vater und diese Mutter. PFUI TEUFEL!!!
Anemone (02.07.2009, 11:01 Uhr)
Überflüssig
sind diese Berichterstattungen sowieso!
Doch rechtfertigen die langweiligen und überflüssigen Berichte solche schamlosen Kommentare, wie "Abschaum", "Dreck"?? Wer ein paar Sterbefälle mit Testament und Pflichtanteil aus der Nachbarschaft mitbekommt, sieht, wie würdelos und peinlich sich Menschen benehmen in ihrer Geldgier, und er weiß, es ist kein Abschaum, sondern es sind einfach Menschen......
Saruman (02.07.2009, 10:02 Uhr)
WÜRDEVOLL IST ANDERS...
Das fällt mir bei der Art der Berichterstattung zu Jacksons Tod auch jeden Tag ein!!!
JoeSkeleton (02.07.2009, 09:39 Uhr)
Leute,
was regt ihr euch schon wieder über die Berichterstattung auf? Ich behaupte mal,es gibt sehr viel mehr Menschen,die diese Geschehnisse interssieren,als solche,die mit MJ überhaupt nichts anfangen können.Kaum zu glauben,aber es soll sogar einige geben,die solche Berichte zur Trauerbewältigung brauchen.Lest doch einfach weiter,wenn es euch ohnehin nicht interessiert...
back to topic....ja,dieser Clan ist der letzte Abschaum (zumindest was Mr. und Mrs. Jackson sen. anbelangt).Nur schade das unvermeidbar sein wird,das diese Bande noch etliche Millionen aus dem Tod ihres Sohnes einsacken werden...
Ansichtssache (02.07.2009, 08:30 Uhr)
Diese Familie
ist der letzte Anschaum...
aus dem Dreck gekommen und wieder zu Dreck geworden. UNTERSCHICHT !
LunaB (02.07.2009, 07:26 Uhr)
gähn
Jetzt ist doch mal langsam genug oder? Ich fand die Musik Jackson´s auch toll und bedauere natürlich seinen Tod, aber muss denn jetzt im zwei-Stunden-Takt darüber berichtet werden? Diese kranke Familie wird das alles weiterhin ausschlachten, dann wird sich jahrelang vor Gericht über das Testament gestritten, außerdem über den Verbleib bzw. Aufenthalt der Kinder. Das war zu erwarten und ist die Meldung eigentlich nicht mehr wert - da alles vorhersehbar.
prinzalbert (02.07.2009, 00:38 Uhr)
Es wird allmählich langweilig ...
... zehn Ave Maria wenn der teure Verblichene (was für ein Wortspiel!!!)
endlich unter der Erde oder in seinem Mausoleum untergebracht ist. Ich fürchte nur, die Erbstreitigkeiten dieses Gesindels werden sich noch Jahrzehnte hinziehen - und wir bekommen das immer brühwarm mitgeteilt, weil uns ja sonst nichts interessiert.
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