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2. Juli 2009, 18:17 Uhr

DNA-Test muss wohl die Vaterschaft belegen

Gerüchte, Michael Jackson sei nicht ihr leiblicher Vater, halten sich hartnäckig: Den Kindern des "King of Pop" - Michael Joseph, Paris Michael Katherine und Prince Michael II. - droht eine Schlammschlacht um das Sorgerecht. Schließlich erben sie ein stattliches Vermögen. Von Jens Maier

Jackson, Kinder, Schlammschlacht

Da hat er seinen jüngsten Sohn zum ersten Mal der Öffentlichkeiit präsentiert: Michael Jackson 2002 in Berlin© DPA

Sie wuchsen ohne Mutter auf, standen unter ständiger Kameraüberwachung in seiner Villa und ihre Gesichter wurden in der Öffentlichkeit stets mit Tüchern verhüllt: Den drei Kindern von Michael Jackson blieb eine normale Kindheit bisher verwehrt. Nach dem Tod des Popstars droht sogar noch Schlimmeres: eine böse Schlammschlacht um ihr Sorgerecht, bei der es vor allem um viel Geld geht.

Dabei hatte Michael Jackson den Verbleib von Prince Michael Joseph, 12, Paris Michael Katherine, 11, und Prince Michael II, 7, sogar in seinem Testament geregelt. Er verfügte 2002, dass ihre Oma, Jacksons Mutter Katherine, sich um die Kinder kümmern solle, falls ihm etwas zustoße. Nur für den Fall, dass diese nicht mehr dazu in der Lage sei oder vor ihm sterbe, hat er Diana Ross als Ziehmutter eingesetzt.

Aufgrund von Jacksons letztem Willen wurde der 79-jährigen Katherine am Montag das Sorgerecht übertragen - allerdings nur vorläufig. Das Gericht will die Echtheit des Dokuments überprüfen lassen, erst danach könne eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Die Zeit bis dahin könnte vor allem Debbie Rowe, die leibliche Mutter der ersten beiden Kinder, nutzen, um sich in Stellung zu bringen.

Debbie Rowe tritt nach Jahren auf den Plan

Über ihre Anwältin ließ die Ex-Frau Jacksons bereits kurz nach der Todesnachricht mitteilen, dass sie laut kalifornischem Recht einen Anspruch auf die Kinder habe. 2001 hatte sie zwar nach einem Sorgerechtsstreit auf alle Forderungen verzichtet und soll mit einer stattlichen Summe abgefunden worden sein, doch heute behauptet die 50-Jährige, dass das Urteil aus formalen Gründen nicht gültig sei.

Jackson, Kinder, Schlammschlacht

Die Geburtsurkunden der drei Kinder: Auf jeder ist Michael Jackson als Vater angegeben© AP

Der Jackson-Clan bestreitet das und wirft Rowe vor, dass sie sich bisher nicht um ihre Kinder gekümmert habe. "Diese Person hatte doch gar keinen Kontakt zu ihnen", sagt Oma Katherine. Der Grund für das plötzliche Interesse könnte vor allem viel Geld sein. Jacksons Nachwuchs erbt trotz der vielen Schulden des Popstars über einen gut abgesicherten Treuhandfonds ein Vermögen. Wer auch immer das Sorgerecht bekommt, hat auch Zugriff auf das Geld.

Die Gier auf Jacksons Millionen könnte dazu führen, dass bald noch mehr Leute Ansprüche auf das Sorgerecht geltend machen. Bis heute ist unklar, wer die Leihmutter des dritten Kindes, Prince Michael II., ist. Der Junge tauchte Ende 2002 zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf: Als Jackson ihn im Berliner Hotel Adlon über eine Brüstung hielt, um ihn seinen Fans zu zeigen, schockierte er die Welt, weil er das Baby beinahe hätte fallen lassen. Sollte sich die Leihmutter melden, könnte auch sie unter Umständen Ansprüche geltend machen.

Was, wenn Jackson nicht der Vater ist?

Eine noch kuriosere Schlammschlacht droht allerdings, wenn sich Gerüchte bestätigen, dass Michael Jackson gar nicht der leibliche Vater der Kinder ist. In amerikanischen Medien wird kolportiert, Jackson habe die Kinder wie aus einem Katalog zusammengestellt. Er soll die Samenspender nach deren Intelligenz und Aussehen ausgewählt haben. Die Kinder seien in künstlicher Befruchtung außerhalb des Mutterleibs gezeugt worden, Rowe soll sie in den beiden ersten Fällen lediglich ausgetragen haben.

Gerüchte, Jackson sei gar nicht der Vater, gibt es schon länger. Hauptgrund dafür ist die auffällig helle Hautfarbe der Kinder, obwohl ihr Vater doch Schwarzer war. Jackson hat diese Gerüchte 2003 energisch zurückgewiesen: "Sie sind mein Fleisch und Blut!" sagte er damals. Allerdings hat er im gleichen Jahr dementiert, sich plastischen Operationen unterzogen zu haben. "Das ist eine Lüge", sagte er in einem TV-Interview.

Will der Jackson-Clan einen endlosen Streit um das Sorgerecht vermeiden, wird die Familie wahrscheinlich um einen DNA-Test nicht herumkommen. Der wird dann allerdings die nötige Klarheit bringen und hoffentlich mehr Ruhe in das Leben von Michael Joseph, Paris Michael Katherine und Prince Michael II.

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
LunaB (03.07.2009, 06:56 Uhr)
wie bereits gestern erwähnt..
.. war das ja zu erwarten! Einfach nur wiederlich!
Hanneh (02.07.2009, 22:26 Uhr)
Mediensumpf
Mein Gott,was für ein Gerangel.
Die Kinder tun mir unendlich leid.
vita (02.07.2009, 21:30 Uhr)
Sorry, für Fans mag das seltsam sein,
aber man handelte ihn auch vor seinem Tod schon seit Jahren als Freak. Er war als kaputtoperierter ehemals dunkelhäutiger Mensch, der mit einem Affen sein Klo und mit Kindern sein Bett teilte bekannt, hat in zwei Prozessen lediglich durch Zahlungen hoher Summen das Gefängnis, in das er wegen Kindesmissbrauchs hätte gehen müssen, umgehen können und tat sich dadurch hervor, dass er einen hellhäutigen Säugling, für den er das Sorgerecht hatte, aus einem Hotelfenster schwenkte, dass jeder halbwegs klare Mensch hätte einschreiten müssen und weitere Kinder, maskiert durch die Gegend schleppte... wenn das keinen Freakt ausmacht, weiss ich es nicht. Das alles war vor seinem Tod bekannt und wurde auch in der Presse formuliert.
Nun ist er tot und es kommt noch Drogenmissbrauch hinzu - das ist nun nicht wirklich der Knaller im Gegensatz zu dem bisher in der Presse transportierten Rest und kaum noch der Erwähnung wert, würde ich sagen bei den Opfern, die in den Jahren zuvor bekannt waren.
olikoenig (02.07.2009, 21:18 Uhr)
War Michael Jackson ein Monster?
Kaum ist Michael Jackson gestorben, scheuen sich die Medien nicht, ihn als einen bedauernswerten Freak hinzustellen.
Ich habe Dokumente und Videos zum Thema zusammengestellt unter: http://www.unser-luebeck.de/content/view/1446/245/
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