. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
1. Juli 2009, 12:19 Uhr

Die späte Rache am Vater

Der Streit ums Erbe des verstorbenen Popstars bringt neue Einblicke in ein kompliziertes Finanzkonglomerat. Es sieht so aus, als würde Vater Joe leer ausgehen. Doch der will das Feld nicht kampflos räumen. Von Frank Siering, Los Angeles

Michael Jackson, Testament, Neverland Ranch

Pocht weiter auf das Erbe seines Sohnes: Joe Jackson© Getty Images

Der ehemalige Kranfahrer Joe Jackson schlug Sohn Michael mit dem Gürtel. Oftmals so häufig, dass Michael sich nichts sehnlicher als den Tod des Vaters wünschte. Die späte Rache am Vater folgte jetzt mit dem Auftauchen des Testaments von Michael Jackson. Demnach soll Mutter Katherine die Hauptnutznießerin des Jackson-Nachlasses sein. Ein Richter übertrug der 79-Jährigen gestern bereits die vorläufige Verwaltung der Besitztümer sowie das vorläufige Sorgerecht der drei Kinder.

Vorläufig. Das Testament, das Jacksons ehemaliger Anwalt aus dem Hut gezaubert haben will, sorgt für reichlich Verwirrung in Los Angeles. Während die Vorbereitungen für das anstehende "Public Viewing" vom balsamierten Jackson-Körper auf der Neverland-Ranch nordöstlich von Santa Barbara auf Hochtouren laufen, tauchen gleich reihenweise juristische Fragen auf.

Was kann vererbt werden?

Wenn Jackos Besitz tatsächlich an die Mutter, seine Kinder Prince Michael I., 12, Paris, 11, und Prince Michael II., 7, sowie eine oder mehrere Hilfsorganisation übergehen soll, dann bleibt die Frage, wie und vor allem was für Besitztümer eigentlich vererbt werden können? In den USA ist es üblich, schon zu Lebzeiten einen sogenannten "Living Trust" anzulegen. "Darin wird die dezidierte Erbfolge festgelegt", sagt Neal Suarez, Erbschaftsexperte der Kanzlei Weinstock, Reissman in Los Angeles. Anders als in Deutschland gibt es keinen Pflichtteil, falls es im "Trust" (ein oftmals mehrere hundert Seiten starkes Schriftstück, das bis zu 25.000 Dollar in der Anlage kosten kann) so gewünscht wird. Es kann also durchaus stimmen, dass Jackos acht Geschwister wie auch sein Vater Joe, völlig leer ausgehen.

Das Wall Street Journal berichtet, dass eine genaue Schätzung des Jackson-Vermögens im Moment "schier unmöglich" sei. Wohl auch, weil sich der Status derzeit fast stündlich ändert. War Jackson noch am Tage vor seinem Tode nach Schätzungen der LA Times mit rund 400 Millionen Dollar verschuldet, so schossen die CD-Verkäufe und das Merchandising praktisch über Nacht in astronomische Höhen.

Unübersichtliches Geflecht von Schulden und Besitztümern

Zu unübersichtlich sind derzeit auch noch die Besitzverhältnisse, zu durcheinander das Geflecht von Schulden und Besitztümern. Jackson gehörten bekanntlich 50 Prozent der Firma "Sony / ATV Music Publishing". Sie hält die Rechte an 750.000 Songs, darunter Hits der Beatles, von Bob Dylan und Neil Diamond. Laut "Wall Street Journal" setzte Jacko seinen Anteil als Bürgschaft für ein 300-Millionen-Dollar-Darlehen ein. Sollten die Banken ihr Geld nun zurückfordern, könnte es sein, dass die Anteile unter Wert verkauft werden müssen.

Jackson besaß auch die Rechte an seinen eigenen Songs. Angeblich habe er mehr als 100 unveröffentlichte Lieder in seinem Safe gelagert. Ein kostbarer Schatz! Sein eigener Songkatalog soll rund 150 Millionen Dollar wert sein. Aber auch dieser Katalog ging wohl als Sicherheit an eine Investment-Firma, die im Gegenzug für die Jackson-Gesamtschuld bürgte. Dieses komplizierte Gesamtgerüst wird sehr bald, so schätzen Erbschaftsexperten in Los Angeles, noch dadurch belastet, dass Joe Jackson sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt Geld aus der Erbmasse seines Sohnes einfordern wird. Der knallharte Patriarch, der seit einigen Jahren seinen primären Wohnsitz nach Las Vegas verlegt hat - er lebt schon seit vielen Jahren getrennt von Ehefrau Katherine - hat schon angedeutet, dass er nicht still und leise von dannen ziehen wird. "Katherine und ich sind die einzigen, die sich um Michaels Kinder und seine Besitztümer kümmern werden", so Jackson bei den BET-Awards. Derweil werden in Los Angeles und in Santa Barbara letzte Ehrungen für Michael Jackson vorbereitet. Laut CNN soll Jacko in einem Autokorso von Beverly Hills zur Neverland-Ranch gebracht werden. Dort soll sein Körper für die Fans ein letztes Mal - für eine öffentliche Besichtigung – aufgebahrt werden. Derzeit prüft die Familie wohl auch, ob Jackson unter seinem Lieblingsbaum auf der Neverland-Ranch beerdigt werden darf. Diese Vermutung geht einher mit dem Gerücht, dass das einstige Zuhause des Megastars in eine Art Pilgerstätte umgewandelt werden soll. Elvis hat Graceland, MJ bleibt sein geliebtes Neverland.

Von Frank Siering, Los Angeles
 
 
KOMMENTARE (10 von 13)
 
botoxia (02.07.2009, 08:55 Uhr)
Das Gezerre um sein Geld geht los
Nicht anderes interessiert doch noch - wer kriegt wieviel ab. Und bin ich aus dem Testament ausgeschlossen, dann klage ich halt. Die zu erwartenden Gerichtsstreitigkeiten werden uns arme Leser noch mindestens 2 Jahre lang bestens unterhalten...
petradav (01.07.2009, 17:18 Uhr)
Verwirrt ...
... ist anscheinend nur derjenige der diesen Bericht geschrieben hat. Hier in Los Angeles hat sich bisher niemand 'verwirrt' gegeben. Der Anwalt hat das Testament gemeldet, die Familie bekam eine Kopie und hat vor ihn heute beim Gericht abzugeben. Kann der Sternkorrespondent in Los Angeles die Nachrichten nicht verstehen?
Hirnfreund (01.07.2009, 16:45 Uhr)
Plattenfirma des Vaters boykottieren
Da Joe Jackson den Tod von MJ ja anscheinend nur dazu benutzt auf seine Plattenfirma hinzuweisen, sollte man diese Alben boykottieren und nicht kaufen.
Xennia (01.07.2009, 15:56 Uhr)
als Kind ausgebeutet
Michael erkannte, dass sein Vater, der ihn mitleidslos für eigene Zwecke ausbeutete, an seinen psychischen Problemen die Schuld trägt und er versuchte sich mit seiner Musik selbst zu heilen. Allerdings sah er nicht, dass
seine Mutter Mittäterin war, indem sie ihr Kind nicht vor dem perversen Vater schützte. An Michael Jacksons Schicksal wird der verheerende Einfluss sadistischer und perverser Eltern auf ihre Kinder deutlich. Ihre Kinder sterben häufig früh, während die Alten bei bester Gesundheit sind.
Josef2 (01.07.2009, 15:46 Uhr)
@klabautermann79
und JoeSkeleton: das war nun auch wieder sehr qualifiziert, aber auch ein bisschen richtig. Ich lass' es zukünftig im Stern zu lesen. Der wird mir doch immer mehr zur "Bild" für Debile wie s.o.
felban (01.07.2009, 15:30 Uhr)
Bin anscheinend mal wieder zu blöd...
... um dieses Journalisten-Gewäsch zu verstehen. Nach deutschen Recht ist jedenfalls völlig normal, dass Eltern leer ausgehen, wenn der Erblasser eigene Nachkommen hat. In den USA wird dies nicht anders sein. Ich vermute, dass in dem Artikel nicht sauber unterschieden wird zwischen Nachlass und der Verwaltung des Nachlassvermögens, solange die Kinder noch minderjährig sind.
Mastergirl (01.07.2009, 15:11 Uhr)
Zombie Joe
kein Wunder, dass Michael Jackson auf keinen Fall seinem Vater ähnlich sehen wollte. Dieser Mann sieht ja in der Tat aus wie ein Zombie!
alwo (01.07.2009, 14:09 Uhr)
klabautermann79
Sie brauchen sich ja aus der vorderen Reihe nicht umzudrehen um zu sehen was die hintere Reihe schreibt. Deshalb zitiere ich Sie : Wenn Ihnen die Kommentare nicht gefallen, dann lesen Sie doch nicht erst. Ermüdend ist, monatelang mit Artikeln von Zombie Jackson zugeschleimt zu werden.
JoeSkeleton (01.07.2009, 14:00 Uhr)
Für Josef2...
und all die Anderen,die nur mal wieder ihren unqualifizierten Senf dazugeben müssen,ne Alternative zur Wand http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Parkuhren_im_B%E4derviertel_in_Baden-Baden.JPG&filetimestamp=20090413184858 ...
Bin noch immer getroffen vom Tod MJs,auch wenn ich nicht wirklich als Fan von ihm zähle,so hat er mich doch durch seine Musik über 2 Jahrzehnte begleitet,es war ja jahrelang auch kaum möglich,seinen Liedern zu entkommen.Traurige Geschichte,und ein noch traurigers Ende.
Joe Jackson wird schon einen Weg finden,um auch Kapital aus dem Tod seines Sohnes zu schlagen,ob mit oder ohne Erbe.Dieser Mensch bekommt seinen Hals nicht voll,seinen Ruf kann er nicht mehr ruinieren (isser ohnehin),und so wird er wohl auch klagen,sollte er leer ausgehen (wie pietätlos)
Tobi_G (01.07.2009, 13:43 Uhr)
Vater darf nichts bekommen
Don´t you see? Micheal hat soviel Geld, Energie und Nerven darauf verwandt, niemals wie sein Vater auszusehen. Selbst seine Hautfarbe hat er geändert. Er wollte seinem Vater nicht eim kleinsten Detail ähneln - der Alte DARF einfacht nichts von seinem Geld bekommen.
MEHR ZUM ARTIKEL
Tod des King of Pop Jacksons Testament aufgetaucht

Michael Jackson hat offenbar doch ein Testament hinterlassen: Danach soll seine Mutter das Sorgerecht für die Kinder bekommen, sein Vermögen in einen Treuhandfonds gehen - so will es eine vertraute Person des verstorbenen Popstars erfahren haben. Ein Augenzeuge schildert unterdessen, wie glücklich Jackson auf den letzten Proben für seine Konzertserie in London war. mehr...

Jackson-Nachlass Das Erbe des Königs

Der plötzliche Tod von Michael Jackson hat die Verkäufe von "Jacko"-Produkten weltweit in astronomische Höhen schnellen lassen. Seine Alben besetzen wieder Spitzenpositionen in den Verkaufscharts. Mögliche Erben streiten bereits über den Nachlass, obwohl noch nicht einmal klar ist, wem der King of Pop überhaupt wie viel hinterlässt. mehr...

Jackson-Notruf "Die Telefone funktionierten nicht"

Zwischen dem Zusammenbruch von Michael Jackson und dem abgesetzten Notruf sind fast 30 Minuten vergangen. Der Anwalt des Leibarztes behauptet jetzt, daran sei auch eine fehlende Telefonleitung in Jacksons Villa schuld gewesen. mehr...

Todesursache von Michael Jackson Ein "Thriller" - über den Tod hinaus

Nach der ersten Autopsie in der Gerichtsmedizin von Los Angeles ließ die Familie den Leichnam des Superstars erneut obduzieren - von einem privaten forensischen Pathologen. Der Berliner Rechtsmediziner Michael Tsokos erklärt die Hintergründe - und vermutet eine Vergiftung als Todesursache. mehr...

MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft