Schau mir in die Augen, nicht auf meinen Busen

12. September 2013, 11:26 Uhr

Porno? Nein, Kunst! Miley Cyrus hat sich erstmals zu ihrem neuen Skandalvideo "Wrecking Ball" geäußert. Hinter ihrem nackten Ritt auf der Abrissbirne stecke eine subtile Botschaft.

Miley Cyrus, Radio, Interview, Wrecking Ball

Achtung, bitte nur in die Augen schauen: Miley Cyrus bei ihrem Nacktritt auf der Abrisskugel©

Splitternackt schaukelt sie in ihrem neuen Video auf einer Abrissbirne, schwingt im Leibchen den Vorschlaghammer und leckt an blankem Metall. Der provokante Auftritt von Miley Cyrus verfehlt seine Wirkung nicht. "Wrecking Ball" wurde innerhalb von 24 Stunden nach Veröffentlichung mehr als 17 Millionen Mal angeklickt. Ein neuer Rekord. Inzwischen haben mehr als 44 Millionen User das Video gesehen. Doch die Reaktionen sind nicht nur positiv. Aus dem einst so entzückenden Kinderstar "Hannah Montana" sei ein Porno-Luder geworden. Und viele ihrer Fans von damals fragen sich: "Warum tut sie sich das nur an?"

Genau diese Frage hat die Sängerin jetzt in einem Radiointerview beantwortet. Die Betrachter des Videos sollten nicht nur auf ihren Körper starren, sondern ihr auch in die Augen sehen, sagte sie dem Moderator des Senders "Z100". "Wenn die Leute die Aufregung über meine Nacktheit vergessen haben und mich wirklich anschauen, werden sie sehen, dass ich zerbrechlicher aussehe, als der Song klingt", sagte Cyrus bedeutungsschwanger.

Die geheime Botschaft auf der Abrissbirne

Hinter den brachialen Szenen, bei denen sie einen Vorschlaghammer leckt und nackt eine Abrissbirne reitet, stecke eine subtile Botschaft, sagte die 20-Jährige. Die Zuschauer sollten nicht nur das Offensichtliche sehen, sondern ihre Vorstellungskraft benutzen, um die wahre Bedeutung zu erkennen. "Es ist so zerbrechlich", sagt Cyrus, die in dem Song über eine schmerzhafte Liebe singt.

Mit ihren Worten stilisiert die durch ihren Skandalauftritt bei den MTV Video Music Awards in die Schlagzeilen geratene Cyrus ihre Nacktszenen zur Kunst hoch. Wer nur auf ihren Busen starre, sei eben kein Feingeist, lautet die Botschaft an alle Kritiker, die das Video, bei dem der für seine provokanten Nacktaufnahmen berühmte Fotograf Terry Richardson Regie führte, als Pornografie schmähen.

Cyrus liebt die Provokation

In der Tat gibt es auch subtilen Szenen in Cyrus' Video. Etwa wenn am Anfang eine Träne über ihr Gesicht läuft oder sie mit großen, hilfesuchenden Augen in die Kamera starrt. Doch Cyrus ist auch die Meisterin der Provokation. Sie wusste, dass der Vorschlaghammer und ihre nackter Ritt auf der Kugel für Irritationen sorgen würde. Doch das ist Cyrus egal. Sie liebt ihre neue Rolle als Enfant Terrible. Weg vom Brave-Mädchen-Image, hin zur Bitch. Oder wie Cyrus es ausdrückt: "Ich habe einfach Spaß."

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