16. Juli 2012, 18:48 Uhr

So politisch tickt Madonna

Sie zieht sich aus oder zeigt Politiker mit Hakenkreuz: Madonna schockt bei ihren Auftritten gerne. Doch dahinter steckt nicht nur reine Provokation, sondern eine Botschaft. Acht politische Statements von Madonna.

1. Gegen Rechts
Madonna legt sich mit Frankreichs Rechtspopulisten an: Bei ihrem Konzert im Pariser Stade de France war am Wochenende auf einer riesigen Videoleinwand ein Foto von Frankreichs rechtsextremer Politikerin Marine Le Pen zu sehen, das mit einem Hakenkreuz überdeckt war. Der Nazi-Vergleich soll juristische Folgen haben.

Das Video zum Lied "Nobody Knows Me" hatte bereits zum Auftakt von Madonnas Welttournee "MDNA Tour" in Tel Aviv für Aufregung gesorgt. Damals tat Le Pen den Affront noch mit den Worten ab: "Die alternden Sängerinnen müssen von sich reden machen. Da kann man verstehen, dass sie zu solchen Extremen greifen." Doch im eigenen Land will die Chefin der Front National die Nazi-Anspielung nicht einfach hinnehmen und die Sängerin wegen Beleidigung anzeigen.

Madonna ist vor allem für ihre sexuellen Provokationen bekannt. Doch die Pop-Queen führt in ihren Videos und Bühnenshows mit Vorliebe auch Politiker vor - insbesondere aus dem rechten und konservativen Lager. "Ich möchte die Menschen zum Nachdenken bringen. Ich will keine Musik mehr machen, die bloß unterhält. Das wäre sehr oberflächlich", sagt die Sängerin.

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