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28. Dezember 2009, 16:30 Uhr

In der Küche mit Madonna

So haben wir sie noch nie gesehen: Für das italienische Designerduo Dolce & Gabbana posiert Madonna als sexy Hausfrau. Die Idee dazu hatte sie selbst. Von Martina Ochs

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Star-Fotograf Steven Klein lichtete die 51-Jährige einen Tag lang im Stil einer sexy Hausfrau ab© Dolce & Gabbana SS 2010 Advertising Campaign shot by Steven Klein

Besser könnte eine versierte Spülerin den Job nicht machen. Zuerst schäumt Madonna den Inhalt des Beckens energisch mit den Händen auf, hält dann einen Teller ohne zu zucken unters heiße Wasser. Dabei gelingt es ihr auch noch, erotisch und dank ihres Outfits unverschämt stylish auszusehen. Für Dolce & Gabbanas Werbekampagne der Frühjahr-/Sommerkollektion 2010 ließ sich die Sängerin jetzt in New York von Starfotograf Steven Klein ablichten - und dabei freiwillig in die Küche verbannen. "Wir zeigen sie in einem häuslichen, sehr familiären Umfeld und wollten damit ein komplett neues Bild von ihr kreieren. Anders als alles, was man bisher kennt", beschreibt Domenico Dolce begeistert die Idee zum Shooting.

Madonna habe das Konzept sogar selbst mit entworfen, erzählt der Designer: Im vorigen Juli, während ihrer "Sticky & Sweet"- Tour, habe man die Idee gemeinsam in Mailand entwickelt. Die Schwarzweiß-Optik erinnert bewusst an die Filme der Fünfzigerjahre. "Wir haben uns vom neorealistischen italienischen Kino und seinen starken, schönen Frauen wie Anna Magnani inspirieren lassen", sagt Stefano Gabbana ein. "Mit ihrer charismatischen Ausstrahlung und ihrer Persönlichkeit passt Madonna perfekt dazu. Sie ist clever und sagt immer, was sie denkt. Und sie geht gern an ihre Grenzen."

Kennengelernt hatten die Couturiers die Sängerin bereits 1991, als sie zur Premiere ihrer Tournee-Dokumentation "In Bed With Madonna" komplett in Dolce & Gabbana gehüllt erschien. Die Italiener, damals schon bekennende Fans, waren entzückt, verabredeten daraufhin ein erstes Treffen in einem italienischen Restaurant. "Wir kamen dort mit schlotternden Knien an", erinnert sich Gabbana. Die Aufregung legte sich schnell, man mochte sich sofort. Zwei Jahre später entwarf das Duo die Bühnenoutfits für die "Girlie Show"-Tour. Und wie war es diesmal, mit Madonna zu arbeiten? "Sie ist sehr professionell und hat ein Auge für Details", lobt Domenico Dolce. "Man könnte sie aber durchaus einen Kontrollfreak nennen", sagt er und lächelt. Ob Madonna auch im wirklichen Leben Spaghetti isst? "Klar", sagt Stefano Gabbana, "angesichts ihres Sportpensums kann sie sich das ja auch erlauben."

Mitarbeit: Marcus Luft

Gefunden in...

Gefunden in... ...der Zeitschrift Gala. Titelthema in der aktuellen Ausgabe (Heft 1): Die Leiden der Victoria B.

Von Martina Ochs
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
elevenstar (28.12.2009, 20:36 Uhr)
Madonna, das "junge Ding"
......das Gesicht ist aber auffallend gestempelt und weichgezeichnet - auweia - da war kein Experte mit Stift, Tablett und Photoshop am Werk. Frauen zu verjüngern geht durchaus dezent und unauffällig, aber mit besagten Hilfsmiteln bitte nicht so plump und sichtbar!
laketahoe (28.12.2009, 17:53 Uhr)
Wieder eine wunderschöne Kampagne
Das kommt dabei heraus, wenn alle ihren Beruf beherrschen. So gut gemachte Anzeigen können sich unter hunderten in der Vogue, in Harpers Bazaar und Vyanity Fair durchsetzen.....

Tolle Fotografie, sehr originelle und stimmige Idee und eine gute Modelauswahl.

Man ist schon so müde von all diesen Anzeigen mit sechzehn bis zwanzigjährigen, die sich mächtig anstrengen, diesen Rich-Bitch-Look, auf den Rusinnen angeblich so stehen, zu imitieren.....

Wer wissen will, wie gut diese Anzeigen sind, der sollte die letzte Boss Kampagne mit der hochgelobten Toni Garrn, immerhin fotografiert von Peter Lindbergh, mal kurz daneben legen.... und dann staunen...... Kurz: Selbst Peter Lindbergh kann aus dem falschen Model und einer langweilugen Idee keine gute Anzeige machen.....
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