. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
31. März 2009, 15:55 Uhr

Die Pooth ist nicht mehr sexy genug

Von der Werbeikone zur Kosmetik-Verkäuferin: Verona Pooths Präsenz als Werbeträgerin sinkt rapide. Schuld ist nicht ihre Steueraffäre, sondern ihr Imagewandel vom sexy Luder zur biederen Ehefrau. Von Jens Maier

Verona Pooth, Steuerrazzia, Steueraffäre

Mit dem "Blubb": Verona 2001 als Spinat-Beauftragte für einen Tiefkühlkost-Hersteller© Picture-Alliance

"Wann macht er denn endlich 'Blubb'?" und "Da werden Sie geholfen": Diese Sätze sind uns allen in Erinnerung geblieben. Es sind Werbeslogans von Verona Pooth, die inzwischen Kultstatus erlangt haben. Mit dem ersten hat sie 2001 für Spinat Werbung gemacht, mit dem zweiten verriet sie uns 2005, welche Telefonauskunft die beste sein soll. Millionen von Euro hat Verona Pooth mit Werbung verdient. Mit teilweise mehreren Verträgen gleichzeitig galt sie als die Werbeikone des deutschen Fernsehens.

Tiefkühlkost-Hersteller Iglu, die Telefon-Auskunft Telegate, Shampoo-Hersteller Schwarzkopf, der Otto-Versand und Schwartau-Marmelade waren Firmen, deren Produkte Verona Pooth bereits ihr Gesicht lieh. Daneben hat sie erfolgreich ihre eigenen Kalender, Schuhe und ihre Dessous-Kollektion "Verona's Dreams" vermarktet. Von ihren vielen Werbeauftritten im Fernsehen ist kaum etwas übrig geblieben. Versetzt ihr die Steueraffäre den Todesstoß als Werbestar?

Schwartau verlängert Vertrag nicht

Die bayrische Brauerei Paulaner hat einen Werbespot mit Verona Pooth vorerst auf Eis gelegt. "Ja, wir haben 2008 mehrere Werbespots für unser Hefeweißbier gedreht, einen davon mit Verona Pooth", bestätigt ein Sprecher stern.de. Derzeit sei die Ausstrahlung aber nicht in der Planung vorgesehen. Einen Zusammenhang mit der Steuerrazzia wollte der Sprecher nicht herstellen, es könne aber durchaus sein, dass der Spot gar nicht mehr gesendet werde. "Wir haben keine dauerhafte vertragliche Bindung mit Frau Pooth wie zum Beispiel mit Waldemar Hartmann", sagt er. Es hätte nur diesen einen Spot gegeben.

Auch für Schwartau-Marmelade wirbt Verona Pooth nicht mehr. Bei der Markteinführung des Fruchtaufstrichs "Fruttissima" hatte sie 2008 mehrere Werbespots gedreht. Der Deal kam trotz der Steueraffäre ihres Mannes Franjo zustande. Im Februar 2009 ist der Werbevertrag mit dem schleswig-holsteinischen Marmeladen-Hersteller allerdings ausgelaufen. Eine Verlängerung des Vertragsverhältnisses sei in naher Zukunft nicht angedacht, bestätigt eine Sprecherin stern.de. Pooths Management, die Lara Enterprises GmbH, wollte auf Nachfrage keine Auskunft über laufende Verhandlungen oder noch bestehende Werbeverträge geben.

Werbeexperte: Veronas Stern ist am Sinken

Trendforscher und Werbeexperte Peter Wippermann wundert das nicht. Seiner Meinung nach hat die aktuelle Steueraffäre aber nur wenig Einfluss auf Verona Pooths Marktwert als Werbeträgerin. Der Gründer und Gesellschafter der Hamburger Beraterfirma Trendbüro glaubt, dass ihr Stern als Werbeikone ohnehin schon lange Zeit am Sinken ist. "Sie hat ihre nationale Popularität eingebüßt", sagte Wippermann. Ihre großen Erfolge wie der "Blubb"-Werbespot lägen viele Jahre zurück, das sei der Höhepunkt ihrer Karriere gewesen. "Seitdem stelle ich eine sinkende Tendenz ihrer Aufmerksamkeit fest. Diese ist aber entscheidend für ihren Marktwert als Werbeträgerin", erklärt Werbeexperte Wippermann.

Dabei habe sie die Krise in der Steueraffäre um ihren Mann und ihre eigene Steuerrazzia eigentlich mit Bravour gemeistert. "Sie hat in schweren Zeiten zu ihrem Mann gestanden und der Welt damit bewiesen, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat", sagt Wippermann. Pooth habe einen Imagewandel vollzogen, den die Leute allerdings bisher nicht goutiert hätten. Als Sexsymbol sei sie interessanter gewesen. Pooth selbst sieht das anders. Gegenüber der "Bild"-Zeitung erklärte sie, renommierte Werbeagenturen hätten ihr bestätigt, ihr Marktwert sei eher noch gestiegen.

Seit einem Jahr wandelt die einstige Werbeikone des deutschen Fernsehens sogar in den Fußstapfen von Uschi Glas, Udo Walz oder Christine Kaufmann und preist ihre Produkte bei einem Teleshopping-Kanal an. Verona Pooth steht einmal im Monat beim Home-Shopping-Sender HSE 24 vor der Kamera, um ihre Kosmetiklinie "So perfect" vorzustellen. Ein Werbevertrag im klassischen Sinne ist dies allerdings nicht. "Wir verkaufen ihre Produkte und Frau Pooth bekommt Sendezeit von uns zur Verfügung gestellt, um diese zu bewerben", sagte Unternehmenssprecherin Alexandra Brune zu stern.de. Offenbar scheint zumindest auf den Homeshopping-Kanälen die Welt für Verona noch in Ordnung zu sein. HSE 24 ist mit den Umsätzen zufrieden. So lange die Kaufresonanz so gut sei wie bisher sei, wolle das Unternehmen an der Zusammenarbeit festhalten, sagt Brune.

Auf lange Sicht glaubt Wippermann, dass die Marke Verona Pooth nur noch auf kleineren Märkten funktionieren wird. "In Nordrhein-Westfalen ist sie nach wie vor sehr beliebt, weil sie dort wohnt", sagt Wippermann. In Hamburg und München sei ihre Bedeutung sehr viel geringer. "Langfristig wird sie das gleiche Schicksal wie Willy Millowitsch erleiden", erklärt der Trendexperte. "Sie wird nur lokal begrenzt ein Star bleiben, ihre Fans mit ihr altern."

Von Jens Maier
 
 
KOMMENTARE (10 von 35)
 
mariakatimbuktu (01.04.2009, 18:05 Uhr)
schnelle kohle für beine breit für bohle
Schnell Kohle machen könnten viele wenn sie bereit wären wie Verona die Beine bei häßlichen Typen wie Bohlen brei zu machen...sind sie aber nicht weil sie anständig sind.
Prostitution hat viele Gesichter und man hat den Eindruck echte Liebe war es nicht was Verona Bohlen erlaubte für ihn alles "zu öffnen".
Verona ist albern...ihr Mann ein Hochstapler und Witzfigut der als Scharlatan geoutet ist...
Verona und ihr Vranjo...geleiches zieht sich eben an...beide können nix ...
Ausgleichende Gerechtigkeit: Verona hat Dieter seinerzeit benutzt...und danach Vranjo die Verona...
PS: Mit Neid hat das nix zu tun...bin auf Frauen stolz das sie für Geld nicht die Beine breit machen...sowas sollte ja wohl selbstverständlich sein...
PS2: die einzigen positiven Kommentare hier kommen 100 % von Verona und ihr Vranjo selbst...sonst mag die eh keiner :)
elevenstar (01.04.2009, 16:11 Uhr)
Contraproduktiv
Ich habe ganz bewusst jenes Produkt gemieden, für das V. Pooth Werbung gemacht hat! Das Produkt kehrte sich für mich vielmehr ins Negative um, weil mir diese Person so was von unsympathisch ist! Das gleiche gilt auch für die Schaustellerin V. Ferres!
Benkku (01.04.2009, 15:44 Uhr)
@Vincent_Vega
"Ihre Berühmtheit hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen."
Vincent_Vega (01.04.2009, 13:56 Uhr)
@sportmakler
Geld hin oder her, es gab eine Zeit, da war Verona P. eine Berühmtheit. Ob sie sich anstrengen musste um so "blöd" rüber zu kommen oder nicht, lasse ich mal dahingestellt.
Was positive Leistungen betrifft, müsste man -so ich Dich richtig verstanden habe- hingehen und den Bankern, die die Finanzmisere verbrochen haben und dabei trotzdem ihren Reibach machten, absprechen eine Karriere gemacht zu haben.
Nur damit kein falscher Eindruck entsteht: mir wäre es persönlich auch lieber gewesen, Verona P. hätte mit einer Wissenschaftssendung oder der Erfindung eines Mittels gegen Krebs oder HIV Karriere gemacht. Aber ich glaube auch, dass sie nicht so dumm sein kann, wie sie in ihren Hochzeiten getan hat, denn ein NUR dummes und (einigermaßen) hübsches Weibchen wäre von den Produzenten kurz verlustiert und dann vergessen worden. Ergo muss sie noch einiges in petto haben, sonst hätte sie sich nicht annähernd solange halten können, wie sie es getan hat.
StefanAzazel (01.04.2009, 13:55 Uhr)
@ tom3, da liegen Sie etwas falsch ...
dann brauchst Du aber nicht der bösen, bösen Medienwelt die Schuld geben, sondern einfach der mangelnden Nachfrage hochwertiger Information durch den Leser. Und dann schließt sich der Kreis. Und falls Du Dich intellektuell über diesen Kreis erheben willst, dann blick mal nach links und rechts in die Nachbarländer und sag mir, wo es denn besser läuft?
Es ist nun mal so, dass ein gewisser, nicht zu kleiner Kreis der Gesellschaft absichtlich dumm gehalten werden muss, um ordentlich seine Arbeit zu erledigen und nicht aufzumüpfen. Die werden dann mit Veronas und Dieters gefüttert. Ich schreib das nicht als verkappter linker sondern als Anhänger der sozialen Marktwirtschaft. Anders funktioniert es nun mal nicht.
Und eines: vermutlich gehörst Du und ich nur zur erweiterten Gruppe, die durch Pseudo intellektuelle Medien wie Spiegel und Stern genau so blöd gehalten werden. Im Prinzip ist es doch völlig schiessegal, ob nun Verona oder ein Ulrich Wickert / Anne Will einen Werbespot drehen. Im Gegenteil, ich finde, dass diese Menschen in den Positionen, in denen sie etwas bewegen könnten noch mehr versagen.
Vincent_Vega (01.04.2009, 13:47 Uhr)
@tom3
Ja es stimmt, ich habe nur Ihre Antwort auf meinen ersten Beitrag gelesen und den Verstand ich so dass Sie es missbilligen, wie Verona P. ihr Geld verdient (hat). Es stimmt zugegeben auch nachdenklich, dass Verona P. es mit so "mageren" Vorraussetzungen und Leistungen -also mit dem Image eines hübsch-strohdummen Weibchens- geschafft hat, aber es ist letzlich unsere Gesellschaft, die dies bewirkt.
Mir wäre auch lieber, dass beispielsweise aufopfernde Krankenschwestern mehr geweürdigt würden, sei es finanziell als auch gesellschaftlich - denn sie tun mehr für ihr Geld als manch Einer, der sich im BigBrother-Haus auszieht und mit im Grunde Wildfremden rumhurt.
Das einzig Tröstliche bei Verona P. ist, dass sie mit einem Teil des Geldes, welches sie hier in Deutschland verdient hat, ein SOS-Kinderdorf in Bolivien mit unterstützt hat. Das ist wenigstens eine gute Tat.
Tom3 (01.04.2009, 13:37 Uhr)
Vincent Vega: davon war nie die rede...
...wenn sie meinen ersten Kommentar hier gelesen hätten, dann hätten sie sich ihre jetztige Reaktion eigentlich sparen können, denn dass Frau Pooth moralisch verwerflich gehandelt haben soll, dass hab ich nie behauptet.
Mich stört an Ihrer Argumentation nur, dass sie meinen, mangelnde Bildung und schlechtes Image könne nicht so schlimm sein, wenn man damit genügend Geld verdient hat!
Dem ist, so ist es meine Meinung, ganz klar nicht so!
Mich interssiert schon, wie u. warum u. womit jemand sein Geld verdient hat, was in scheinbar bemerkenswert macht u. was nicht.
Und bei Frau Pooth sehe ich leider nix wo ich sagen kann, ja das hat sie gut gemacht. Die schwam halt immer schön mit im Strom ohne eigene Meinung u. ohne irgendwas kreatives zu leisten, für was soll man diese Frau bewundern??? Wie kann so eine Frau als Vorbild dienen u. in welcher Beziehung???
Was macht diese Frau überhaupt interssant für die Öffentlichkeit???
Ihnen scheint alleine der Umstand auszureichen, dass sie viel Geld verdienen kann u. das mit schlechten Moderatorenleistungen u. ein paar auswendig gelernten Sätzen in Werbespots. Mir reicht das eben nicht u. ich gebe gar nicht Frau Pooth die Schuld an ihrem Zustand, sondern vielmehr der Medienwelt, die uns eben solche Nullen noch als Stars versucht zu verkaufen!
sportartmakler (01.04.2009, 13:20 Uhr)
@vincent
alles richtig was du geschrieben hast, aber karriere lediglich mit geld scheffeln gleichzusetzen hat einen faden beigeschmack. ne karriere hat m e etwas mit positiven leistungen zu tun, und nicht millionen verdienen weil man mit seinen optischen reizen zur richtigen zeit mit den richtigen partnern verhandelte.
Vincent_Vega (01.04.2009, 12:39 Uhr)
@Tom3, Malt
@Tom3: es mag zwar kein gutes Abbild für eine (Werbe-)gesellschaft sein, wenn man mit schlechtem Deutsch und halbwegs gutem Aussehen "..viel Geld ein Mensch innerhalb einer Zeitspanne zusammenraffen kann "
ABER wen dies jemand schafft, ist dies doch nicht moralisch verwerflich oder sonstwie schändlich. Verona P. hat ja niemanden wirklich abgezockt - ausser vielleicht den Dietä, aber hats ja gut vertragen.
@malt: mag sein, dass Küblböck inzwischen guten Jazz macht; sonst hört man aber nichts von ihm und seine erste Karriere basierte ja nur auch auf seiner merkwürdigen Persönlichkeit.
Aber man kann den Küblböcks und den Verona (Ex-)Feldbuschs keinen Vorwurf machen, wenn sie mit ihrer exaltierten Art Geld machen, denn es ist ja die Kombination aus Marketing und Gesellschaft, die solche Figuren schafft und konsumiert.
DasBertl (01.04.2009, 12:37 Uhr)
Also bitte...
Frau Pooth mit Willy Millowitsch zu vergleichen, das geht ja mal überhaupt nicht. Willy Millowitsch hatte noch etwas zu bieten, das einzige was Frau Pooth konnte, war ihre weiblichen Attribute (die meiner Meinung nach sowieso Überschätzt wurden) in jede Kamera zu halten und einem mit ihrer Piepsstimme die Ohren wegzuätzen.
Und so eingeschränkt Lokal beliebt wie behauptet wird, war Willy Millowitsch gar nicht. Z.B. hier in München und auch in Berlin war er ebenfalls sehr beliebt und das nenne ich doch mal Entfernung zum Wohnort.
Bitte das nächste Mal keine glänzenden Äpfel mit faulen Birnen vergleichen...
MEHR ZUM ARTIKEL
Alain Midzic Veronas graue Eminenz

Sie waren einst ein Paar, bis heute ist er ihr enger Vertrauter und ein Freund der Familie: Alain Midzic, Manager von Verona Pooth, steht jetzt ebenfalls im Verdacht der Steuerhinterziehung. Wer ist der Manager, der Verona einst bekannt gemacht hat? mehr...

Verona und Franjo Pooth Glamour-Paar in der Dauerkrise

Das Leben in Saus und Braus hat für Verona und Franjo Pooth vorerst ein Ende. Er ist vorbestraft und muss 100.000 Euro Strafe zahlen. Sie wird gemeinsam mit ihrem Manager Alain Midzic der Steuerhinterziehung verdächtigt. Ist die Karriere der einstigen Werbeikone damit beendet? mehr...

Verona Pooth Kaffeetrinken mit den Steuerfahndern

In einem Zeitungsinterview hat sich Verona Pooth jetzt zu den Vorwürfen der Steuerhinterziehung geäußert. Sie beteuert weiterhin ihre Unschuld und schildert, wie die Razzia in ihren Privaträumen ablief. mehr...

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft