Michelles Pony-Patzer

18. Juni 2013, 13:30 Uhr

Die Obamas sind in Europa und die Arbeitsverteilung ist klar: Barack kümmert sich um Steuertrickser, Syrien und transatlantische Beziehungen. Michelle repräsentiert - und leistete sich einen Fauxpas.

Michelle Obama, Pony, bangsfail, Belfast, G8, Irland

Wirkt bei ihrem Auftritt in Belfast selbst nicht sehr glücklich: Michelle Obama und der Pony, der für Diskussion sorgte©

Wie konnte das nur passieren? Ihr Haar hat die Fassung verloren. Nur für einige wenige Augenblicke, aber bei einer Stilikone wie Michelle Obama hat selbst ein verrutschter Pony gravierende Folgen. Stilsicher und galant absolviert die Präsidentengattin ihre Auftritte, erhält für ärmellose Roben, flotte Kleidchen und neue Frisuren viel Applaus. Normalerweise.

Michelle Obama und die "Fringegate"

Am Montag in Belfast hingen bei ihrer Rede auf dem G8-Gipfel ein paar Strähnen zu freizügig über der Stirn. Während sie vor 2000 Schülern und Studenten über die Zukunft Nordirlands sprach, folgten die Kommentare im Kurznachrichtendienst Twitter. Viel Lob für den Inhalt der Rede, harsche Kritik für die Haare. Ihr 70er-Jahre-Look ähnle der Schauspielerin Farrah Fawcett ("Drei Engel für Charlie") verglich die "Daily Mail", aber die Frisur müsse Michelle besser in den Griff bekommen. Die Zeitung rief umgehend eine "Fringegate" aus. Der Ruf nach Haarspangen oder einer neuen Frisur wurden mit dem Hashtag #bangsfail versehen. Die schiefen Ponyfransen lenkten viele Zuhörer von den inhaltlichen Aspekten der Rede ab, wie diese Tweets zeigen:

Man kann es natürlich auf das Wetter schieben ...

Den Pony im Blick

Seitdem die First Lady sich zu ihrem 49. Geburtstag im Februar einen Pony gönnte, steht ihr Haupthaar unter strengerer Beobachtung als die außenpolitischen Reden ihres Gatten. Michelle Obama bezeichnete ihren Pony herrlich selbstironisch als Ausdruck ihrer Midlife-Crisis. Nachdem sie sich offenkundig wieder für längeres Haar entschieden hat, wird jede Scheitelbewegung kommentiert.

Michelle Obama, Pony, bangsfail, Belfast, G8, Irland

Zusammen mit Sasha (m.) und Malia besuchte Michelle Obama das Trinity College in Dublin. Auch hier hing der Pony noch tief in der Stirn.©

Nach ihrem verrutschten Auftritt im Belfaster Kongresszentrum kümmerte sich Michelle um die kulturelle Bildung ihrer Töchter. Sasha und Malia begaben sich im irischen Dublin in die Bibliothek des Trinity College und sahen dort in den Archiven Dokumente über ihre irischen Vorfahren ein. Einer von Barack Obamas Ur-Ur-Ur-Großvätern stammt aus dem Dörfchen Moneygall. Auch die Ahnen von Michelle sollen zum Teil aus Irland stammen, offiziell bestätigt ist das jedoch bisher nicht.

Michelle Obama, Pony, bangsfail, Belfast, G8, Irland

Vor der "Riverdance" Aufführung durfte Michelle Obama erneut ans Rednerpult und siehe da - die Frisur sitzt.©

Am Abend war das Fransen-Desaster gelöst. Als Michelle im Gaiety Theatre die Tanzshow "Riverdance" besuchte, saß die Fönfrisur wieder perfekt.

Eine haarige Krise wurde im letzten Moment abgewendet, dann darf sich die Obama-Reisegesellschaft auf ihrem Weg nach Berlin wieder mit inhaltlichen Dingen auseinandersetzen. In Berlin wird sich Michelle das Holocaust-Mahnmal und die Gedenkstätte Berliner Mauer anschauen - zeitweise begleitet von Merkls Mann Joachim Sauer. Bei ihm wird es auf keinen Fall zu haarigen Zwischenfällen kommen. Es gibt sicherlich auch Wichtigeres zu besprechen.

Zum Thema
Lifestyle
Extras und Ratgeber
Land, Leute und Genuss: Die stern-Weinschule Bordeaux Land, Leute und Genuss Die stern-Weinschule Bordeaux
Extra: Erfolgsmenschen - Wie man erfolgreich wird Extra Erfolgsmenschen - Wie man erfolgreich wird
Essen und Trinken in Australien: Die besten Tipps für 24 Stunden in Sydney Essen und Trinken in Australien Die besten Tipps für 24 Stunden in Sydney
Wissenstests Wissenstests Wie gut kennen Sie sich aus mit Promis und Royals? Stellen Sie Ihr Wissen auf die Probe! Zu den Wissenstests