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18. September 2005, 11:59 Uhr

"Bierleichen" sollen den Arzt selbst bezahlen

Die Bierleichen müssen auf dem Oktoberfest gleich dutzendweise behandelt werden. Zahlen muss die Krankenkasse - noch!

Feucht-fröhlich ging es bereits am ersten Tag auf der Wiesn zu© Diether Endlicher / AP

Anlässlich des Oktoberfestes hat der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gefordert, dass so genannte Bierleichen die Kosten für ihre Behandlung selbst zahlen. Lauterbach sagte der "Bild am Sonntag", wenn jemand mit einem vorsätzlichen Vollrausch sich und andere in Gefahr bringe, sei es unverständlich, dass die medizinischen Kosten automatisch von der Krankenkasse bezahlt werden müssten. "Wenn klar wäre, dass ein Volltrunkener für die Kosten, etwa für Transport im Notarztwagen, selbst aufkommen muss, hätte das gerade auf junge Menschen abschreckende Wirkung", wurde Lauterbach zitiert, der auch SPD-Bundestagskandidat ist.

Kosten bis zu 100 Millionen Euro

Dem Bericht zufolge müssen allein auf dem Münchner Oktoberfest jährlich rund 500 Betrunkene wegen Vollrausches vom Notarzt behandelt werden. Bundesweit entstehen demnach den Krankenkassen durch Alkoholvergiftung jährliche Kosten bis zu 100 Millionen Euro.

Größtes Volksfest der Welt

Das größte Volksfest der Welt wurde am Samstag eröffnet und lockt jährlich mehre Millionen Besucher. Bis zum 3. Oktober werden mehr als sechs Millionen erwartet. Die Wiesn dauert dieses Jahr einen Tag länger, da der Tag der Deutschen Einheit auf den Montag fällt und zusätzlicher Wiesntag ist.

Die Maß Bier ist mit bis zu 7,25 Euro so teuer wie noch nie. Im vorigen Jahr kostet sie bis zu 7,10 Euro. Trotzdem wird mit einem neuen Absatzrekord an Bier gerechnet.

 
 
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