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19. Oktober 2009, 14:11 Uhr

Polanski wird zurück ins Gefängnis gebracht

Starregisseur Roman Polanski muss weiter mit seiner Auslieferung an die USA rechnen. Eine geplante Operation des 76-Jährigen wurde abgesagt, weil sie nach Ansicht der Ärzte nicht dringend erforderlich ist. Nun wird Polanski bald in den Knast zurückgebracht.

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Seit Jahrzehnten vor der US-Justiz auf der Flucht: Starregisseur Roman Polanski© Jens Kalaene/DPA

Nach seiner Untersuchung in einer Klinik muss Starregisseur Roman Polanski bald in Schweizer Auslieferungshaft zurück. Die Ärzte hätten davon Abstand genommen, Polanski zu operieren, sagte sein Anwalt Georges Kiejman am Montag in Paris. Der Eingriff sei nicht dringend, seine gesundheitlichen Probleme hätten "keine direkten Folgen" für die Auslieferungshaft. Woran Polanski leidet, sagte der Anwalt nicht.

"Die USA haben noch immer keinen Auslieferungsantrag gestellt", erklärte Kiejman. Da sie 40 Tage dafür Zeit hätten, könne das noch dauern. Seit Tagen erwarte man von der Schweizer Justiz eine Entscheidung über eine vorläufige Haftentlassung. Polanski habe dazu sein Schweizer Ferienhaus, das den Großteil seines Vermögens darstelle, als Sicherheit angeboten. Er würde bei einer vorläufigen Haftentlassung bis zur Entscheidung in der Schweiz bleiben.

Anklage wirft Polanski Unzucht mit einer 13-Jährigen vor

Polanski wird von der US-Justiz gesucht, weil er sich vor 32 Jahren in den USA an einer 13-Jährigen vergangen haben soll. Im Gefängnis hat er nach Angaben des mit ihm befreundeten Schriftstellers Robert Harris weiter an seinem jüngsten Film "The Ghost" mit Pierce Brosnan gearbeitet. Der Polit-Thriller soll im Februar als Vorpremiere bei den Berliner Filmfestspielen vorgestellt werden.

Der Regisseur war am 26. September aufgrund eines US-Haftbefehls bei der Einreise in die Schweiz auf dem Flughafen Zürich-Kloten verhaftet worden. Ihm wird vorgeworfen, 1977 in den USA ein 13-jähriges Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Noch vor der Urteilsverkündung war er nach Europa geflohen. In den vergangenen drei Jahrzehnten lebte er in Frankreich. Nun droht ihm doch noch die Auslieferung in die USA.

DPA/AP
 
 
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