25. Mai 2005, 15:47 Uhr

Rap-Mogul geizt bei Unterhalt

HipHop-Star "P. Diddy" weigert sich, monatlich mehr als 21.000 Dollar Unterhalt für seinen 11-jährigen Sohn zu bezahlen. Den "gierigen" Forderungen der Mutter will er nicht nachgeben - und das höchste Berufungsgericht der USA anrufen.

Mit dem vermutlich höchsten Unterhalt für ein Kind will er nicht in der Geschichte des US-Staats New York eingehen: Der "Big Spender" P. Diddy©

Rap-Mogul P. Diddy brüstet sich gerne damit, dass er die größte Yacht und die größten Häuser besitzt und die teuersten Partys gibt. Den vermutlich höchsten Unterhalt für ein Kind in der Geschichte des US-Staats New York will der "Big Spender" aber nicht zahlen und das höchste Berufungsgericht anrufen. Im vergangenen Monat war er in zweiter Instanz verurteilt worden, für seinen elfjährigen Sohn Justin monatlich 21.782 Dollar (17.264 Euro) zu zahlen. Bisher überwies er seiner Exfreundin Misa Hylton-Brym 5.112 Dollar monatlich.

Es gehe ums Prinzip

"Es geht nicht ums Geld. Es ist mir egal, wie viel Geld ich habe", erklärte P. Diddy am Dienstag. Vielmehr gehe es ums Prinzip. Das Berufungsgericht des New Yorker Obergerichts hatte in seiner Entscheidung nicht berücksichtigt, dass P. Diddy mit Hylton-Brym vor Jahren die Zahlungen für seinen Sohn vertraglich fixiert hatte. "Das Gesetz könnte sagen, dass Verträge null und nichtig sind. Ich glaube nicht, dass sie das mit jemand anderem machen würden", sagte P. Diddy. Der Hip-Hop-Star zahlt nach eigenen Angaben bisher neben den rund 5.000 Dollar für Justin die Krankenversicherung, Schulgebühren, Ferien, Kleidung und andere Sachen - insgesamt 120.000 Dollar im Jahr.

Versuch, "Erwachsenenunterhalt" zu bekommen

Im vergangenen Jahr klagte Hylton-Brym, eine Modestylistin für Prominente, auf 35.000 Dollar Unterhalt. Zur gleichen Zeit beantragte sie die Scheidung vom Vater ihrer anderen Kinder. P. Diddy bezeichnete ihr Vorgehen als Versuch, "Erwachsenen-Unterhalt" zu bekommen.

P. Diddy verweist auch darauf, dass der Milliardär Ron Perelman vor einigen Jahren in einem Unterhaltsstreit zur Zahlung von 12.000 Dollar verurteilt worden sei. Dass es bei ihm nun fast das Doppelte sein solle, sei unverhältnismäßig. "Ich sorge vollständigst für mein Kind, und das sollte auch berücksichtigt werden", sagte er.

Hylton-Brims Anwalt Brett Kimmel sagte, Gerichte hätten bisher klar entschieden, dass 5.112 Dollar Unterhalt für ein Kind P. Diddys zu wenig seien. Niemand habe ihm vorgeworfen, ein schlechter Vater zu sein. Für sein zweites Kind, Christian, zahlt P. Diddy seiner Exfreundin Kim Porter nach eigenen Angaben 12.000 Dollar im Monat. "Davon bezahlt sie aber alles", betonte er. Hylton-Brim warf er vor, den hohen Unterhalt aus "Gier" eingeklagt zu haben. "Ich habe ihr vergeben, aber ich werde in der Sache nicht nachgeben."

AP
 
 
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Unterhalt "P. Diddy" muss mehr zahlen

HipHop-Star Sean "P. Diddy" Combs muss mehr als 21.000 Dollar (17.000 Euro) Unterhalt pro Monat für seinen elfjährigen Sohn zahlen. Dazu verdonnerte ihn am Donnerstag ein Berufungsgericht in New York. Seine Exfreundin Misa Hylton-Brin wollte 35.000 Dollar für den gemeinsamen Sohn haben. Derzeit zahlt Combs 5000 Dollar für den Jungen. Der Richter entschied zudem, dass der Sänger die Gerichtskosten übernehmen muss. Ein Sprecher von Combs kündigte Berufung an. Der 35-jährige Popstar muss auch für seinen zweiten Sohn, den er mit einer anderen Frau hat, Unterhalt zahlen.

Unterhalt P. Diddy findet 35.000 Dollar zu viel

Sean Combs, besser bekannt als Rapper P. Diddy, will keine 35.000 Dollar Unterhalt für sein erstes Kind bezahlen. Es sei lächerlich, zu denken, einem seiner Kinder würde irgendetwas fehlen, sagte der Musiker jetzt. Ein Gericht hatte Combs auf Betreiben seiner Ex-Freundin Misa Hylton-Brim im August dazu verurteilt, den Unterhalt für seinen zehn Jahre alten Sohn Justin von 5000 auf 35.000 Dollar aufzustocken. Dagegen hat der Rapper Widerspruch eingelegt. "Mein Sohn geht auf die besten Schulen, er hat rund um die Uhr Betreuung", sagte er. Außerdem zahle er die Krankenversicherung, Kleidung und alles andere, was sein Kind wolle. Combs mutmaßte, dass es nicht um den Unterhalt des Kindes, sondern den Mutter gehe.

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