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18. Juli 2008, 12:28 Uhr

Verona jetzt doch in Affäre verwickelt?

Verona Pooth hatte immer betont, sie habe mit der in Konkurs gegangenen Firma "Maxfield" ihres Mannes Franjo nichts zu tun gehabt. Doch jetzt sieht es so aus, als könnte sie doch in die Steuerhinterziehung ihres Ehemannes verwickelt sein.

Verona und ihr Ehemann Franjo Pooth© Sören Stache/DPA

Gegen Verona Pooth soll angeblich ein Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung laufen. Behördenkreise bestätigten Informationen der "Bild"-Zeitung. Das Management des TV-Stars kündigte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen an.

Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, soll die 40-Jährige sich private und eigene geschäftliche Ausgaben von Maxfield, der Firma ihres Mannes, bezahlt haben lassen, ohne das als geldwerten Vorteil zu versteuern. So sollen Reisen, Anschaffungen sowie die Dienste ihres Chauffeurs und Leibwächters von Maxfield bezahlt worden sein. Auf entsprechende Hinweise seien die Fahnder bei der Durchsuchung der Pooth-Villa gestoßen, heißt es in dem Bericht. Der Insolvenzverwalter von Maxfield fordere deswegen 36.000 Euro von Verona Pooth.

Die einstige "Miss Deutschland" hatte stets beteuert, mit den geschäftlichen Aktivitäten ihres Mannes nichts zu tun zu haben. Ehemalige Maxfield-Mitarbeiter hatten dagegen schon früher behauptet, private Ausgaben der Pooths seien von Maxfield bezahlt worden.

"Wir können das weder bestätigen noch dementieren", sagte eine Sprecherin der Oberfinanzdirektion Rheinland in Köln mit Hinweis auf das Steuergeheimnis. Um Auskünfte über private Steuersachen zu geben, "müsste uns derjenige vom Steuergeheimnis befreien". Bereits vor Wochen war bekanntgeworden, dass Franjo Pooth beim Finanzamt Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet hat.

"Wir haben kein Ermittlungsverfahren gegen Verona Pooth", sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft. Die Steuerfahndung kann allerdings auch ohne Beteiligung der Staatsanwaltschaft ermitteln und Strafbefehle erlassen. Erst wenn es um Fälle besonderen Ausmaßes oder um Untersuchungshaft geht, muss die Staatsanwaltschaft einbezogen werden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
seelenflieger (18.07.2008, 23:27 Uhr)
Eigentlich Schade ...
... aber damit dürfte die "Karriere" von Frau Pooth beendet sein. Wie das deutsche Publikum mit Steuersünder-Moderatorinnen umgeht, wissen wir spätestens seit dem Fall Schreinemakers in den 90iger Jahren. Und ein Unternehmen wird es sich auch zweimal überlegen, ob Frau Pooth wirklich die richtige Werbeikone für ihr Produkt ist. So ein Schuss kann nämlich sehr schnell nach hinten losgehen. Einzige Möglichkeit, um weiterhin im Rampenlicht zu bleiben: Neue Skandale oder Enthüllungen. Ob das aber auf Dauer das Gelbe vom Ei ist?
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