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Es gibt kein Leben nach dem Porno

Pornostar Bree Olson warnt junge Mädchen davor, einen Porno zu drehen. Nicht wegen des Films, aber die Gesellschaft würde ihnen danach das Leben zur Hölle machen. Sie werde wie eine Aussätzige behandelt.

  Bree Olson blickt auf ein zerstörtes Leben.

Bree Olson blickt auf ein zerstörtes Leben.

Bree Olson zählte zu den Superstars im Pornogeschäft. Jeden Monat soll sie zwischen 30.000 und 60.000 Dollar verdient haben, außerdem lebte sie als eine der Göttinnen mit Hollywoodstar Charly Sheen zusammen. Damals lief ihr Leben ausgezeichnet, aber als Olson die Porno-Branche verlassen hatte und ein normales Leben führen wollte, ging alles schief. 

Ihre traurigen Erfahrungen teilt Olson nun in einem Video-Interview der Reihe "Real Women, real Stories". Ihre Botschaft. Es gibt kein Leben nach dem Porno. Immer würden Leute sie auf der Straße erkennen und sie beschimpfen, sagt Olson. "Wenn ich vor die Tür gehe, ist es, als stünde 'Schlampe' quer auf meiner Stirn." Sie fühle sich, als sei ihr Körper in ein langes Band eingewickelt, auf dem all die Schimpfworte stehen. Die Leute außerhalb des Porno-Kosmos akzeptieren sie wegen ihrer Vergangenheit nicht.

  Im Interview bricht Olson in Tränen aus.

Im Interview bricht Olson in Tränen aus.

"Das ist so schlimm. Es gibt Tage in der Woche, da verlasse ich nicht das Haus, weil ich es nicht ertrage, der Welt draußen zu begegnen." Sie sei so enttäuscht, wenn sie jemand kennenlerne und auf einmal wolle die Person nichts mehr mit ihr zu tun haben. "Ich werde behandelt, wie ein Kinderschänder. Sie behandeln mich nicht, als wäre ich ein ehemaliger Sex-Worker. Sie tun so, als würde ich ihre Kinder beschmutzen." Hinter ihrem Rücken werde getuschelt, intrigiert.

"Ich wünschte mir, die Leute würden mich behandeln, wie eine verheiratete Krankenschwester mit Kindern in Indiana. Oh Gott, das wünsche ich mir so sehr", sagte Olson mit tränenerstickter Stimme. "Dann wäre ich so glücklich. Aber so gut werden sie mich niemals behandeln."

Sie könne wieder zum Porno zurückkehren und würde immer noch etwa 20.000 Dollar die Woche verdienen. Aber sie könne es nicht mehr tun, denn sie wolle ihre Fotos nicht mehr im Internet sehen. Die Pornos zu drehen sei nicht schlimm gewesen, es sei auch nicht schlimm, seine Sexualität offen auszuleben. "Aber so offen du auch dazu stehst - die anderen sind nicht offen." 


"An Pornos ist nichts falsch, aber die Leute werden dich für den Rest deines Lebens wie Müll behandeln. Das ist es nicht wert." Firmen wollen keine ehemaligen Sex-Worker einstellen. Man könne niemals mehr mit Kindern arbeiten, nicht im Gesundheitswesen beschäftigt sein, darüber würde ein Teenager-Mädchen nicht nachdenken, wenn sie ihren ersten Porno drehe.

"Ich habe nur eine Botschaft: Junge Mädchen macht keinen Porno."


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