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Der Rettungsflieger von Wales

Er ist der Held einer neuen TV-Serie: Die BBC hat Prinz William bei seinen Einsätzen als Hubschrauberpilot begleitet. In der ersten Folge rettet William einen Jungen - und gibt sich bescheiden.

  Die Rettungsflieger: William Wales (2.v.r.) und sein Team vor

Die Rettungsflieger: William Wales (2.v.r.) und sein Team vor

Dramatischer könnte die erste Folge nicht starten: In der neuen Staffel der BBC-Serie "Helicopter Rescue" rettet ein Hubschrauberpilot einen kleinen Jungen, der von einer Eisenbahnbrücke in eine Grube gestürzt ist. Ein schwieriger Einsatz für die Retter, doch am Ende gibt es ein Happy End. Für den Jungen und den neuen Star der Serie: Prinz William.

Die Nummer drei der britischen Thronfolge ist der Hauptakteur im ersten Teil der britischen Dokuserie. Als Pilot eines Rettungshubschraubers der Royal Air Force lässt sich William von einem Kamerateam bei der Arbeit beobachten und gibt Einblicke in den Alltag eines Rettungspiloten. Die neue Staffel wird ab 8. April im britischen Fernsehen ausgestrahlt. Vorab hat die BBC einen Ausschnitt der ersten Folge veröffentlich, in der auch der junge Prinz zu Wort kommt.

William: Es gibt kein besseres Gefühl, als ein Leben zu retten

Und der gibt sich als echter Rettungsprofi: "Es ist von Natur aus schwierig und gefährlich, einen Mann an ein sehr dünnes Seil unter einen Neun-Tonnen-Helikopter zu hängen, der selbst anfällig für Turbulenzen ist", analysiert William den Rettungseinsatz. Trotz dieses Drucks und obwohl er und sein Team häufig unter extremen Bedingungen arbeiteten, gebe es kein besseres Gefühl, als wenn man etwas Gutes getan und ein Leben gerettet habe, sagt der 30-Jährige, der beim Militär nur "William Wales" heißt. "Es gibt keine höhere Berufung im Leben. (...) Das Gesicht zu sehen, eines Sohnes oder einer Tochter, wenn man ihre Mutter oder Vater gerettet hat - das ist gewaltig", erklärte er der BBC.

William ist seit 2009 auf der Insel Anglesey im Nordwesten Wales als Rettungshubschrauberpilot stationiert. Im Herbst sollte der Einsatz enden. Wie am Mittwoch in britischen Medien spekuliert wurde, könnte er aber schon früher seinen Job verlieren. Die Royal Air Force muss sparen und verkauft den Rettungsdienst an ein privates Unternehmen. Außerdem kommt im Sommer Williams erstes Kind zur Welt, weswegen er mutmaßlich bald seinen Lebensmittelpunkt nach London verlegen wird.

William bleibt bescheiden

Obwohl er in britischen Medien als Held für seinen Rettungseinsatz gefeiert wird, gibt sich William bescheiden. Er habe sein Einverständnis für die Dokumentation nur gegeben, weil auch seine Kollegen in der TV-Serie zu Wort kommen würden, ließ er über einen Sprecher ausrichten. Er sei Teil des Teams und das Team als Ganzes steht im Zentrum der Serie. Sein kleiner Bruder Prinz Harry, der Jet-Pilot bei der Air Force ist, hat bei einem Interview 2009 hingegen frech behauptet: "Ich kann besser fliegen als er." Darauf reagierte William allerdings nur mit einem Lachen.

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