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5. Juni 2006, 14:21 Uhr

Das Ende der Verschwörungstheorien

Neun Jahre nach ihrem spektakulären Unfalltod widerlegen neue Erkenntnisse im Fall Diana die oft kolportierte Mord-Theorie. Außerdem war die Ex-Frau von Prinz Charles damals weder schwanger, noch heimlich verlobt.

Fasziniert die Welt auch noch lange über ihren Tod hinaus: Princessin Diana© Stringer/Reuters

Neue Erkenntnisse der britischen Ermittler zum Tod von Prinzessin Diana widerlegen nach Zeitungsangaben immer noch kursierende Mord-Theorien. Diana sei keineswegs schwanger gewesen, wie es der Vater ihres damaligen Liebhabers, Dodi Al Fayed, behauptete, berichteten "Daily Mail" und "News of the World" am Pfingstwochenende.

Mord-Theorie nicht haltbar

Entsprechende Informationen und Aussagen lägen dem Leiter der offiziellen britischen Untersuchung, Lord John Stevens, vor. Eine angebliche Schwangerschaft von Prinzessin Diana, der früheren Frau des britischen Thronfolgers Prinz Charles, steht im Zentrum unbestätigter Verschwörungstheorien und wiederholter Mordvorwürfe.

Sie wurden vor allem von Dodis Vater, dem Warenhaus- und Hotelmillionär Mohammed Al Fayed, gegen die königliche Familie und den britischen Geheimdienst erhoben. Laut "Daily Mail" wirft Al Fayed konkret Prinz Philip, dem bald 85-jährigen Ehemann von Königin Elizabeth II., vor, den Geheimdienst MI6 zur Ermordung Dianas veranlasst zu haben.

Prinz Philip ist schuldlos

Das Königshaus habe laut Al Fayed nicht hinnehmen wollen, dass die Ex-Frau des künftigen Monarchen ein Kind von Dodi Al Fayed haben und den reichen Muslimen heiraten würde. Nach Angaben von "News of the World" unter Berufung auf britische Ermittlerkreise sollen sich nun Gerüchte über eine Verlobung von Diana und Dodi kurz vor ihrem Ufalltod endgültig als falsch erwiesen haben. Der französische Juwelier Alberto Repossi habe frühere Angaben zurückgezogen, wonach Dodi bei ihm einen Verlobungsring für Diana gekauft habe.

Nach Angaben der "Daily Mail" hat inzwischen eine damalige enge Freundin Dianas bei einer Vernehmung durch Ermittler Lord Stevens ausgesagt, die Prinzessin habe bei einer Begegnung mit ihr am 20. August 1997 ihre Regelblutung bekommen. Es sei daher biologisch ausgeschlossen, dass sie zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls rund zehn Tage später in Paris schwanger war. Über die Aussage berichtete der Ehemann der Diana-Freundin, der Journalist Dominic Lawson.

Definitiv keine Schwangerschaft

Danach soll Lord Stevens seit längerem ein Bericht des britischen Pathologen Robert Chapman vorliegen, der die Leiche Dianas untersucht und erklärt habe, sie sei nicht schwanger gewesen. In dem Wrack des Unfallwagens, den die französischen Behörden dem Team von Lord Stevens übergaben, seien zudem Blutspuren der Insassen gesichert worden. Sie seien auf eventuelle Beweise für eine Schwangerschaft untersucht worden. Laut "News of the World" ergaben forensische Untersuchungen des Hormonspiegels in Dianas Blut, dass sie nicht schwanger war.

Princess Diana und ihr damaliger Partner Dodi al Fayed kamen 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben© AFP

Chefermittler Stevens hatte kürzlich mit der Bemerkung für Schlagzeilen gesorgt, ihm lägen inzwischen neue Erkenntnisse vor. "Wir haben neue Zeugenaussagen und neue gerichtsmedizinische Beweise", erklärte er bei einer Buchmesse. Lord Stevens hatte zuvor mehrfach erklärt, sein Team werde sämtlichen Verschwörungstheorien äußerst sorgfältig nachgehen.

Abschlussbericht kommt im August

Der Abschlussbericht der britischen Untersuchung wird im August erwartet. 1999 waren die französischen Behörden zu dem Schluss gekommen, der Tod Dianas und ihres Liebhabers sei Folge eines Unfalls, den der französische Chauffeur Henri Paul unter Alkoholeinfluss durch zu schnelles Fahren verursacht habe.

DPA
 
 
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