Stilles Gedenken ohne jede offizielle Feier hat den fünften Todestag von Prinzessin Diana bestimmt. An die Massentrauer vor fünf Jahren erinnerte nur noch wenig.
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Um Diana ist es inzwischen ruhiger geworden© dpa
Stilles Gedenken ohne jede offizielle Feier hat den fünften Todestag von Prinzessin Diana bestimmt. Vor ihrer Londoner Residenz, dem Kensington-Palast, und an dem Pariser Straßentunnel, wo sie am 31. August 1997 tödlich verunglückt war, wurden am Samstag Blumen niedergelegt. Auch vor dem Gut Althorp mit ihrer Grabstätte lagen Blumengebinde. An die Massentrauer vor fünf Jahren erinnerte aber nur noch wenig.
Am Zaun des Kensington-Palastes hingen Fotos von Diana, zusammen mit Ballons und britischen Fähnchen. Einige Fans hielten eine 24- stündige Wache. Der Priester Frank Gelli, der Diana gekannt hatte, betete mit einer kleinen Gruppe von Verehrern. »Ich hoffe, unsere Anwesenheit hier sendet eine kleine Botschaft an diejenigen, die es wohl am Liebsten hätten, wenn Diana vergessen würde«, sagte er unter dem Applaus der Anwesenden.
Gemeint war das britische Königshaus. Nach einer Umfrage im Auftrag der Sonntagszeitung »The People« glauben drei von vier Briten, dass die Königsfamilie Diana bewusst nicht mehr erwähnt. Ein ebenso großer Teil der Bevölkerung wünscht sich demnach schnell ein angemessenes Denkmal. Für die Mehrheit der Briten ist Diana noch immer »die Prinzessin des Volkes«.
Die Königsfamilie äußerte sich am Wochenende nicht. Sie werde der Prinzessin »ganz persönlich gedenken«, sagte ein Sprecher des Buckingham-Palastes. Königin Elizabeth II. (76), ihr Ehemann Prinz Philip (81) und der Thronfolger Prinz Charles (53) besuchten am Sonntag in ihrem schottischem Urlaubsort Balmoral einen Gottesdienst, bei dem der Priester Diana erwähnte. Dianas jüngerer Sohn Prinz Harry, der in diesem Monat volljährig wird, wollte nach Informationen der »Sunday Times« ihr Grab auf dem Anwesen der Spencer-Familie besuchen. Prinz William (20) flog nach Afrika, um dort Urlaub zu machen.