. .
Leute - Stars und Promis
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
20. Oktober 2009, 15:54 Uhr

Gericht lehnt Haftentlassung ab

Im Kampf gegen seine Auslieferung an die USA hat Roman Polanski einen weiteren Rückschlag erlitten. Der Filmregisseur bleibt in der Schweiz in Haft. Das Bundesstrafgericht in Bellinzona lehnte die Beschwerde des 76-Jährigen ab und verwies auf eine große Fluchtgefahr.

Roman Polanski, Samantha Geimer, haft, Gailey, Schweiz, Vergewaltigung

Seit Jahrzehnten vor der US-Justiz auf der Flucht: Starregisseur Roman Polanski© Gerard Julien/AFP

Eine Entlassung des Starregisseurs Roman Polanski aus Schweizer Auslieferungshaft kommt wegen erheblicher Fluchtgefahr nicht infrage. Das teilte das Bundesstrafgericht in Bellinzona mit. Eine Haftbeschwerde wurde abgewiesen. Der 76-Jährige war Ende September in Zürich verhaftet worden. Er soll wegen eines 32 Jahre zurückliegenden Sexualdeliktes an die USA ausgeliefert werden. Gegen die Entscheidung des Strafgerichts kann Polanski jetzt vor dem Bundesgericht der Schweiz, der höchsten Instanz, Beschwerde einlegen. Nach Medienberichten will er das tun.

Auch die Bereitstellung einer Kaution, wie sie Polanski angeboten hatte, lehnte das Bundesstrafgericht zunächst ab. Es schloss aber nicht aus, dass bei einer Nachbesserung des Angebotes und der Bereitschaft zum Tragen einer elektronischen Fußfessel, die eine ständige Überwachung des Regisseurs zuließe, später doch noch diese Möglichkeit der Haftverschonung bestehen könnte. Polanski hatte angeboten, einen Hausarrest in seiner Wohnung im Prominentenort Gstaad zu akzeptieren und bis zur Entscheidung über seinen Einspruch gegen die Auslieferung auch einzuhalten.

Die Richter in Bellinzona verwiesen darauf, dass die Inhaftierung eines Beschuldigten im Auslieferungsverfahren die Regel sei. Das Gericht stufte die Fluchtgefahr im Fall von Polanski als hoch ein. Er habe sich bereits 1978 durch seine Ausreise nach Europa dem amerikanischen Strafverfahren entzogen. Von der Schweiz aus sei ein Grenzübertritt innerhalb weniger Stunden möglich.

Auch die derzeitige Motivation zu einer Flucht sei groß, stellte das Gericht fest. Die theoretisch mögliche Freiheitsstrafe in Amerika betrage 50 Jahre. Eine Auslieferung würde für Polanski eine Trennung von seiner Frau und seinen beiden minderjährigen Kindern zur Folge haben. Zudem müsste er seine Tätigkeit als Regisseur unterbrechen. Sein Anwalt habe ausgeführt, dass eine länger andauernde Haft den Totalverlust der von Investoren aufgebrachten Mittel von 40 Millionen Dollar bedeuten würde. Polanskis jüngster Film, der Polit-Thriller "The Ghost" mit Pierce Brosnan, soll im Februar bei den Berliner Filmfestspielen vorgestellt werden. Die französische Zeitung "Le Parisien" berichtete zuletzt, dass Polanski auch in der Haft weiter an seinem Film arbeite und die Montage beenden wolle.

DPA
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Polanski-Opfer Samantha Gailey Das gefangene Mädchen

Oscar-Regisseur Roman Polanski erhitzt weiter die Gemüter. Sein Vergewaltigungsopfer habe ihm verziehen, heißt es. Doch so einfach ist das nicht. Porträt einer Frau, die den Schrecken Polanski nicht mehr los wird. mehr...

Kopfwelten Warum Roman Polanski vor Gericht gehört

Der Oscar-Preisträger Polanski hat vor Jahrzehnten eine 13-Jährige vergewaltigt. Die hat ihm vergeben. Doch das kann kein Grund sein, auf einen Prozess zu verzichten. mehr...

Der Fall Polanski "In der Schweiz sind vor dem Gesetz alle gleich"

Mit der Verhaftung von Roman Polanski ist die Schweiz plötzlich in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt. Der Politikwissenschaftler Silvano Moeckli erklärt im Interview mit stern.de, wie das Land von dem Wirbel sogar profitieren könnte. mehr...

Roman Polanski Nur ein bisschen vergewaltigt ...

Roman Polanski ist von einer 32 Jahre zurückliegenden Straftat eingeholt worden. Doch statt eine kritische Auseinandersetzung zu führen, überschlägt sich Hollywood mit Verharmlosungen. mehr...

Verwandte Fragen

Sie kennen die Antwort? Beantworten Sie die Frage hier oder senden Sie selber eine Frage

 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft