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20. April 2009, 15:00 Uhr

Vater dementiert angebliche "Verkaufsabsicht"

20 Millionen Rupien, umgerechnet rund 310.000 Euro, soll Rafiq Qureshi für seine neunjährige Tochter Rubina Ali verlangt haben. Laut einem Bericht der britischen Zeitung "News of the World" habe der Vater seine berühmte Tochter verkaufen wollen. Ein schwerer Vorwurf, den Qureshi nun zurückweist.

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Wie eine Trophäe wurde Rubina von ihrer Familie nach dem Oscargewinn durch die Slums von Mumbai getragen© Indranil Mukherjee/AFP

Als Lüge hat Rafiq Qureshi, Vater der durch den oscargekrönten Film "Slumdog Millionaire" berühmt gewordenen Rubina Ali, den Bericht eines britischen Boulevard-Blatts bezeichnet, demzufolge er versucht haben soll, seine neunjährige Tochter zu verkaufen. Berichten indischer Medien zufolge räumte Qureshi aber ein, einen Mann getroffen zu haben, der ihm Geld für seine Tochter angeboten habe. Er habe dieses Angebot jedoch abgelehnt.

Die britische Boulevard-Zeitung "News of the World" hatte berichtet, dass Rubinas Vater 20 Millionen Rupien, umgerechnet 310.000 Euro, für den Kauf seiner Tochter gefordert haben soll. Ein Reporter des Blatts hatte sich bei einem Treffen in einem Hotel in Mumbai als wohlhabender Scheich aus Dubai ausgegeben und Interesse an einer Adoption des Kinderstars bekundet. Der Vater hatte sich zuvor mehrfach darüber beklagt, dass er vom Ruhm seiner Tochter finanziell nicht profitiere.

Die Mutter von Rubina, die von ihrem Mann getrennt lebt, erstattete indischen Medien zufolge Anzeige gegen Qureshi. Sie habe bereits vor zwei Wochen von dessen Absicht erfahren, Rubina zu verkaufen.

Rubina spielt in dem mit acht Oscars ausgezeichneten Film "Slumdog Millionaire" die kleine Latika, in die sich der Held Jamal unsterblich verliebt. Nach ihrer Rückkehr von der Hollywood-Zeremonie hatte der stolze Qureshi seine Tochter auf den Armen durch den Slum getragen. Ende Februar hatte bereits der Vater eines anderen "Slumdog Millionaire"-Darstellers für Negativschlagzeilen gesorgt: Mohammed Ismail hatte seinen zehnjährigen Sohn geohrfeigt, weil dieser ein Interview verweigerte.

jum/AFP
 
 
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