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Depardieu eröffnet Restaurant in neuer Heimat

Kaum ist er in der "Straße der Demokratie" in Saransk angekommen, schmiedet der französische Schauspieler Gérard Depardieu schon Pläne - er will auch in Russland unter die Gastronomen gehen.

  Der französische Schauspieler und Heimat-Flüchtling Gérard Depardieu zeigt seinen russischen Pass

Der französische Schauspieler und Heimat-Flüchtling Gérard Depardieu zeigt seinen russischen Pass

Der in Russland eingebürgerte Schauspieler Gérard Depardieu will auch in seiner neuen Heimat als Gastronom wirken. Geplant sei, dass der Filmstar ("Cyrano de Bérgerac") ein Lokal in Saransk rund 650 Kilometer südöstlich von Moskau eröffne, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung der Agentur Interfax.

Depardieu erhielt in der Hauptstadt der Teilrepublik Mordwinien in einer Zeremonie seine Aufenthaltsgenehmigung. Offiziell wohnt er in der "Straße der Demokratie" in einer Wohnung von Nikolai Borodatschew, dem Chef des staatlichen Filmarchivs. In seinem Geburtsland Frankreich besitzt Depardieu bereits mehrere Restaurants. "Ich sage allen, dass Russland ein offenes Land ist mit großartigen Traditionen und einer reichen Kultur", erzählte Depardieu. "Um sich eine Meinung bilden zu können, muss man hier sein und darf nicht überholte Vorurteile verbreiten."

Der Schauspieler, der im Streit um die geplante Reichensteuer Frankreich den Rücken gekehrt hatte, versprach erneut, Russisch zu lernen. Nun wolle er Land und Leute erst einmal richtig kennenlernen. Medienberichten zufolge wollte Depardieu, der etwa in "Asterix und Obelix" mitspielte, in Mordwinien auch auf Wildschweinjagd gehen.

nw/DPA/DPA

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