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23. August 2007, 12:17 Uhr

Sommerurlaub im Promi-Style

Pamela Anderson auf einer Luxusyacht, Bruce Willis beim Strandspaziergang: Das früher beschauliche Fischerdorf Saint-Tropez ist die Promihochburg des Sommers. Aber nicht allen gefällt der Trubel.

Bruce Willis und Karen McDougal am Strand von Saint-Tropez. Sie sind nicht die einzigen prominenten Gäste© Fernandes Boutria/EPA/DPA

US-Unternehmerin und Ex-Modell Ivana Trump feiert mitten im Sommer mit Kuchen und Champagner in Saint-Tropez ihren Geburtstag nach. Und gibt als Sahnehäubchen für die People-Presse bekannt, ihren italienischen Verlobten Rossano Rubicondi 2008 nun doch ehelichen zu wollen.

Ein paar Tage zuvor hatte der irische U2-Sänger Bono noch die Schlagzeilen beherrscht, weil er bis in die frühen Morgenstunden mit dem ehemaligen dänischen Model Helena Christensen und der charmanten Schauspielerin Penelope Cruz durch die VIP-Bars des Tummelplatzes der Reichen und Schönen an der Côte d'Azur zog. Und immer mit dabei ist im Sommer an der French Riviera der Starschauspieler Jack Nicholson.

Mit der Bardot fing es an

Saint-Tropez und das benachbarte Ramatuelle mit ihren Jetset- Stränden wie Plage de Tahiti und Plage de Pampelonne bleiben auch lange nach den "Gründerzeiten" mit Brigitte Bardot als ansehnliches Aushängeschild der Schickeria Treffpunkte der Promis und Betuchten.

Der einstmals doch eher beschauliche Fischerort mit seiner anmutigen Kirche und dem Häuserspalier in provenzalischen Farben am Hafen wird im Juli und August von nahezu allen angesteuert, die immer genügend Kleingeld dabei haben. Und ausreichend bekannt sind, um ungestört untereinander zu feiern, was das Zeug hält. Bis der Morgen graut.

Stars geben sich die Klinke in die Hand

Man macht also im Sommer zumindest für ein paar Tage Station in Saint-Tropez - und schaut dabei sicherlich in dem Carré VIP genannten Promi-Bereich des Dancefloor-Clubs "Caves du Roy" vorbei. Ob sie nun Bruce Willis oder George Clooney, Rod Stewart, Elton John oder Naomi Campbell heißen, die "Caves" bieten auf engstem Raum begehrten Platz für alle mit Rang und Namen.

Für die südfranzösischen Blätter wie vor allem "Nice-Matin" ist die Tatsache, dass sich Stars und Sternchen die Club-Klinken in die Hand geben, täglich ein gefundenes Fressen: Sonderseiten und Fotoserien führen vor, wie Tom Cruise samt Ehefrau Katie Holmes im VIP-Room Furore macht, der amerikanische Modemann Tommy Hilfiger mit seinen Kindern im beliebten Club 55 am Strand von Pampelonne speist und ebenso wie Giorgio Armani diesen Abstecher nach Saint-Tropez dazu nutzt, seine Firmenboutique dort zu inspizieren.

Azurblaue Autobahn

Doch nicht nur die Fotografen sorgen dafür, dass das Treffen der Crème de la Crème nur nahezu ungestört ist. Weil Freizeitkapitäne in ihren protzigen Booten den azurblauen Golf von Saint-Tropez mit einer Autobahn verwechseln, hagelt es jetzt empfindliche Strafen für zu schnelles Fahren auf dem Mittelmeer. Wer die zulässigen 20 Knoten überschreitet, kann rasch dazu gezwungen werden, 500 oder auch 700 Euro Geldstrafe aus den Badeshorts ziehen zu müssen.

Bei Kontrollen mit mehreren Gendarmerie-Booten und einem Hubschrauber kamen unlängst innerhalb von ein paar Stunden 15 saftige Geldstrafen zusammen, wie die Zeitung "Var-Matin" berichtete. Ein ertappter Amerikaner wurde bis zum Hafen eskortiert, da er Papiere und Geld nicht dabei hatte.

Extratouren mit dem Helikopter

Und dann das leidige Problem mit einigen der insgesamt acht Landeplätze für die Hubschrauber, die Promis nach Saint-Tropez bringen und wieder abholen. Erst kürzlich musste einmal mehr die zuständige Präfektur eingreifen, weil Helikopter weit öfter als vereinbart flogen und die Nachtruhe nicht einhielten. Innerhalb eines Monats wurden fast 1000 Helikopterflüge gezählt, Ende Juli an einem Tag nicht weniger als 108.

Mit Sanktionen will das Département Var jetzt den Luftverkehr einschränken und die Ruhe der Einheimischen damit ein wenig schützen. Doch das sind die einzigen Wolken, die in dieser Zeit über dem von der Sonne verwöhnten Promi-Flecken liegen.

Hanns-Jochen Kaffsack, dpa
 
 
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