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20. Dezember 2008, 08:22 Uhr

"Für mich war es die große Liebe"

Wer hat denn nun wen verlassen? Sie Boris Becker? Oder er sie? Sandy Meyer-Wölden erzählt im stern-Interview von Missverständnissen per SMS und wie sie die Trennung von ihrem Verlobten erlebt hat.

Offenbar weiß sie wieder, wo ihr der Kopf steht: Sandy Meyer-Wölden in Berlin beim Fotoshooting für den stern© Florian Kolmer

Frau Meyer-Wölden, ein Zitat von Ihnen aus diesem Sommer: "Ich bin irrsinnig verliebt. Es ist der Wahnsinn, ein Märchen, ein Traum." Fragen Sie sich aus heutiger Sicht, ob Sie damals noch ganz bei sich waren?

Nein, wieso? Ich bereue nichts, ich würde nichts anders machen.

Sie würden wieder per SMS Schluss machen?

Es war nicht meine Absicht, Schluss zu machen. Es war so, dass ich in New York todkrank im Bett lag, Bronchitis, Mittelohrentzündung, Nebenhöhlenentzündung. Und dann höre ich tagelang nichts von meinem Verlobten! Ich wusste nicht, wo er war. Er ging nicht ans Telefon, und es gab kein persönliches Gespräch. Irgendwann habe ich ihm eine SMS geschrieben: Entweder du meldest dich - oder es ist vorbei.

Ziemlich heftig.

Der Appell einer ratlosen Frau. Verzweiflung. Ein emotionaler Notruf.

Sie wollten keine Trennung? Ganz sicher?

Nein, ich wollte nur eine Reaktion. Ich dachte, jeder liebende Mann wird auf so eine SMS hin wenigstens mal anrufen. Das wäre doch die selbstverständlichste Reaktion der Welt. Stattdessen hat er sich gleich an die Öffentlichkeit gewandt, ohne persönliche Aussprache mit mir. In der Presse stand dann zu lesen, dass ich ihn verlassen hätte. Da bin ich fast vom Stuhl gefallen.

Alles ein großes Missverständnis?

Eher der einseitige Zusammenbruch der Kommunikation.

Das Ganze klingt sehr verwirrend. Also noch mal: Er sagt, Sie haben Schluss gemacht. Sie sagen, er war's.

Das ist eine Interpretationsfrage. Wie sehen Sie das denn? Sehen Sie so eine SMS als Schlussmachen? Jeder normal Empfindende hätte doch den Appell darin sehen müssen.

Ich als Mann würde mich schon wundern, wenn meine Freundin schriebe, melde dich, oder es ist Schluss …

… dann würden Sie doch nach tagelanger Sendepause sofort anrufen! Sich melden, das Gespräch suchen! Sie würden nicht zu den Medien rennen und die Trennung bekannt geben.

Vielleicht weiß Herr Becker ja nicht, dass Frauen gelegentlich das Gegenteil von dem sagen, was sie meinen.

Ob Mann oder Frau - jeder hätte doch so gehandelt wie ich, glauben Sie nicht?

Wie die Frau, die vorm Spiegel steht und sagt: Schatz, ich bin so dick geworden! Worauf der Mann natürlich sagen muss: Unsinn, kein Gramm zu viel!

Nein, er muss nur irgendwas sagen.

Gemeint hatten Sie: Ich vermisse dich?

Wenn jeder Mann, dessen Frau mit Scheidung droht, umgehend die Scheidung einreicht, würde die Scheidungsquote in Deutschland 100 Prozent betragen.

Laut Herrn Becker ging der Trennung eine Krise voraus.

Wir haben uns nie gestritten. Es gab ein paar kleinere Missverständnisse, nichts Gravierendes. In jeder Beziehung gibt es Ups und Downs. Es ist nicht immer rosarot. Aber wenn man verlobt ist, trennt man sich nicht einfach so.

Einer SMS, die mit so einer Heftigkeit formuliert ist, muss doch das Gefühl vorausgehen: Der liebt mich nicht mehr.

Ich sag's anders, ohne über Details zu sprechen: Ich hatte Gründe, ihn ans Telefon zu bekommen. Ich hatte das Gefühl, dass er mir eine Erklärung schuldet. Ich hab mich dann gesorgt bis zu dem Punkt, wo ich gesagt hab: Anscheinend gibt es einen Grund, warum er sich nicht meldet.

Hatten Sie Grund, an seiner Treue zu zweifeln?

Ich will das hier nicht ausbreiten.

Den 150.000 Euro teuren Verlobungsring haben Sie Herrn Becker wieder zurückgegeben?

Der Ring war zum Zeitpunkt der Trennung in Genf bei Herrn Gruosi, dem Juwelier, damit er ihn anpasst, denn er war zwei Nummern zu groß. Ich habe Herrn Gruosi am 4. November, dem Tag der Trennung, angerufen und ihn gebeten, den Ring an Boris zurückzuschicken. Was danach mit ihm passiert ist, weiß ich nicht.

Herr Becker und Sie reden jetzt nur noch via Presse miteinander. Die Trennung fand in den Medien statt, so wie Sie vorher Ihre Beziehung in, mit und durch die Medien geführt haben.

Nein, das stimmt nicht. Es ist uns lange Zeit gelungen, unsere Beziehung aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Es gab ein Privatleben, das wir versucht haben zu schützen. Wir waren ja schon eine Weile zusammen, als wir im August unsere Verlobung bekannt gaben. Danach gab es eigentlich nichts mehr öffentlich zu sagen. Danach waren wir ein Paar, das versucht hat, normal zu leben.

Normal?

Na ja, so weit wie möglich. Es gab keinen Weg, unsere Liebe geheim zu halten, weil das öffentliche Interesse daran riesig war.

Und dieses Interesse haben Sie durch Interviews bereitwillig genährt. Man kann nicht sagen, dass Sie ein Medienopfer wären.

Ich betrachte mich auch nicht als Opfer. Wer mit Boris Becker verlobt ist, steht nun mal im Fokus der Öffentlichkeit …

… und muss Allerprivatestes mit 80 Millionen Menschen teilen?

Es führt kein Weg daran vorbei. Die Deutschen betrachten ihn als "unseren Boris". Insofern ist er es ihnen fast schuldig, vieles, wenn auch nicht alles, mit ihnen zu teilen. Ich hab das immer so gesehen: Boris ist mein Verlobter - aber ich teile ihn mit der Öffentlichkeit.

Becker wirft Ihnen jetzt vor, Sie würden bei den Medien hausieren gehen.

Ich wollte nicht als stillschweigendes Opfer dastehen. Übrigens habe ich für kein Interview auch nur einen Cent genommen. Das Geld, das die "Bunte" mir geboten hatte, habe ich direkt an die Bambi-Stiftung gespendet. Ich wollte auch niemals eine Schlammschlacht, und ich habe damit auch nicht angefangen. Ich habe zu keinem Zeitpunkt über Details und Gründe geredet. Ich bin in eine Situation gebracht worden, in der ich reagieren musste. Es war mir wichtig, zu unterstreichen, dass das Ganze kein PR-Gag war.

Der Gedanke an eine PR-Verlobung liegt schon nahe. Im Frühling hatten Sie vermeldet, dass Sie mit Ihrer New Yorker Schmuckfirma auch den deutschen Markt erobern wollen. Im Sommer wurde dann bekannt, dass Sie und Boris Becker nach 14 Jahren Freundschaft plötzlich ein Paar sind.

Mir sind Verlobung und Ehe viel zu heilig, als dass ich damit spielen würde. Für mich war es die große Liebe, für mich war es fürs Leben. Beruflich hat mich die Geschichte mit der Verlobung eher aufgehalten. Wenn man seine Hochzeit plant, hat man andere Dinge im Kopf. Statt mit der Firma zu expandieren, wollte ich möglichst viel Zeit mit meiner Familie und meinem Verlobten verbringen. Bis zum heutigen Tag gibt es kein einziges Stück aus meiner Kollektion in irgendeinem deutschen Laden zu kaufen.

Übernommen aus ... Stern Stern
Ausgabe 51/2008

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KOMMENTARE (10 von 15)
 
DerExperte (21.12.2008, 09:00 Uhr)
Der redakteur der fuer die
Entscheidung ist das Boris becker und seine stuten immer hier veroeffentlicht werden ist krank und muss zum arzt = fuer lange zeit zuhause bleiben!
Kapiert es doch endlich, fuer Boris und seine stuten ist D zu klein.
Ich weiss das Boris in nicht all zulanger zeit sehr viel geld verliert - er kann ja mal nachfragen. Ich weiss es stimmt - und er wird es merken.
Sein Stern geht unter!! Und ihr mit!
DerExperte (21.12.2008, 08:54 Uhr)
doof
macht kohle - schon mal gesagt?? dann muss es stimmen!
Bloede kuh - sie macht ihr geld mit etwas was andere bedecken..
TT2007 (20.12.2008, 20:09 Uhr)
A und E-Zeitschriften
Neulich auf der STERN-Weihnachtsfeier: Redakteur: "Na, du Moritz von Uslar für Arme, was wünschst du dir zu Weihnachten?" Volontär: "Diese blonde Ex-Tussi von Bobbele war schon scharf..."
Redakteur: "Keine schlechte Idee. BILD hatte Boris, aber wir schnappen uns wenigstens diese Schnalle. Besser Niveau im Arsch als Heft leer." Und wenn Sie nicht gestorben sind, dann lassen Sie Henri Nannen weiter im Grab rotieren.
Benkku (20.12.2008, 19:20 Uhr)
Dahinter steckt Verblödungs-System.
Man braucht es ja nicht zu lesen. Was daran aber nervt, ist, mit ansehen zu müssen, daß sich die niederen Instinkte des Volkes mit Müll füttern lassen und jenes Feld von verantwortungslosen Medien bewußt bedient wird. Mit anderen Worten: Die von einschlägigen Großverlägern systematisch gestreute Desorientierung ist das bewährte Betäubungsmittel der am kommerziellen Medientropf hängenden Masse!
MattiFinin (20.12.2008, 19:06 Uhr)
Doof macht Kohle.....
Da hat das Studium ja tatsächlich was genutzt.......
Sie ist schon wieder drin.....
Benkku (20.12.2008, 18:12 Uhr)
Menschen ohne Eigenschaften ...
... wie sie alle heißen mögen. Es sind Phantome, virtuelle Gestalten.
keinheiliger (20.12.2008, 17:39 Uhr)
Waere
Henry Nannen noch in irgendeiner Form greifbar, was in der Tat sehr schwierig ist, wuerde er die Forderung eines NPD Verbots, als auch die Abschlachtung eines jungen afghanischen Teenagers diskutieren lassen, statt der furchtbaren Noete einer Promim......ehem, aber sie soll ja intelligent sein.
Und ich denke, Guetersloh wird diese Tendenz mit Wohlwollen abnicken, also .....werden wir weiter leiden muessen. Ich tue es mir allerdings nur noch gelegentlich an.
MfG
hraban (20.12.2008, 17:29 Uhr)
Boah ey...
In China ist wieder einmal ein Sack Reis umgefallen...
swordflo (20.12.2008, 16:52 Uhr)
E Promis erster Sahne....
Dieser ehemalige Tennisspieler und seine ewigen Frauendinger. Wenn interesierts ??? Wenn ich im nächsten Leben eine Frau sein sollte, dan las ich mich auch von nem doofen Sportler vernaschen und werd dann DESIGNERIN hahahah. Die sind dümmer als Blockschokolade.
Wiebitte20081 (20.12.2008, 16:19 Uhr)
???
Seh ich auch so.Warum wurde eigentlich der Vorgang in Dorsten wo einer unserer Mitbürger m. Migrationshintergrund auf offener Strasse im Rahmen der Familienehre seine Frau geschächtet hat nicht zur Diskussion gestellt?Ist die Quote dieses Jahr erfüllt?
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