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6. Dezember 2008, 13:39 Uhr

Wie Promis zur Kasse gebeten werden

Kate Hudson, Sharon Stone, Prince - immer mehr Prominente müssen sich in den USA wegen zum Teil skurriler Anschludigungen juristisch streiten. Es geht um geplatzte Werbeauftritte, geklaute Autos und geheime Schönheitsrezepte. Von Annina Laurisch

Kate Hudson, Sharon Stone, Prince, Oprah Winfrey, Schadensersatz, Klage

Schauspielerin Kate Hudson hat eine eigene Öko-Haarpflegeserie. Das Rezept dafür soll sie von einem frühreren Werbepartner geklaut haben© Alberto E. Rodriguez/Getty Images

Mal angenommen, Drew Barry­more würde morgen auf die Idee kommen, ihren Gartenzaun quietschrosa zu streichen - sie dürfte sich nicht wundern, wenn sie ein paar Tage später eine Millionenklage der Nachbarn am Hals hätte. Wegen "visual harassment", optischer Belästigung. Okay, das ist ein konstruierter Tatbestand. Aber er würde im Trend liegen, denn immer mehr Prominente müssen sich in den USA wegen mehr oder weniger nachvollziehbarer Vorwürfe juristisch streiten.

So will Rob Lee, Ex-Manager von Nicollette Sheridan, nachträglich mehr Honorar. Seine Argumentation: Er habe die Schauspielerin einst zum "Desperate Housewives"-Casting geschickt, sie sei damals ein Niemand gewesen, er habe also ihre Karriere maßgeblich angekurbelt. Lee will 385.000 Euro. Peanuts im Vergleich zum aktuellen Streitfall von Prince. Der Popstar wird vom Hersteller seines Parfums "3121" auf 1,9 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Genau die Summe, die dem Unternehmen angeblich verloren ging, weil Prince vereinbarte Promotionstermine nicht einhielt.

Mutig erscheint der Kampf eines Türken gegen Hollywood-Regisseur Christopher Nolan, der in diesem Jahr mit dem Batman-Film "The Dark Knight" alle Rekorde brach. Der Bürgermeister von Batman, einer Stadt im Südosten der Türkei, will nach eigener Aussage nichts anderes als der Comic-Superheld: Gerechtigkeit. "Nolan und die Produzenten von Warner Bros. benutzten den Namen unserer Stadt, ohne uns davon in Kenntnis zu setzen", kritisiert Hüseyin Kalkan. Außerdem entstehe "emotionaler Stress" in einer Stadt, die den gleichen Namen wie ein Held trägt. Die Aufregung habe in Batman zu zahlreichen Morden und einer hohen Selbstmordrate geführt. Als Konsequenz fordert der Bürgermeister einen "beachtlichen Anteil" am Erlös des Kassenschlagers. Und Christopher Nolan? Der wartet laut Warner erst mal ab.

Weniger locker reagierte Kate Hudson auf die Anschuldigungen von "220 Laboratories". Die Kosmetikfirma wirft der Schauspielerin vor, sie habe eine Geheimrezeptur des Hauses für ihre eigene Öko-Haarpflegeserie WildAid geklaut. "Absurd!", lautet der Kommentar von Kates Sprecher zur Klage am Los Angeles Superior Court. Dabei wäre die ganze Sache ein wunderbarer Stoff fürs nächste Drehbuch: Katzengleich schleicht sich die zarte Kate in "Ocean’s Twelve"- Manier in die Labors ein, scannt alle Details, schnappt sich die Listen der Top-Secret- Inhaltstoffe und tänzelt durch die Laserschranken Richtung Ausgang. Oder war es in Wahrheit vielleicht doch genau so? Das wird der Richter dann wohl entscheiden.

Gefunden in...

Gefunden in... ...der Zeitschrift Gala. Titelthema in der aktuellen Ausgabe (Heft 50): Katie Holmes. Zurück in den goldenen Käfig.

Von Annina Laurisch
 
 
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