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25. November 2009, 19:32 Uhr

Polanski kommt gegen Millionenkaution frei

Teilerfolg für Roman Polanski: Das Schweizer Bundesstrafgericht entschied, dass der Filmregisseur gegen eine Kaution von umgerechnet drei Millionen Euro sowie weitere Auflagen aus der Haft entlassen werden soll.

Zoom
Roman Polanski, Polanski

Darf bald seine Haftzelle verlassen: Filmregisseur Roman Polanski© DPA

Starregisseur Roman Polanski kommt gegen eine Kaution von umgerechnet fast drei Millionen Euro aus Schweizer Untersuchungshaft frei. Das teilte das Schweizer Bundesstrafgericht am Mittwoch mit. Polanski soll außerdem alle Ausweispapiere abgeben und unter Hausarrest gestellt werden. Dazu könne ihm eine elektronische Fessel angelegt werden. Ein Termin für die Freilassung steht bisher nicht fest.

Die Schweizer Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf akzeptiert die von einem Gericht unter Auflagen angeordnete Freilassung. Es gebe gute Gründe für den Entscheid, sagte sie im Schweizer Fernsehen. Sie sehe keinen Grund für einen Einspruch beim Bundesgericht in Lausanne, der obersten Rechtssprechungsinstanz der Schweiz. Gegen den Entscheid kann beim Schweizer Bundesgericht noch Beschwerde eingelegt werden.

Der Oscar-Preisträger war Ende September am Zürcher Flughafen auf Grundlage eines vorläufigen US-Haftbefehls festgenommen worden. Die USA haben offiziell seine Auslieferung beantragt. Polanski wird vorgeworfen, vor mehr als 30 Jahren ein damals 13-jähriges Mädchen betrunken gemacht und vergewaltigt zu haben.

Mehrfach hatten sich Polanskis Anwälte in den vergangenen Wochen um die Freilassung ihres Mandanten bemüht. Vor einigen Tagen akzeptierte er elektronische Fesseln, um seine Gefängniszelle mit einem Hausarrest in seinem Schweizer Feriendomizil tauschen zu können. Eine Auslieferung in die USA lehnt Polanski weiter ab.

Polanski lebt in Frankreich und reiste bisher regelmäßig zu seinem Feriendomizil in Gstaad in der Schweiz. Vergeblich hatte der 76-Jährige bereits seinen Feriensitz als Kaution für eine Freilassung angeboten.

AP/DPA
KOMMENTARE (10 von 12)
 
botoxia (26.11.2009, 11:17 Uhr)
War klar
Und auch Phil Spector (Mord) wird wieder rehabilitiert, wetten.
sininen (26.11.2009, 11:05 Uhr)
Genau ab jetzt
Genau ab jetzt macht sich die schweizer Justiz lächerlich. Erst hart durchgreifen und nach 30 Jahren Polanskis im Lande mit grossem Tamtam den Mann festnehmen, und dann ists doch nicht so wild.
Peinlich, peinlich.
Es sind wohl doch nicht alle vor dem Gesetz gleich.
Nein, mir soll jetzt keiner kommen mit: "Aber Hausarrest ist für so einen tollen kreativen Mann gaanz gaanz schlimm."
Affig, die Geschichte.
Anemone (26.11.2009, 10:23 Uhr)
Wie bitte?
"....vielleich besser wie eine Vorverurteilung???!!!! "

Besser ALS !
Er ist längst verurteilt worden - aber weggelaufen ! Mißbrauch einer Minderjährigen, die ihm zwar vergeben hat, was ihn jedoch nicht von der Schuld freispricht! Dieser Mann war schon zu lange in Freiheit. Macht, Sex, Geld! Er verdient Strafe und Verachtung!
bigcpoint (26.11.2009, 10:13 Uhr)
Hat wohl nicht ganz geklappt
Wer den USA in den Hintern kriechen will, braucht ne Menge Puste.
Davon können die kleinen Länder in Europa ein Lied singen.
Sorry Schweiz.
bigcpoint (26.11.2009, 10:08 Uhr)
Schön
Dann kann er sich es erstmal in seinem Haus in Gstaad gemütlich machen.
Corazito3333 (25.11.2009, 19:07 Uhr)
kassieren die Schweizer.......
allerdings ob er schuldig ist - weiß man nicht, können Interessierte im Internet nachlesen - vielleich besser wie eine Vorverurteilung???!!!!
Corazito3333 (25.11.2009, 18:58 Uhr)
daß er sich mit 3 Mios aus der Affäre rauskauft...
alles bzw. alle sind käuflich - ist nur eine Frage des Preises!!!!!
sportartmakler (25.11.2009, 18:43 Uhr)
wozu war strafe gleich da?
sicherlich ist richtig dass die alte regel -geld regiert die welt- hier wieder einmal zutrifft.

aber wozu nach 20/30 jahren die gesellschaft vor einem täter schützen der in dieser zeit , nicht nachweislich zumindestens, irgendetwas verbrochen hat, das opfer öffentlich für polanski eintritt und, wie jetzt geschehen, geld der allgemeinheit zufließt? mag sein dass das opfer bestochen wurde, vielleicht hat sie es ihm aber auch vergeben.

am ende bleibt für mich die frage was starfe eigentlich bewirken soll?
OttoB (25.11.2009, 18:19 Uhr)
Pfui
wenn sich ein Kinderschänder mit Millionen frei kaufen kann.
Geld stinkt also doch.
jetrabbit (25.11.2009, 18:13 Uhr)
reich und berühmt müsste man sein...
wussten wir es doch, geld regiert die welt.
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