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Scientology-Chef ließ eigenen Vater beschatten

Weil er die Sekte verlassen hatte, ließ Scientology-Chef David Miscavige seinen Vater über ein Jahr lang beschatten. Wie eiskalt er behandelt wurde, zeigt ein neuer Polizeibericht.

  Die Sekte Scientology sthet nun auch in den USA stark unter Kritik.

Die Sekte Scientology sthet nun auch in den USA stark unter Kritik.

Seine Emails wurden überwacht, sein Auto verfolgt, seine Gespräche abgehört: Ronald Miscavige wurde 18 Monate lang von einem Privatdetektiv beschattet und aufs Übelste belästigt. Die "Los Angeles Times" zitiert aus einem Polizeibericht, der beschreibt, wie der Vater von Scientology-Chef David Miscavige systematisch verfolgt wurde. Und zwar im Auftrag von seinem Sohn.

Denn bezahlt wurden die Bespitzelungen von Scientology. Rund 10.000 Dollar sollen wöchentlich an den Privatdetektiv geflossen sein, damit dieser Ronald Miscavige einschüchtert. Der 79-Jährige hatte die Sekte nach jahrelanger Zugehörigkeit verlassen. Offenbar fürchtete sein Sohn nun, der Vater könne interne Details aus den obersten Scientology-Kreisen preisgeben.

Ein weiterer Skandal käme der Milliardenschweren Sekte jedoch sehr ungelegen. Gerade macht eine neue Dokumentation des amerikanischen Pay-TV-Senders HBO in den USA Schlagzeilen. Darin werden die Methoden der Sekte scharf kritisiert, es ist von körperlichem und psychischen Missbrauch die Rede. Da halfen auch die preisenden Worte von Hollywoodstar John Tavolta nicht mehr: Scientology wird heftig diskutiert.

"Lasst ihn sterben"

Wie eiskalt Ronald Miscavige behandelt wurde, zeigen Details aus dem Polizeibericht. "Lass ihn sterben", soll Scientology-Chef David Miscavige den Privatdetektiv per Telefon persönlich angewiesen haben, als dieser glaubte, bei Miscaviges Vater einen Herzinfarkt zu beobachten.

Der detailreiche Polizeibericht kam zustande, nachdem die Beamten den Privatdetektiv 2013 mit einem Auto voller Waffen aufgegriffen haben. Er wurde mittlerweile wegen des Besitzes eines illegalen Schalldämpfers verurteilt.

Auf Nachfrage teilte der Anwalt von David Miscavige der "L.A. Times" mit, dass er den Privatdetektiv nicht kenne und noch nie mit ihm gesprochen habe. Miscavige ist seit dem Tod von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard 1996 der Chef der Sekte.

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