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4. Juni 2009, 16:48 Uhr

David Carradine erhängt sich in Hotelzimmer

Als David Carradine am Mittwochabend nicht zu einem Essen in Bangkok erschien, ahnten die Kollegen noch nichts Böses. Doch am nächsten Morgen machte ein Zimmermädchen des Hotels, in dem der amerikanische Schauspieler wohnte, eine grausige Entdeckung: Carradine hatte sich erhängt.

David Carradine, Kung Fu, Kill Bill, Selbstmord, erhängt

Erhängt aufgefunden: US-Schauspieler David Carradine© Mark Mainz/Getty Images/DPA

Der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler David Carradine ist am Donnerstag erhängt in einer Hotelsuite in Bangkok gefunden worden. Nach einem Bericht des Online-Nachrichtendienstes "The Nation" geht die Polizei von Selbstmord aus. Ein Sprecher der US-Botschaft in der thailändischen Hauptstadt bestätigte lediglich, Carradine sei am Mittwochabend oder am Donnerstagmorgen gestorben. Mit Rücksicht auf seine Familie würden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben.

Der 72 Jahre alte Mime, der unter anderem im TV-Mehrteiler "Fackeln im Sturm" mitgespielt hat und in der Rolle des Kwai Chang Caine in den 70er-Jahren mit der Fernsehserie "Kung Fu" Berühmtheit erlangte, hatte im Kino zuletzt in Quentin Tarantinos Zweiteiler "Kill Bill" als Gegenspieler von Uma Thurmann eine herausragende Rolle. Carradine spielte in mehr als 100 Filmen mit. Im Mai sagte er in einem TV-Interview, er sei als Schauspieler vom deutschen Kinohelden Curd Jürgens geprägt worden. "Des Teufels General" habe er "bestimmt acht- bis zehnmal hintereinander" gesehen. Zuletzt war Carradine in "Crank 2: High Voltage" im Kino zu sehen.

Bisher keine Hinweise auf ein Motiv

Carradine hielt sich seit dem vergangenen Dienstag zu Dreharbeiten in Bangkok auf. Am Mittwochabend war er nicht zu einem Abendessen mit Kollegen erschienen, die ihn auch telefonisch nicht erreichen konnten. Am Donnerstagmorgen schließlich fand ihn eine Hotelangestellte beim Aufräumen des Zimmers. Laut "The Nation" ergaben die polizeilichen Ermittlungen, dass er sich mit einer Gardinenkordel erhängt hatte. Über ein Motiv für den Selbstmord ist bisher nichts bekannt.

David Carradine, am 8. Dezember 1936 in Hollywood geboren, stammte aus einer großen Darstellerfamilie. Nach einer bewegten Jugendzeit - er "sammelte" nach eigenem Bekunden Jugendstrafen - fand er Anfang der 60er-Jahre zur Schauspielerei. Für das Kino arbeitete er mit erstklassigen Regisseuren wie Ingmar Bergman, Martin Scorsese und Hal Ashby zusammen. Auch im Fernsehen hatte er nach "Kung Fu" noch einmal größeren Erfolg. Im mehrteiligen Bürgerkriegs-Epos "Fackeln im Sturm" war er in den 80er-Jahren als Bösewicht Justin LaMotte zu sehen.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (7 von 7)
 
silver-quattro3.0 (05.06.2009, 08:26 Uhr)
BILD Dir deinen STERN.............
Früher sank in der BILD das Schiff in der Wüste und heute übernimmt der STERN die Aufgabe das selbige zu heben.Ein Jammer wohin der STERN steuert.Journalistischer Populismus nennt man eine Berichterstattung, die abseits des menschlichen Instinkt liegt. Falls- und dies ist nicht bewiesen - es David Carradine vorgezogen hat sein Ende so zu bereiten, ist dies seine Sache die Gründe haben mag und ethisch nicht zu bewerten ist. Vor allem nicht von Leuten deren Geschäft es ist Tragödien in bare Münze umzuwandeln.
Chapeau, Mr. Carradine vor Ihrem leben und angesichts Ihres Todes !
Aurum (05.06.2009, 08:15 Uhr)
Seltsam
wie sich die "Selbstmorde" in Thailand häufen. Auffällig besonders die Zahl der Touristen welche sich plötzlich aus dem Fenster stürzen...
Vielleicht sind diese ja auch nur über die unverschämtheit thailändischer Banken geschockt, welche jetzt auf eine Barabhebung 150 Baht aufschlagen. Bald werden wohl keine Touristen mehr in das "Land des lächelns" (gelächelt wird nur für Geld)kommen. Weiter so, Thailand!
islaender (05.06.2009, 02:43 Uhr)
Schade um Ihn
aber wer kann schon in eines Menschen Kopf hineinsehen, Rest in peace ,Mr. Kung Fu.
moby17 (05.06.2009, 00:24 Uhr)
Sensationsjournalismus - pfui Teufel
Dieser Artikel zeigt mal wieder, wie jämmerlich heutzutage Journalismus betrieben wird. Dies schreibt die Bangkokpost, immerhin ganz nah an der Sache zu diesem schrecklichem Vorfall:
'Kung Fu' star Carradine dead
By: WASSAYOS NGAMKHAM
Published: 5/06/2009 at 12:00 AM
Newspaper section: News
American actor David Carradine has been found dead in a closet in a hotel room in Bangkok.
Carradine: Golden Globe winner
Police have not confirmed whether he took his own life or was murdered.
The naked body of the 72-year-old actor was found by a housekeeper in a closet in room number 352 of Swissotel Nai Lert Park Hotel in the Lumpini area at 11am yesterday.
Lumpini police said the body of Carradine was found curled up inside the wardrobe with one end of a shoelace tied around his penis and the other end fastened around his neck.
Both of his hands were bound with a cord which was also tied around his neck, said an officer at the station who requested anonymity.
Forensic experts said Carradine had probably died between 12 and 24 hours before his body was found.
They said there were no injury marks on his body and no evidence of a struggle having taken place in the room. Mysteriously, a footprint found on the bed did not match the shoes worn by Carradine.
There was a glass of water in the room. Experts were checking to see if the drink had been tampered with.
Police refused to give further details, saying they needed to gather more evidence to determine the cause of death.
Ein typischer Selbstmord also.
whismerh2 (04.06.2009, 19:46 Uhr)
@zaxxon
Geht mit genau so.
Ruhe in Frieden.
Seine Filme bei denen er mitgewirkt hatte, fande ich ebenfalls klasse,
sprich seine schauspielerische Darstellung, der er wohl zweifelslos untermauert hat.
zaxxon (04.06.2009, 19:09 Uhr)
RIP
ruhe in frieden, kung fu held meiner kindheit...
facilidad_de_ser (04.06.2009, 18:55 Uhr)
Falscher Titel
Richtig wäre: David Carradine erhängt im Hotelzimmer gefunden.
Solange kein Selbstmord bewiesen ist sollte man den Tod eines Menschen neutral darstellen.
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