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10. März 2008, 08:30 Uhr

Ein Sexsymbol wird 50

Eine laszive Bewegung mit den Beinen machte sie über Nacht berühmt und ging als unvergessliche Szene in die Filmgeschichte ein. Doch Sharon Stone hat mehr als nur einen attraktiven Körper. Zum Beispiel einen IQ von 154. Heute feiert die Schauspielerin ihren 50. Geburtstag.

Sie ist 50 und man sieht es ihr kein bisschen an: Schauspielerin Sharon Stone© Kevin Winter/Getty Images

Als männermordende Krimi-Schriftstellerin Catherine Tramell in "Basic Instinct" schlug Sharon Stone beim Polizeiverhör die Beine lässig übereinander und ließ den Zuschauer zwischen die sliplosen Schenkel blicken. Das ist 15 Jahre her - und dennoch bleibt die Szene unvergessen. Die Schauspielerin, die heute 50 wird, spielt ihre Reize immer noch aus, doch sie hat sich längst weitere Rollen zugelegt.

Stone ist Mutter von drei Adoptivsöhnen im Alter von knapp zwei bis acht Jahren. Als unermüdliche Aids-Aktivistin treibt sie Millionenspenden ein. Mit frecher Schnauze und Diva-Allüren bei Drehs bleibt die Blondine in den Schlagzeilen. Mit einem Resümee von über 40 Filmen ist die Femme Fatale nicht zu bremsen. Sie fühle sich immer noch "ziemlich sexy", versicherte der Hollywoodstar im letzen Jahr dem Magazin "Instyle". "Ich bin stolz auf meine straffen Oberschenkel", betonte die Endvierzigerin, die nach eigenen Angaben noch nie unter dem Messer eines Schönheitschirugen lag.

Stone zog prompt gegen einen Mediziner vor Gericht, der in Interviews angedeutet hatte, dass die Blondine sich habe liften lassen. Wie sie es denn schafft, so gut auszusehen und sich fit zu halten, wollten die Journalisten bei der Deutschlandpremiere von "Basic Instinct 2" vor zwei Jahren in Berlin von dem Star wissen. Wenig Alkohol und fast nie Zigaretten, alles in Maßen, verriet Stone.

Für 14 Millionen Dollar griff Sharon Stone ein zweites Mal zum Eispickel

Die Fortsetzung des Erotikthrillers mit bizarren Sexspielen und dem legendären Eispickel als Mordwaffe fiel als "unfreiwillig komisch" bei den Kritikern und an den Kinokassen durch, doch für Stone zahlte sich der eiskalte Auftritt bei einer Gage von vierzehn Millionen Dollar noch einmal aus. Während sie im ersten Teil Michael Douglas als Detective Nick Curran verführt, hat es die nach Spannung und Risiko in ihrem Leben lechzende Blondine dieses Mal auf den Psychiater Dr. Michael Glass (David Morrissey) abgesehen.

Sharon Stone als attraktive Spendensammlerin der amerikanischen Aids-Hilfe-Organsation amfAR© Tiziana fabi/AFP

Schon als Kind wollte sie "die nächste Marilyn Monroe" werden, offenbarte Stone einst in einem Interview. Mit drei Geschwistern wuchs sie in einer Arbeiterfamilie in einer Kleinstadt im US-Staat Pennsylvania auf. Mit einer Länge von 1,74 Metern, einem überdurchschnittlich hohen Intelligenzquotienten von 154, einem College-Abschluss in kreativem Schreiben und Trophäen von Schönheitswettbewerben bahnte sich Stone einen Weg nach New York und Los Angeles, wo sie als Modell unter Vertrag genommen wurde.

Woody Allen gab ihr 1980 die erste Filmrolle als "hübsches Mädchen im Zug" in "Stardust Memories". "Es war eine großartige Erfahrung, wenn man es mit Sex vergleicht, wie der Verlust der Jungfräulichkeit", sagte Stone über ihr wortloses Leinwanddebüt. Die erste Sprechrolle gab ihr Wes Craven in dem Horrorstreifen "Deadly Blessing". Es folgten weitere B-Movies, bis sie endlich 1990 an der Seite von Arnold Schwarzenegger in "Total Recall" ihre Stärke beweisen konnte und dann den Zuschlag für "Basic Instinct" erhielt.

Eine schwere Gehirnblutung zwang Stone 2001 zu einer Pause

Doch Stone wollte sich nicht als Hollywood-Killerin festlegen lassen. In "Sliver" (1993) spielte sie ein Opfer, in "Intersection" (1994) die betrogene Ehefrau von Filmpartner Richard Gere. Großen Erfolg hatte sie wieder mit ihrem "Casino"-Auftritt an der Seite von Robert de Niro unter der Regie von Martin Scorsese. In der Rolle als drogensüchtige Mafiaboss-Gattin holte sich Stone eine Oscar-Nominierung und die Golden-Globe-Trophäe als beste Darstellerin.

Für ihren dritten Ehemann, den Zeitungsverleger Phil Bronstein, zog Stone Ende der 90er Jahre von Hollywood nach San Francisco um. Mit der Adoption ihres ersten Sohnes legte der Star eine Drehpause ein. Nach einer schweren Gehirnblutung musste sie 2001 operiert werden. Erst zwei Jahre später meldete sich die Schauspielerin mit der Hauptrolle in dem Psychothriller "Cold Creek Manor - Das Haus am Fluss" wieder zurück. Nach ihrer dritten Scheidung und der Rückkehr nach Hollywood ging es dort Schlag auf Schlag weiter: "Catwomen", "Broken Flowers", "Alpha Dog - Tödliche Freundschaften", "Basic Instinct 2", "Bobby". Viel Applaus erntete Stone bei der Berlinale 2007 mit dem Drama "When a Man Falls in the Forest", als müde Ehefrau, die in ihrer tristen Beziehung und ihren Emotionen gefangen ist und zur Ladendiebin wird.

In ihrer Rolle als Spendensammlerin der amerikanischen Aids-Hilfe-Organsation amfAR setzt Stone ihre Verführungskünste häufig ein. Bei einem Gala-Dinner in Cannes im vorigen Jahr brachte sie gemeinsam mit prominenten Mitstreitern sieben Millionen Dollar zusammen. Im November versteigerte sie in New York ein "Date" an den Meistbietenden, einen Abend mit ihr zu verbringen. "Bin ich nicht hunderttausend Dollar wert, Jungs?", stachelte Stone die Gäste an. Sie ist es, befand Revlon-Boss Ron Perelman und stellte den Spendenscheck aus.

Barbara Munker/DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
AliceWalsh (11.03.2008, 13:41 Uhr)
IndianerJoe
Haben wir dieses Bild nicht alle schon mal gesehen? Und wie traurig dass Leute nur an dieses Bild denken wenn sie Sharon Stone hoeren.
IndianerJoe (10.03.2008, 11:05 Uhr)
Bilderstrecke
Das Bild, das wir alle sehen wollen, zeigen sie nicht :-(
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