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Was macht eigentlich ... Shawne Fielding?

Als Gattin des Schweizer Botschafters Thomas Borer zog die Texanerin 1999 nach Berlin und sorgte für Aufsehen.

Shawne Fielding: Was macht die Ex des Schweizer Botschafters heute?

Shawne Fielding, 48, mit ihrem Lebensgefährten Patrick Schöpf am Zugersee in der Schweiz

Um die Jahrtausendwende wurden Sie und Ihr damaliger Mann , zu der Zeit der Schweizer Botschafter, zum Glamourpaar der Berliner Society. Sie hatten den Ruf eines Partygirls. Sind Sie heute noch in Feierlaune?

Ja, ich gehe nach wie vor gerne auf Dinner-Partys und zu Charity-Events. Hier in der ist mein Leben aber deutlich ruhiger als früher in Berlin. Meist gehe ich abends um halb elf Uhr nach Hause.

Früher machten Sie Schlagzeilen, weil Sie sich beispielsweise für eine Fotostrecke auf einem Pferd in der Schweizer Botschaft ablichten ließen. Das führte gar zu diplomatischen Verwicklungen. Würden Sie es trotzdem noch mal machen?

Auf jeden Fall. Damals stand das Pferd während der Aufnahmen im Eingang der Schweizer Botschaft. Heute würde ich es in den Speisesaal führen und die Bilder dort machen lassen. Wäre noch spektakulärer!

Ihr Berliner Leben hatte auch Schattenseiten: Als es in den Boulevardblättern wegen einer angeblichen Affäre Ihres Exmannes mit der Visagistin Djamila Rowe heiß herging, verloren Sie in der Schwangerschaft Ihr Kind. Wie haben Sie diese Zeit in Erinnerung?

Ich fühlte mich verraten, war sehr einsam. Ich habe mich immer wieder gefragt, weshalb das alles passiert ist. Es war eine dunkle Zeit, in der meine Eltern und meine drei Geschwister mir beistanden. Besonders mit meinem Vater habe ich ein sehr inniges Verhältnis. Er reiste extra aus Texas an, um mich zu trösten. Das hat sehr geholfen.

2002 kehrten Sie gemeinsam mit Thomas Borer in die Schweiz zurück, die zerbrach später. Woran lag es?

Eines Tages realisierte ich, dass vieles in meinem Leben von ihm kontrolliert wurde. Ich lebte in einem goldenen Käfig. So richtig bewusst wurde mir das, als ich mich 2009 bei anmeldete. Plötzlich kontaktierten mich viele Leute, um mich zu interviewen oder in TV-Shows einzuladen. Vorher hatte ich das gar nicht mitbekommen, Thomas hatte alles abgeblockt, ohne mir überhaupt davon zu erzählen. Als ich herausfand, wie sehr er mein Leben kontrollierte, war ich geschockt. Sein Verhalten war wirklich seltsam. Ich wusste: Diese Beziehung tat mir nicht gut, ich musste da raus.

Es kam zu einem mehrjährigen Rosenkrieg, 2014 wurden Sie geschieden. Wie ist das Verhältnis heute?

Okay. Wir haben das geteilte Sorgerecht für unsere Kinder Roman und Ruby, beide leben abwechselnd bei ihm oder bei mir. Wir lieben ja beide unsere Kinder und werden unserer Rolle als Eltern gerecht, auch wenn wir nicht mehr zusammen sind.

Wie sieht Ihr Alltag aus?

Momentan schreibe ich an meinen Memoiren über die Zeit in Berlin, aber auch über mein Leben. Zudem bin ich Präsidentin der Stiftung "Kids with a Cause Europe". Unser Ziel ist, Kinder und Jugendliche zu motivieren und zu unterstützen, auf eigene Faust benachteiligten und bedürftigen Kindern weltweit zu helfen.

Mittlerweile sind Sie mit dem ehemaligen Eishockey-Profi Patrick Schöpf liiert. Wie haben Sie sich kennengelernt?

Über Facebook. Als meine Ehe in die Brüche ging, likte ich ein Foto von ihm beim Fondue vor dem Matterhorn. Es stellte sich heraus, dass wir in einer ähnlichen Situation waren. Er war auch getrennt, lebte in Scheidung und hatte zwei Kinder. Schon beim ersten Date hat es gefunkt. Mittlerweile sind wir eine glückliche Patchworkfamilie.

Interview: Sabine Hoffmann

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