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10. Juli 2009, 08:55 Uhr

Polizeichef schließt Mord an Jackson nicht aus

Wie starb Michael Jackson wirklich? Auch zwei Wochen nach dem plötzlichen Herztod des Popstars gibt es keine Klarheit. Während sich die Gerichtsmediziner auf Jacksons Medikamentensucht konzentrieren, hält der Polizeichef von Los Angeles sogar Mord für möglich.

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Michael Jackson starb am 25. Juni - noch ist die Ursache für den plötzlichen Tod des Popstar unklar© Robyn Beck/AFP

Der Polizeichef von Los Angeles will nicht ausschließen, dass Michael Jackson auch ermordet worden sein könnte. In einem Interview mit dem US-Sender CNN sagte William Bratton am Donnerstag, dass die Ermittler das Ergebnis der Autopsie abwarten müssten. Danach würde in Absprache mit den Gerichtsmedizinern entschieden, ob es sich um einen Kriminalfall handelt. Derzeit liefen "sehr weitreichende Untersuchungen", sagte Bratton. Sie hätten Jacksons Medikamenteneinnahme und die zahlreichen Ärzte des Popstars ins Visier genommen. "Haben wir es mit einem Mord zu tun? Mit einer versehentlichen Überdosis?", fragte Bratton. "Ich kann Ihnen sagen, das weiß ich noch nicht."

CNN zufolge kann es noch zwei Wochen dauern, bis die toxikologischen Untersuchungen der offiziellen Obduktion bekannt werden. Auch eine unabhängige Autopsie, die von Jacksons Familie in Auftrag gegeben worden war, brachte noch kein Resultat. Der Sänger war am 25. Juni mit 50 Jahren überraschend an Herzversagen gestorben. Die Behörden ermitteln, ob die mutmaßliche Medikamentensucht von Michael Jackson Ursache für den Tod war.

Die Gerichtsmedizin forderte inzwischen sämtliche Krankenakten des Sängers von seinen Ärzten an. Wie die "Los Angeles Times" unter Berufung auf Ermittlungskreise berichtet, sollen alle verfügbaren Dokumente geprüft werden, darunter auch Röntgenaufnahmen und psychiatrische Aufzeichnungen. Der Anwalt von Jacksons Hautarzt Arnold Klein sagte, sein Mandant habe die angeforderten Dokumente bereits übergeben. Es handele sich dabei um eine Standardanfrage. Laut "Los Angeles Times" wollen die Ermittler herausfinden, wie der Sänger ohne Rezept an verschreibungspflichtige Medikamente kam.

Die Ermittlungen zur Todesursache hatten sich zuletzt zunehmend auf eine mögliche Medikamentensucht Jacksons konzentriert. Dabei geht es Berichten zufolge um fünf Ärzte, die den Sänger behandelt hatten. Eine zentrale Frage ist dabei, wer ihm das starke Beruhigungsmittel Diprivan verschaffte. Das auch als Betäubungsmittel bei Operationen benutzte Medikament war nach Jacksons plötzlichem Herzstillstand in seiner Villa in Los Angeles gefunden worden. Jacksons Leibarzt Conrad Murray hatte nach dem Tod Jacksons Vorwürfe zurückgewiesen, er habe seinem Patienten das Medikament verabreicht.

In Michael Jacksons Heimatort Gary im US-Staat Indiana wird es heute eine Gedenkfeier zu Ehren des verstorbenen "King of Pop" geben. Daran werde auch Jacksons Vater Joe teilnehmen, kündigte Bürgermeister Rudy Clay an. Außerdem würden die Bürgerrechtler Al Sharpton und Jesse Jackson erwartet. Die Veranstaltung findet in einem Baseball-Stadion in der Nähe des Hauses statt, in dem Michael Jackson seine Kindheit verbrachte. Nach der Veröffentlichung des ersten Albums der Jackson Five im Jahr 1969 zog die Familie nach Kalifornien. Seit Michael Jacksons Tod am 25. Juni pilgerten zahlreiche seiner Fans nach Gary, das 50 Kilometer südöstlich von Chicago liegt.

DPA/AFP/AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 14)
 
nordleuchter (12.07.2009, 01:22 Uhr)
unglaublich
finde ich manche Kommentare hier :-(
Wie wäre es, wenn sich mancher Schreiber mal fragen würde, er selbst würde als "extrem hässlicher verknöcherter Alter" tituliert nach seinem Tod?! Habt ihr alle keinen Anstand?! Dort ist ein Mensch gestorben, ob ihr ihn mochtet oder nicht interessiert andere einen Scheißdreck, aber ein BISSCHEN mehr Achtung kann man ja wohl erwarten. Ich könnte kotzen! Michael Jackson kann nichts dafür, was die Medien aus ihm gemacht haben und jetzt noch aus ihm machen. Ruhe in Frieden, Michael - wenn das irgendwie möglich ist...
doobie (10.07.2009, 17:02 Uhr)
mir stellt sich jedesmal die frage ..
warum leute, die sich hier für nicht interessieren, das auch noch kommentieren müssen. wenn mich etwas nich interessiert, scroll ich weiter und gut ist. so läuft das internet nunmal, massenweise informationen werden täglich online gestellt und es ist an einem selber, sich die wichtigen von den nichtigen informationen rauszufiltern. aber viele sind scheinbar dazu nicht in der lage und meinen nur ihre interessen sind die wichtigen und sollten einzig und allein auf internetseiten gezeigt werden. wenn es euch nich interessiert macht was anderes, gibt ja wohl ausreichend möglichkeiten sich zu beschäftigen. aber scheinbar ist eure lieblingsbeschäftigung sich sinnfrei in kommentarfunktionen zu verlieren.
zu mj .. ich bin mit ihm groß geworden, habe immer seine musik gehört, auch wenn ich in den letzten 15 jahren eine ganz andere musikrichtung eingeschlagen habe. mj hat dennoch viele menschen geprägt und inspiriert selber musik zu machen. seine lieder sind auch heute noch gern zu hören und wenn man in clubs geht, die gänzlich andere musik spielen und dann ein beat it ertönt, so rassten die leute immer noch aus. und das die medien seinen tod jetz ausschlachten, dafür kann er als mensch nun auch nichts.
DasBertl (10.07.2009, 16:40 Uhr)
@DeppBrett
Der Punkt ist, das kein Hahn mehr nach Michael Jackson gekräht hat in den letzten 10 Jahren und auf einmal, da er tot ist, hat er scheinbar 6 Milliarden Fans und wir werden von morgens bis abends mit dem jedem Dreck über Michael Jackson zugemüllt. Man entkommt dem Scheiss einfach nicht, selbst im KiKa wurde über die Trauerfeier berichtet. Und dann gabs auch noch zu selbiger Veranstaltung auf jeder Webseite einen LIVETICKER, selbst bei der sonst seriösen Tagesschau.de. Das ist doch schon krankhaft! Die Welt steht Kopf und sie hat trotzdem keine anderen Probleme, als über den Tod eines alten, verknöcherten, kaputten, verschrobenen und extrem traurigen Mannes zu reden. Und das über Wochen...
sschardt (10.07.2009, 16:38 Uhr)
Todesursache: Mord
Darauf habe ich nur noch gewartet. Bereits am Todestag selbst habe ich mit mir selbst gewettet, wann wohl die ersten Spekulationen zum Thema "Mord" aufkommen würden. Denn dass sie aufkommen würden, war wohl von Anfang an so sicher, wie das "Amen" in der Kirche. Jedesmal dasselbe, wenn irgend so ein besondes prominenter Zeitgenosse stirbt. Die breite Masse der Fans insbesndere der besonders Leichtgläubigen oder besonders Verbohrten kann es niemals hinnehmen, dass auch Prominente (z.B. auch blonde und blauäugige Prinzessinen) einen ganz banalen Tod sterben wie Millionen anderer Menschen auf der Welt. Es muss immer gleich Mord oder Totschlag am liebsten noch gleich in Verbindung mit einer ganz finsteren Verschwörung sein. Jedes Mal aufs Neue kann man nach dem Tod eines besonders populären und beliebten Zeitgenossen die Uhr bzw. den Kalender danach stellen, dass spätestens nach 14 Tagen die ersten Gerüchte um "Mord" auftauchen.
Und der mehr als dubiose Jackson-Clan (der auf mich bei der Trauerfeier wie der "Clan der Sizilianer" wirkte hat natürlich ein großes Interesse daran, jedes Gerücht jede Spekulation so lange als möglich am Laufen zu halten, um so bessere Geschäfte können sie noch mit dem toten Sohn und Bruder machen. Widerlich. Schon allein die rast- und ruhelose Hin- und Herkutschiererei des Toten durch die ganze Stadt war ein würdeloses, respektloses, pietätloses, peinliches Theater. Von dem Auf-die-Bühne-Zerren des armen Mädchens, Paris, ganz zu schweigen. Wenn es in Amerika noch einen vernünftigen Familienrichter gibt, entzieht er dem Clan das Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder. Sonst ist abzusehen, dass diese eines Tages ähnlich enden wie ihr Vater, ob er nun der biologische Erzeuger war oder nicht.
Wer diese Familie Jackson in den letzten Tagen beobachtet hat, braucht sich nicht mehr zu wundern, wieso das offenbar sensibelste und empfindsamste Mitglied dieser Familie ein so gebrochener und gestörter Mensch war.
DeppBrett (10.07.2009, 15:56 Uhr)
@ MahindraX
Vielleicht sollte sich deine Tochter mal die aktuellen Musik-Charts angucken, dann versteht sie es bestimmt!
doobie (10.07.2009, 14:08 Uhr)
hört euch das mal an
klingt krass, aber wir wissen glaube nicht, was heutzutage schon alles möglich ist
http://www.youtube.com/watch?v=iqi59bTBLJE
facilidad_de_ser (10.07.2009, 13:49 Uhr)
Langsam werde ich skeptisch...
Es kommen eindeutig zu viele Meldungen zum Tod von MJ, auf seiner Beerdigung war er auch nicht aufgebahrt zu sehen, irgendwas stimmt da doch was nicht.
Mehr muss ich wohl nicht sagen...
MahindraX (10.07.2009, 13:34 Uhr)
Meine 13jährige Tochter
hat letzte Woche , zusammen mit 4 anderen Mädchen, den ersten leserbrief ihres Lebens verfasst.
Er ging an die Bravo, mit der wirklich genervten Beschwerde und Nachfrage darüber, warum sie in dieser ihrer Jugend"zeitschrift" über ungefähr 48 Sonderseiten über einen sehr häßlichen, uralten Mann, der uncoole Musik gemacht hat und ihnen total unbekannt ist, vollgemasselt wurden.
Ich konnte sie gut verstehen.
DasBertl (10.07.2009, 13:27 Uhr)
Oh man
Nicht schon wieder Jackson.
Aber
Etwas nicht ausschliessen können, heisst nicht, das es deswegen wahrscheinlicher wird. Ich kann auch nicht ausschliessen, das der Mond ein Stück Käse ist, schließlich war ich ja noch nicht selbst dort oben, trotzdem ist es wenig wahrscheinlich.
UND JETZT GEBT ENDLICH RUHE MIT JACKSON ICH KANNS NICHT MEHR "HÖREN LESEN SEHEN"
Lammbock (10.07.2009, 12:55 Uhr)
Und nächste Woche...
...steht er von den Toten wieder auf, wetten?
Deshalb ist er ja auch noch nicht beerdigt worden.
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