Schirmherr Otto Schily hatte sich entschuldigt, dennoch fand sich einige Prominenz beim Sportpresseball in Frankfurt ein, darunter der »Kaiser«, Heinz Hoenig und »Naddel«.

Heinz Hoenig bekommt vom »Kaiser« ein Bayern-Trikot geschenkt
Jazzmusiker lockerten die durchgefroren Gäste am Eingang der Alten Oper auf, bunte als Paradiesvögel verkleidete Frauen hießen die 3.000 Gäste am Samstagabend zum 20. Sportpresseball in Frankfurt am Main willkommen. Im Blitzlichtgewitter der Fotografen lief die Prominenz aus Sport, Politik und Showbiz ein. Der Schirmherr des Abends, Bundesinnenminister Otto Schily, sagte kurzfristig ab, schickte dafür aber Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn ins Ballgetümmel.
Nicht zu Stande kam das von vielen erhoffte erste Wiedersehen von Nadja »Naddel« Abd El Farrag mit Schlager-Millionär Ralph Siegel nach deren kurzer Affäre. Der Musikproduzent hielt sich vom Ball fern. Es fehlten außerdem der Münchner Modezar Rudolph Moshammer und der im Scheidungskrieg stehende Klaus-Jürgen Wussow.
Während »Naddel« von zwei Bodyguards beschützt den Seiteneingang nahm, schlug das Herz des Kaisers Franz Beckenbauer nur für Fußball. Der DBF-Vizepräsident fieberte im Alten Foyer beim Relegationsspiel mit der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Ukraine und hob sich die Feinkost für später auf. Auf die Frage, ob er auf dem Ball mit »Naddel« tanzen wolle, antwortete er lakonisch: »Was ist das?«