Startseite

Kein Frei.Wild, aber Carla Bruni und Die Toten Hosen

Mit dem Echo zeichnet die deutsche Musikbranche die erfolgreichsten Künstler aus. 2012 sahen die Quoten für die TV-Übertragung nicht so gut aus. Am Donnerstag will der Echo mit vielen Stars punkten.

  Auch Carla Bruni wird zu Gast beim Echo sein. Die Sängerin soll französischen Flair verbreiten.

Auch Carla Bruni wird zu Gast beim Echo sein. Die Sängerin soll französischen Flair verbreiten.

Vielleicht doch eine verschlüsselte Botschaft? Wenn an diesem Donnerstag Frankreichs frühere First Lady Carla Bruni bei der Echo-Show in Berlin auftritt, schmachtet daheim vielleicht ihr Mann Nicolas Sarkozy vor dem Fernseher. Zwischen den Toten Hosen und den Kastelruther Spatzen soll Bruni beim deutschen Musikpreis Echo französisches Flair verbreiten - und zwar mit ihrem Chanson "Mon Raymond", hinter dem in Paris mancher eine Liebeserklärung an den Ex-Präsidenten vermutet.

Die Gala in den Berliner Messehallen moderiert die Schlagersängerin Helene Fischer. Die ARD überträgt live ab 20.15 Uhr. Der Preis wird in 27 Kategorien - von Mundartrock über Schlager bis Metal - an die erfolgreichsten Musiker des Vorjahres verliehen. Neben Ex-Model Bruni werden unter anderem der Geiger David Garrett, die britische R&B-Sängerin Emeli Sandé ("Next to Me") und die Berliner Gruppe Silly auf der Bühne stehen.

Der Echo will mit seinem Star-Aufgebot glänzen

Im vergangenen Jahr hatte die Gala-Übertragung maue Quoten: Rund 2,6 Millionen Menschen sahen die TV-Show, eine Million weniger als im Jahr davor. In diesem Jahr will der Echo mit großen Namen punkten.

Bei der Leistungsschau der deutschen Musikindustrie sollen gleichsam alte Hasen und Newcomer ausgezeichnet werden. Ob die Rock-Veteranen von den Toten Hosen, die mit sieben Nominierungen um die Statuetten ins Rennen gehen, der Stuttgarter Rapper Cro oder die Flensburger Band Santiano mit ihrer Mischung aus Volkslied und Schlager: Musik aus Deutschland ist längst aus der Nische getreten, wie der Vorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie, Dieter Gorny, vor der Verleihung sagte. Im letzten Jahr lag der Anteil nationaler Produktionen in den Charts bei 58 Prozent.

Internationaler Preis für Lebensleistung

Die Branche sei dabei, die Herausforderung der digitalen Welt zu meistern, sagte Gorny im dpa-Gespräch. "Legale Downloads sind im Markt angekommen. Musik ist heute auf rund 70 Plattformen im Netz legal verfügbar, der Fan kann aus über 20 Millionen Titeln frei wählen." Der Vorwurf, die Musikindustrie habe das Internet verschlafen, sei überkommen.

Zu den Nominierten gehören Robbie Williams, die britischen Rocker von Gossip, die amerikanische Sängerin und Songschreiberin P!nk, die britischen Folkrocker Mumford & Sons sowie Peter Maffay, Nena, Heino und Helene Fischer.

Erstmals verleiht die Deutsche Phono-Akademie einen internationalen Preis für eine Lebensleistung - und zur Premiere geht die Auszeichnung an die legendäre britische Rockband Led Zeppelin. Gitarrist Jimmy Page und Bassist John Paul Jones wollen die Ehrung persönlich abholen.

Streit um Frei.Wild gerät in den Hintergrund

Ansonsten dürfte es auf dem roten Teppich vor den Messehallen viel Auftrieb geben. US-Star Lana Del Rey und die britische Sängerin Katie Melua haben sich angekündigt, der kanadische Jazz-Crooner Michael Bublé und die amerikanische Metalband Linkin Park.

Auch mit Promis aus Deutschland geizt der Echo nicht. Der Liedermacher Reinhard Mey, der Jazzer Roger Cicero, der Rapper Samy Deluxe, die Rockgruppe Beatsteaks oder Sängerin Annett Louisan wollen sich die Ehre geben.

Bei soviel Blitzlicht ist der Streit um Frei.Wild in den Hintergrund geraten. Nach der Boykottdrohung der ebenfalls nominierten Chemnitzer Deutschrocker von Kraftklub und der Berliner Elektropop-Band MIA., die den Südtirolern Nähe zu rechtem Gedankengut vorgeworfen hatten, nahm die Phono-Akademie Frei.Wild von der Nominierungsliste. Gorny verteidigt den Ausschluss, doch hat er eine Debatte über die Freiheit der Kunst angeregt angesichts immer wiederkehrender "Empörungswellen".

Esteban Engel, DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools