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25. Mai 2002, 00:20 Uhr

Mit Haut und Haaren

Prominente demonstrieren für den Tierschutz - und zeigen sich nackt. Mit dabei: die »No Angels«, Thomas D., Nina Ruge, Mirco Nontschew und noch mehr Stars.

Lucy, Jessica und Sandy vonden »No Angels«

Erika ist ein Glücksschwein. Während ihre Artgenossen zu Schinken verarbeitet werden oder in der Verbrennungsanlage landen, kann sie gepflegt die Sau rauslassen. Denn Erika lebt auf dem MARS, der »Modernen Anstalt Rigoroser Spakker«. So hat Thomas D., Sänger der Fantastischen Vier, seinen Hof in der Eifel genannt, eine Kommune der Großstadtmüden. Hier wird Erika von neun Vegetariern bemuttert und bevatert; hier suhlt sie sich im Dreck, tobt grunzend durchs Freigehege, und hier schläft sie Seite an Seite mit den Schafen Bonnie und Clyde im Stall. »Unsere Liebe«, sagt Thomas D., »geht durch den Magen – Erika nicht.«

Thomas D. ernährt sich fleischlos

Der Rapper ernährt sich seit 15 Jahren fleischlos. Eier kauft der 32-Jährige nur »bei einer Frau im Nachbardorf, wo die Hühner noch einen Namen haben«. Auf dem MARS erholt sich Thomas D., und von hier aus setzt er seine Popularität ein »für die Dinge, die mir wichtig sind«. Wie etwa die größte Tierrechtsorganisation der Welt: Peta – »People for the Ethical Treatment of Animals«.

»Greenpeace für Tiere«

Peta wurde 1980 in den USA gegründet, inzwischen zählt die Organisation weltweit 750 000 Mitglieder, 25 000 davon in Deutschland. Peta ist so etwas wie Greenpeace für Tiere. Kürzlich bewarfen ein paar Aktivisten in New York die Mode- macher Calvin Klein und Karl Lagerfeld, die auf Leder stehen, mit Tofu-Torten. Die Leute von Peta können aber auch subtiler: Mit Thomas D., Esther Schweins, Nina Ruge, Dennenesch Zoudé, Mirko Nontschew und den No Angels haben sie nun eine Fotoserie produziert, die die natürliche Nähe symbolisieren soll zwischen Mensch und Tier. Zugleich soll sie für Peta werben und daran erinnern, dass Tiere auch und gerade in den Zeiten von BSE und MKS eins verdienen: unseren Respekt.

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