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"Spock trägt keine Perücken"

Zachary Quinto kehrt in "Star Trek - Into Darkness" zum zweiten Mal als Vulkanier Spock in die Kinos zurück. Mit stern.de sprach er über sein Outing und eine Reise ins Weltall.

Von Frank Siering, Los Angeles

  Auch im zweiten Teil der "Star Trek"-Neuauflage spielt Zachary Quinto die Rolle des Spock

Auch im zweiten Teil der "Star Trek"-Neuauflage spielt Zachary Quinto die Rolle des Spock

  • Frank Siering

Zachary Quinto, 35, wusste, dass große Erwartungen in ihn gesetzt würden, als er vor vier Jahren die Rolle des Spock für eine Kino-Neuauflage von "Raumschiff Enterprise" annahm. Bis dahin war Leonard Nimoy das Maß aller Dinge. Keiner hatte es in Hollywood zuvor gewagt, sich mit dem ultimativen Vulkanier zu messen. Doch Quinto wollte es dennoch versuchen. Und setzte sich durch. Der erste Teil von "Star Trek" in Neubesetzung (mit Chris Pine als Captain Kirk) war ein Erfolg an der Kinokasse.

Wohl auch deshalb kehrt die Crew der "Enterprise" jetzt in dem Streifen "Star Trek - Into Darkness" noch einmal auf die Kinoleinwand zurück. stern.de traf den neuen Spock in Los Angeles und sprach mit ihm über schwule Astronauten, Ferien im Weltall und spitze Ohren.

Mr. Quinto, die wichtigste Frage vorweg: Haben Sie sich ein paar Spock-Ohren vom Set mitgenommen?

Quinto: (lacht) Offiziell darf ich das natürlich nicht zugeben, aber es kann durchaus sein, dass bei mir Zuhause das ein oder andere Spock-Ohr zu finden ist.

Die Enterprise erforscht "fremde Galaxien, neues Leben und neue Zivilisationen", wie es in dem Vorspann der berühmten TV-Serie so schön heißt. Hätten Sie privat auch Interesse an einer solchen Entdeckungsreise?

Quinto: Ja, klar. Ich interessiere mich schon für Weltraum-Reisen. Aber wohl mehr in der Theorie. Ich selbst weiß nicht, ob ich mich Richtung Milchstraße schießen lassen würde.

Hatten Sie eigentlich Angst, diese ikonische Rolle zu übernehmen, die Leonard Nimoy hat unsterblich werden lassen?

Quinto: Ganz ehrlich? Nicht wirklich. Ich habe tierischen Respeckt vor Leonard, und wir sind mittlerweile auch echte gute Freunde. Aber ich bin ja auch ein anderer Spock als Leonard. Von daher hatte ich da keine Angst.

Haben Sie Nimoy um Rat gebeten?

Quinto: Wir haben uns ausgetauscht. Und er hat mir erzählt, dass er mittlerweile ein eigenes Spock-Archiv angelegt und gerade einen Großteil an die Uni in Boston übergeben hat.

Wann gibt es das schon mal, ein eigenes Charakter-Archiv. Denken Sie jetzt auch darüber nach, sich so verewigen zu lassen?

Quinto: Ich finde die Idee schon spannend. Aber ich bin eher ein Typ, der nicht alles im Leben aufbewahrt.

Sie haben sich vor einiger Zeit als schwul geoutet. Hatten Sie die Befürchtung, dass es Ihre Rolle als Spock gefährden könnte?

Quinto: Nein, nicht wirklich. Es war mir persönlich wichtig, ich habe da nicht an meine Rolle gedacht. Und es macht doch auch wirklich keinerlei Unterschied, oder? Ob Spock nun schwul oder nicht schwul ist, Hauptsache er macht einen guten Job.

Wie würden Sie die Beziehung zwischen Spock und Kirk in diesem Film beschreiben?

Es gibt eine Szene in diesem Film, in der Spock bereit ist, sein Leben für die Enterprise zu opfern. Und in diesem Moment denkt der Captain ernsthaft darüber nach, die Regeln zu ändern, um seinen Freund zu retten. Das war eine Schlüsselszene für mich, weil sie beschreibt, wie innig die Freundschaft zwischen beiden mittlerweile ist.

Ganz Hollywood redet über Ihre Haare in diesem Film. Es wird spekuliert, dass sie eine Perücke tragen. Klären Sie uns doch bitte auf.

Tue ich gerne. Nein, keine Perücke. Es sind meine echten Haare. Spock trägt keine Perücken!

Frank Siering, Los Angeles

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