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24. Mai 2006, 16:29 Uhr

Prinzessin in der Warteschleife

Aus der "Märchenhochzeit" des High-Society-Horrorpaars Tatjana Gsell und Prinz Ferfried von Hohenzollern wird erstmal nix: Seine Scheidung von Prinzessin Maja ist noch nicht durch. Ob nun eine zweite Staffel der Aschenputtel-Soap droht, ist offen. Von Karin Spitra

Keine Heiratshektik bei "Sweetie" und "Foffi": Die Hochzeit ist - erstmal - geplatzt© Andreas Rentz/Getty Images

Tatjana Gsell (seit einigen Jahren 35) und ihrem Verlobten, Prinz Ferfried von Hohenzollern (63), droht neues Ungemach. Nach anstrengenden Benimm-Lektionen, stundelangen Anproben, einem streikenden Ferrari und sonstigen Hindernissen scheitert das laut RTL II am "heißesten gehandelte Society-Event des Jahres 2006" an einer Banalität: "Foffi", wie Prinz Ferfried von Prinzessin-Azubi Gsell genannte wird, ist immer noch mit seiner dritten Ehefrau, Prinzessin Maja von Hohenzollern, verheiratet. Ein erneuter Scheidungsversuch ist geplatzt, der für Ende Mai anberaumte Hochzeitstermin auch.

Ursprünglich sollte die Hochzeit des ungleichen Paares auf Schloss Moritzburg bei Dresden der Höhepunkt der vierteiligen RTL II-Soap "Tatjana und Foffi: Aschenputtel wird Prinzessin" werden. Jetzt wird die letzte Folge am kommenden Montag (29.05.) ausgestrahlt - ohne Trauung. Doch der TV-Sender wehrt sich gegen Beschiss-Vorwürfe: "Wir waren eigentlich immer guter Dinge, dass es klappt und wir am Schluss eine Hochzeit filmen," so Produktionssprecherin Sunsanne Raidt. Dass alles an einer rechtzeitigen Scheidung hängt, sei den Beteiligten auch klar gewesen, aber "es ist ganz klar, die beiden wollen heiraten." Wann die Scheidung denn nun kommt, sei aber alleine Sache des Gerichts.

Ohne Scheidung keine Hochzeit

Laut "Bild"-Zeitung steht schon länger fest, dass es gar keine Hochzeit gibt. Demnach bestätigte Ingrid Möbius, Leiterin der Hochzeitslocation Schloss Moritzburg, dass es zwar eine Besichtigung, aber nie eine Buchung gab. Und auch Katja Thiemann von "Brautmoden Balayi Magazasi" bestätigte dem Blatt, dass gar kein Kleid bestellt worden sei: "Die Produktionsfirma hatte uns schon gewarnt, erst mal nichts am Brautkleid zu ändern".

So zeigt RTL II im Staffel-Finale das Brautpaar weiter im Hochzeits-Endspurt: Tatjana bekommt den letzten Schliff von ihrer Adels-Trainerin. Nach fünf Wochen härtestem Benimm-Drill muss sie standesgemäße Begrüßungs-Anreden pauken. Auf ihr Abschneiden darf man gespannt sein. Ebenso, wie sich die als "nicht gerade zimperlich" und "zickig, peinlich und böse" beschriebene Möchtegern-Prinzessin bei einem Jagdausflug hält. Denn ihr Prinz ist zwar meist ein kultiviertes Blaublut, aber oft auch ein ruppiger, harter Kerl. Dann geht er auf die Jagd, mit allem was dazu gehört: scharfer Munition, Blut und nun auch "Sweetie", wie er Tatjana nennt.

Das Endziel "Prinzessin Tatjana von Hohenzollern" bleibt© Fabian Matzerath/DDP

"Überraschende Wendungen"

Dramaturgisch clever hängt in der letzten Sendung dann auch der Haussegen im Hause Hohenzollern/Gsell etwas schief. Es gibt Gezicke, Vorwürfe und Tränen. "Das zeichnete sich schon in der dritten Folge ab, dass die Nerven ein bisschen blank liegen," analysiert Raidt. "Die beiden wurden bis zu 12 Stunden am Tag gefilmt - neben den kräftezehrenden Hochzeitsvorbereitungen ist das schon viel Stress." So versucht Raidt die Spannung hoch zu halten und stellt noch "einige überraschende Wendungen" in Aussicht.

Doch wer Prinzessin werden will, nimmt einiges auf sich. Und ein kleiner Trost bleibt Tatjana Gsell ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt - und im Märchen haben es Prinzessinnen meist auch nicht leichter.

Von Karin Spitra
 
 
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