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Lindsay Lohan droht Gefängnis

Palmen, Premieren, Partys: Schauspielerin Lindsay Lohan genießt das süße Leben im Rahmen der 63. Filmfestspiele in Cannes. Zu dumm, dass sie eigentlich in den USA vor Gericht erscheinen müsste.

Schauspielerin Lindsay Lohan hat erneut Ärger mit der Justiz. Die 23-Jährige kann nach Angaben ihrer Anwältin Shawn Chapman Holley nicht zu einem Gerichtstermin in Los Angeles erscheinen, weil sie ihren Flug verpasste. Lohan weilt derzeit in Cannes und besuchte dort im Rahmen des 63. Filmfestivals Premieren und Partys. Den Rückflug konnte Lohan nicht antreten, weil ihr Reisepass verschwunden sei, sagte Chapman Holley dem US-Sender CNN. "Ich weiß nicht, ob er gestohlen oder verlegt wurde. Er ist weg." Ihre Mandantin bemühe sich jedoch rasch um einen neuen Pass.

Es ist nicht das erste Mal, dass Lohan einen wichtigen Termin verpasst. Im Februar sollte sie eigentlich Stargast des Wiener Opernballs sein. Der österreichische Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner hatte die Schauspielerin für viel Geld eingekauft. Lohan nutzte die Zeit am Flughafen von Los Angeles jedoch für ausgiebige Shoppingtouren, so dass ihre Linienmaschine nach London zwei Stunden auf sie warten musste. Ergebnis dieser Verzögerung: Standgebühren in Höhe von 16.000 Euro. Die wollte Lohan nicht zahlen und verzichtete deshalb auf ihre Reise zum Opernball.

Lohan sollte am Donnerstag im Rahmen ihrer Bewährungsstrafe für Alkoholsünden in Los Angeles vor Gericht erscheinen. Die 23-Jährige hatte 2007 nach einem Autounfall unter Einfluss von Drogen und Alkohol eine mehrjährige Bewährungsstrafe erhalten. Bis Juli muss sie nun regelmäßig ihren Verpflichtungen nachkommen. Bei Verletzung dieser Auflagen droht eine Gefängnisstrafe. Lohans Anwältin räumte ein, dass die Schauspielerin mit einigen Kursen in Verzug ist. Im Herbst 2009 war Lohans Bewährungszeit um ein Jahr verlängert worden, nachdem sie bei Kursen für Süchtige unentschuldigt fehlte.

jum/DPA/DPA

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