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24. Januar 2008, 18:09 Uhr

Die traurige Heimkehr der Michelle Williams

Michelle Williams ist zurück in New York - und nichts ist so, wie es vorher war. Der Vater ihrer zweijährigen Tochter, Heath Ledger, ist tot. Und Williams wird mit wilden Spekulationen um die Todesursache Ledgers konfrontiert. Von Ulrike von Bülow, New York

Michelle Williams und Tochter Matilda steigen vor ihrer Wohnung aus einem dunklen Geländewagen© Splashnews

Als Michelle Williams gestern Abend vor ihrem Haus in Brooklyn aus dem schwarzen Geländewagen stieg, der sie vom Flughafen Newark heimgebracht hatte, sah sie blass und müde und traurig aus. Sie trug ihre Tochter Matilda auf dem Arm, und das Mädchen lachte fröhlich. Es schien sich zu freuen, nach Hause zu kommen, in die vertraute Umgebung, auch wenn nun alles anders ist hier in New York, aber wie soll das ein zweijähriges Kind begreifen?

Matildas Vater Heath Ledger war am Tag zuvor leblos in seiner Wohnung in Manhattan aufgefunden worden. Als Williams, die mit Matilda bei Dreharbeiten in Schweden weilte, vom Tod ihres ehemaligen Verlobten erfuhr, machte sie sich sofort auf den Heimweg. Ihre Mutter Carla und ihre beste Freundin, die Schauspielerin Busy Philipps ("Dawson's Creek") nahmen sie in Brooklyn in Empfang, um ihr beizustehen in diesen Tagen, in denen sich alle fragen: Warum?

Heath Ledger und Michelle Williams im November 2005© AP

Eine erste Autopsie des Leichnams von Heath Ledger hatte am Mittwoch noch keine Aufschlüsse über die Todesursache gebracht. Sechs verschiedene Sorten von Medikamenten gegen Angstzustände und Schlaflosigkeit waren bei ihm gefunden worden, nun wurde bekannt, dass neben Ledger ein zusammengerollter 20-Dollarschein gelegen hat, was neue Spekulationen über einen möglichen Drogentod auslöste. Die New Yorker Polizei aber sagt, es seien keine Reste einer illegalen Substanz daran festgestellt worden, kein Kokain, nichts.

Auch gab die Polizei Einzelheiten darüber bekannt, wie der verstorbene Heath Ledger aufgefunden wurde. Demnach kam seine Masseurin Diana Wolozin, die einen Termin bei ihm hatte, am Dienstag gegen 14.45 Uhr Ortszeit in sein Apartment in der Broome Street, seine Haushälterin Teresa Solomon ließ sie herein. Ledgers Schlafzimmertür war verschlossen, es war nichts von ihm zu hören, und so rief sie gegen 15 Uhr auf seinem Handy an. Weil Ledger nicht antwortete, ging sie ins Schlafzimmer, wo sie ihn reglos auf dem Bett liegen sah.

Wolozin schüttelte Ledger, aber der reagierte nicht. Sie nahm sein Handy und rief die Schauspielerin Mary-Kate Olsen an, von der sie wusste, dass sie eine Freundin Ledgers war, und bat diese um Hilfe. Olsen war in Kalifornien und sagte, sie kenne private Sicherheitsleute in New York, die sie vorbei schicken würde. Wolozin schüttelte Ledger wieder und rief Olsen ein weiteres Mal an; sie fürchte, Ledger sei tot, sagte sie, dann legte sie auf und wählte 911, den Notruf. Um 15.33 Uhr kamen die Notärzte, und fast zur gleichen Zeit zwei von Mary Kate Olsen geschickte Sicherheitsleute. Die Mediziner legten Ledger auf den Boden und versuchten ihr wiederzubeleben, mit Elektroschocks, doch die Versuche waren vergebens; um 15.36 Uhr erklärten sie ihn für tot.

Heath Ledgers Haushälterin Teresa Solomon sagte der Polizei, sie sei an diesem Tag gegen 13 Uhr in seine Wohnung gekommen und habe ihn zu diesem Zeitpunkt schnarchen hören. Sie sei dann in sein Schlafzimmer gegangen, um eine kaputte Glühbirne im angrenzenden Badezimmer auszuwechseln, da habe er bäuchlings auf dem Bett gelegen und geschlafen.

Ledger war im vergangenen Herbst in das Apartment in der Broome Street gezogen, das monatlich 23.000 Dollar Miete kostet, als er und Michelle Williams sich getrennt hatten. Ledger war zuletzt häufig in jenen Nachtclubs in Manhattan unterwegs, in denen die Prominenz verkehrt, beispielsweise im "Beatrice Inn" im West Village, aber nicht exzessiv: Er habe stets Wasser getrunken, das versicherten nun die Nachtclubbesitzer Manhattans. Mal wurde Ledger mit Models wie Gemma Ward gesehen, mal mit Schauspielerinnen wie Lindsay Lohan. Lohan habe er angeblich am kommenden Wochenende in New York treffen wollen, berichtet der Unterhaltungssender "E!": Sie sei ob seines Todes am Boden zerstört, angeblich habe Lohan gesagt: "Ich liebe ihn doch."

Von Ulrike von Bülow, New York
 
 
KOMMENTARE (3 von 3)
 
AliceWalsh (25.01.2008, 17:48 Uhr)
Unglaublich!
Ich finde es unglaublich dass die Masseuse zuerst jemand anderen angerufen hat anstatt eine Ambulanz. Dummer kann man nicht sein!
manndernichtdaist (25.01.2008, 09:23 Uhr)
@manesse
willkommen im zeitalter des boulevard-journalismus.
manesse (24.01.2008, 23:52 Uhr)
Nicht ok
Es ist nicht in Ordnung, in diesem traurigen Zusammenhang Bilder von Heath Ledgers kleiner Tochter zu zeigen und über ihr Verhalten zu berichten. Die Privatsphäre sollte gewahrt bleiben.
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