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23. Januar 2008, 12:52 Uhr

Kidman spricht von "einer schrecklichen Tragödie"

Ganz Hollywood ist schockiert über den Tod von Schauspieler Heath Ledger. Besonders seine australischen Kollegen zeigten sich bestürzt. Nicole Kidman sprach von einer "Tragödie". Ob es sich um einen Unfall oder einen Selbstmord handelt, soll eine Autopsie klären.

Für seine Rolle als schwuler Cowboy in "Brokeback Mountain" erhielt Ledger 2006 eine Oscar-Nominierung© Tobis

Der Tod des Schauspielers Heath Ledger hat weltweit große Bestürzung ausgelöst. Viele Hollywoodstars zeigten sich schockiert vom Verlust ihres 28-jährigen Kollegen. "Er war gerade dabei, berühmt zu werden. So jung aus dem Leben zu scheiden, ist ein tragischer Verlust", sagte Ledgers Landsmann, der Australier Mel Gibson. Die gebürtige Australierin Nicole Kidman sprach von einer "schrecklichen Tragödie". Das Land habe einen seiner größten Schauspieler verloren, sagte Australiens Ministerpräsident Kevin Rudd. Gemeinsam mit Kidman gehörte Ledger der "Aussie Hollywood Mafia" genannten Riege von Schauspielern aus "down under" an, zu der auch Russell Crowe, Naomi Watts und Hugh Jackman gezählt werden.

Der Schauspieler war am Dienstag nackt und leblos in seiner New Yorker Wohnung gefunden worden. Polizeiangaben zufolge starb der 28-jährige möglicherweise an einer Überdosis Schlaftabletten. Man habe Pillen neben seinem Bett gefunden, sagte ein Sprecher. Bisher gebe es keine direkten Hinweise auf einen Selbstmord, wie etwa einen Abschiedsbrief. Für Mittwoch ist eine Autopsie geplant. Ledgers Sprecherin sprach von einem "Unfall" und bat die Presse, aus Respekt vor den Angehörigen nicht über die Todesursache zu spekulieren.

Die Familie des Jungstars bezeichnete den Tod als tragischen Unfall. Ledger hatte den Dezember und Januar weitgehend in Australien verbracht. "Heath hat in seinem kurzen Leben so viele Menschen auf so vielen verschiedenen Ebenen berührt", erklärte sein Vater Kim Ledger vor dem Wohnhaus der Familie. "Aber nur wenige hatten die Freude, ihn wirklich zu kennen."

Der Star litt unter der hohen Publizität seines Berufs und warf Paparazzi vor, ihn gezwungen zu haben, Australien zu verlassen. "Er war in vielerlei Hinsicht noch immer ein Junge, als er Perth verließ", sagte der australische Regisseur Neil Armfield, der mit Ledger 2006 zusammengearbeitet hat. "Er war verletzlich, hatte sich furchtbar bedrängt gefühlt und war so schrecklich verzweifelt."

In New York versammelten sich kurz nach Bekanntwerden seines Todes mehrere hundert Menschen vor dem luxuriösen Loft-Wohnhaus im Stadtteil SoHo, wo der Schauspieler vor einigen Monaten eingezogen war, und legten Blumen, Kerzen und Kränze nieder. Zahlreiche Fans legten auch in seiner Heimat Australien Blumen und Karten vor dem Haus der Familie in Perth nieder, wo die Nachricht aus den USA am frühen Morgen eingetroffen war.

DPA/AP/Reuters
 
 
KOMMENTARE (1 von 1)
 
mona.lisa (23.01.2008, 19:11 Uhr)
Traurige Augen
Auf fast allen Bildern hat er traurige Augen, auch wenn er lächelte.
Wer weiß, vielleicht war er ein ganz einsamer Mensch. Die Öffentlichkeit sieht von den Schauspielern ja immer nur die Fassade, das Bild, das von Managern und Studios der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Schade um diesen guten Schauspieler.
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