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26. Juli 2005, 12:07 Uhr

Solo für Boris Becker

Das frühere Tennis-Ass Boris Becker und die französische Tänzerin Caroline Rocher haben sich getrennt. Spekulationen über eine Affäre erteilte Becker eine Absage.

Boris Becker neben seiner Ex-Freundin Caroline Rocher. Die beiden waren drei Jahre zusammen© Federico Gambarini/DPA

Das frühere Tennis-Ass mit Spitznamen "Bobbele" und seine Freundin Caroline Rocher sind kein Paar mehr. "Wir haben uns vor kurzem im Guten getrennt", sagte Becker der Illustrierten "Gala". "Es kriselte schon seit einem guten halben Jahr, vor allem, weil ich beruflich unglaublich viel unterwegs war." Becker und Rocher waren drei Jahre lang zusammen.

Beckers Leben im Jetset, die Hetze von Termin zu Termin, sind Gründe für das Ende der Beziehung. Sein Leben mit Stationen rund um den Globus im Focus der Öffentlichkeit ließ das Paar sich nur selten sehen. "Ich habe sie fast häufiger gesehen, als sie noch in New York gelebt hat, weil ich so oft in Miami bin. Die Zeit, die wir uns sahen, hat für eine Beziehung nicht mehr gereicht", sagte Becker.

"Ich war Caroline treu"

Dabei war die Primaballerina Rocher für ein Engagement im vergangenen Jahr eigens nach München gezogen, auch in der Hoffnung, den dreifachen Vater häufiger zu sehen. Selbstbewusst hatte sie damals gesagt: "Ich bin glücklich, dass ich von meinem Beruf leben kann, ich wollte nie von einem Mann abhängig sein. Deshalb werde ich mir auch in München eine eigene Wohnung suchen." Natürlich hoffe sie aber, "dass Boris oft da ist". Jetzt sagt Becker, die Trennung wurde "sozusagen einvernehmlich" beschlossen. "Es ging dabei nicht um gegenseitige charakterliche Abgründe, sondern darum, dass wir uns für eine funktionierende Beziehung viel zu wenig gesehen haben."

Eine andere Frau war laut Becker nicht der Grund für die Trennung. "Ich war mit Caroline fast drei Jahre zusammen und war ihr treu." Spekulationen über Romanzen erteilte der öffentlichkeitswirksame Unternehmer in der "Gala" eine Absage: "Aber jedes Mal, wenn ich Freunde treffe, wie auf einem Boot auf Mallorca, dann heißt es gleich: Boris hat eine Neue. Ich werde doch mal mit einer Frau essen gehen oder in die Disco dürfen, ohne sie gleich heiraten zu müssen!"

"Besenkammer-Affäre" kratzt am Image

Jüngster Wimbledon-Sieger, Nummer eins der Tennis-Weltrangliste mit Markenzeichen Beckerfaust, Hochzeit mit Barbara Feltus und die Geburt seiner Söhne Noah Gabriel und Elias Balthasar ("meine beiden Löwen") - der 37-Jährige stand in den vergangenen Jahren immer wieder im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Doch nach dem Ende seiner aktiven Tenniskarriere mehrten sich auch die negativen Schlagzeilen. Scheidung, Sorgerechtsverfahren um seine Söhne in Miami, die "Besenkammer-Affäre" und seine uneheliche Tochter Anna oder die Verurteilung wegen Steuerhinterziehung kratzten am Image des einstigen Elite-Sportlers und heutigen Unternehmers.

Den Mut für künftige Beziehungen hat der in Zürich lebende Star jedoch nicht verloren. "An den Zustand, dass ich jetzt wieder Junggeselle sein „darf“, muss ich mich erst mal wieder gewöhnen." Allerdings sei er nicht beziehungsunfähig. "Meine Traumfrau muss auf eigenen Beinen stehen, ihr eigenes Geld verdienen. Ich brauche kein Heimchen, das mir ständig hinterherläuft." Bei der Vorstellung einer neuen Werbekampagne für eine Brauerei in Berlin gab sich Becker über sein Privatleben am Dienstag aber bedeckt. "Wir wollen doch beim Thema bleiben."

Von Oliver Pietschmann, DPA
 
 
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