"Sie schläft gerade und hatte eine ruhige Nacht"

5. Dezember 2012, 17:27 Uhr

Mitarbeiter des King Edward VII. Krankenhauses fielen auf einen Telefonstreich eines australischen Radiosenders herein. So gelangten die Moderatoren an Details über Kates Gesundheitszustand.

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Herzogin Catherine wird seit einigen Tagen wegen schwerer Schwangerschaftsübelkeit im Londoner King Edward VII. Krankenhaus behandelt.©

Seit Tagen stehen mehrere Beamte von Scotland Yard vor dem King Edward VII. Krankenhaus im Zentrum Londons. Sie sollen ungebete Gäste abhalten und Herzogin Catherine beschützen. Seit bekannt wurde, dass die Frau von Prinz William ein Kind erwartet und wegen starker Schwangerschaftsübelkeit behandelt werden muss, ist die Klinik im Belagerungszustand. Nach außen scheint der Schutz ganz gut zu funktionieren. Außer dem Prinzen und Kates Eltern ist bisher niemand in der Privatklinik gesichtet worden. Doch nach innen herrscht offenbar eine eklatante Sicherheitslücke. Dem australischen Radiosender 2Day FM ist es gelungen, mit einem Trickanruf Informationen über den Gesundheitszustand der Herzogin einzuholen.

Die beiden Moderatoren Mel Greig und Michael Christian riefen mit verstellter Stimme im Krankenhaus an und gaben sich als Queen Elizabeth II. und Prinz Charles aus. "Könnte ich bitte mit Kate, meiner Enkeltochter sprechen", sagte Greig. Sie wurde daraufhin ohne Zögern zu der Krankenschwester durchgestellt, die Kate betreut. "Sie schläft gerade und hatte eine ruhige Nacht. Wir haben ihr Flüssigkeit gegeben, sie ist derzeit stabil. Seit meinem Schichtbeginn hat sie keinen Würgereflex mehr gehabt", sagte die Mitarbeiterin. "Oh, gut, dann füttere ich meine kleinen Corgis", tat Greig erleichtert während im Hintergrund zwei Radiokollegen wie Hunde bellten. Auf die Frage, wann sie Kate besuchen könne, sagte die Krankenschwester: "9 Uhr morgens ist eine gute Zeit, dann ist auch die Visite vorbei."

Das King Edward VII. Krankenhaus hat den Vorfall inzwischen bestätigt und sich entschuldigt. "Das war ein dummer Trickanruf, den wir zutiefst bedauern. Wir legen großen Wert auf die Privatsphäre unserer Patienten und werden nun unsere Telefonprotokolle untersuchen", sagte John Lofthouse, der Leiter der Klinik. Der Palast äußerte sich bisher nicht. Das King Edward VII. Hospital gilt seit Jahren als Krankenhaus der königlichen Familie. Sowohl die Queen als auch ihr Gatte Prinz Philip wurden dort bereits behandelt.

Am meisten wunderten sich die Moderatoren über ihren geglückten Telefonstreich. "Ich kann nicht glauben, dass wir durchgestellt wurden", sagte Christian. "Ich habe so einen schlechten britischen Akzent."

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