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Gottschalk zieht vom Schloss ins Zelt

14. November 2012, 10:29 Uhr

Acht Jahre residierte Thomas Gottschalk in einem Schloss am Rhein. Nun will der 62-Jährige seine Luxusbleibe loswerden. Doch beim Verkauf gibt es einige Haken.

Thomas Gottschalk,  Schloss Marienfels, Verkauf, Rhein, Remagen

Schloss Marienfels in Remagen war acht Jahre der deutsche Wohnsitz von Moderator Thomas Gottschalk.©

Das Zuhause von Thomas Gottschalk erinnert ein wenig an die Festung Hohensalzburg, jenen prächtigen Bau, der über Salzburg thront. Dort, vor dem Wahrzeichen der österreichischen Stadt, sieht man Thomas Gottschalk immer wieder posieren. Vorzugsweise mit Gattin Thea, wenn er alljährlich zu den Festspielen kommt. Kein Wunder also, dass sich der Moderator im November 2004 selbst ein Schloss zulegte. Groß sollte es sein, luxuriös, abgeschieden gelegen. Immerhin war er damals der unangefochtene König des deutschen Entertainments. Da darf die persönliche Bleibe auch etwas üppiger ausfallen.

Gottschalks Wahl fiel auf Schloss Marienfels, ein imposanter Prunkbau in Remagen, hoch oben über dem Rhein. 1859 erbaut, diente das Schloss in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem als Residenz für Unternehmerfamilien, als Sanatorium und als Botschaftsgebäude. 3,5 Millionen Euro blätterte Gottschalk damals hin. 1,5 Millionen kamen für die Renovierung obendrauf. Nun hat Gottschalk genug von seiner Luxusbleibe und will das Schloss verkaufen.

Thomas Gottschalk,  Schloss Marienfels, Verkauf, Rhein, Remagen

Thomas Gottschalk und seine Ehefrau Thea, mit der er seit 36 Jahren verheiratet ist.©

Fortan bevorzuge er das Leben im Zelt, scherzte der 62-Jährige gegenüber der "Bild"-Zeitung. "Ich habe gerade mit meiner Frau unseren 36. Hochzeitstag in San Francisco gefeiert. Da waren noch ein paar Althippies mit ihren Schlafdecken unterwegs. Wir beide haben auch mit null angefangen und haben heute ein Schloss am Rhein und eine Windmühle in Malibu an der Backe. Jetzt fangen wir an, das Loslassen zu üben." Der Verkauf seines Anwesens sei jedoch nicht als Rückzug aus Deutschland zu verstehen.

Wer den Prachtbau erwerben will, muss tief in die Tasche greifen. "Der potenzielle Käufer sollte schon einen Bausparvertrag von deutlich über fünf Millionen Euro haben", sagte Gottschalk der "Bild". Für diese stattliche Summe wird einiges geboten. Ein parkähnliches Grundstück von 100.000 Quadratmetern Größe. Dazu 800 Quadratmeter Wohnfläche, die sich auf 14 Zimmer, drei Terrassen, einen Wellnessbereich, einen Wintergarten und diverse separate Appartements verteilen. Einziger Haken: Das gesamte Mobiliar, ausgesucht von Thea Gottschalk, muss ebenfalls übernommen werden. Die Ehefrau des Moderators hat einen sehr eigenwilligen Geschmack. Den demonstriert sie gern bei allen öffentlichen Auftritten in opulenten Kleidern.

jum

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