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25. März 2009, 17:11 Uhr

Fahnder durchsuchten Pooth-Villa

Nach ihrem Mann Franjo ist nun auch Verona Pooth ins Visier der Fahnder geraten. Mehrere Beamte der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchsuchten die Privat- und Büroräume des Werbestars. Grund soll Presseberichten zufolge ein Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung sein.

Verona Pooth, Franjo Pooth, Alain Midzic

Die schlechten Nachrichten nehmen für Verona Pooth einfach kein Ende© Krafft Angerer/Getty Images

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat am Dienstag die Villa von Verona Pooth durchsucht. Morgens kurz vor neun hielten drei Wagen der Staatsanwaltschaft vor Pooths Villa in Meerbusch bei Düsseldorf, bestätigte Oberstaatsanwalt Michael Marx-Manthey. Die Beamten durchsuchten Pooths Privat- und Büroräume. Auch das Büro von Pooths Manager Alain Midzic sei durchsucht worden. Zum Hintergrund der neuen Hausdurchsuchung machte Marx-Manthey keine Angaben.

"Ich bin von der Aktion sehr überrascht worden", sagte Verona Pooth dem Portal "Bild.de". "Selbstverständlich werde ich in den nächsten Tagen eventuelle Vorwürfe zu 100 Prozent entkräften. Seit 20 Jahren zahle ich brav meine Steuern. Ich habe mir nichts vorzuwerfen und habe mir nie etwas zuschulden kommen lassen." Nach Angaben von Midzic wurde die Durchsuchung abgebrochen, "nachdem die benötigten Unterlagen den zuständigen Herren in ihren Büroräumen übergeben wurden". Midzic kündigte für die nächsten Tage eine Stellungnahme Pooths nach Akteneinsicht an.

Gegen Verona Pooth läuft seit vergangenem Jahr ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Sollte der Betrag über eine Million Euro liegen, droht Verona Pooth nach neuester Rechtsprechung sogar Gefängnis.

Im Februar 2008 hatten Ermittler schon einmal die Privaträume Pooths und seiner Ehefrau sowie damals auch die Geschäftsräume des Unternehmers in Düsseldorf durchsucht. Dabei ging es um die inzwischen abgeschlossenen Ermittlungen gegen Franjo Pooth. Ehefrau Verona zeigte sich damals geschockt über die Durchsuchung: "Wir sind ja keine kriminelle Familie, und Franjo hat keine kriminelle Vergangenheit", sagte sie in einer Fernsehsendung.

Laut "Bild.de" sei Pooth zum Zeitpunkt der Razzia nicht zu Hause gewesen, sondern kam erst gegen 9:30 Uhr in Begleitung einer Freundin. Midzics Firma "Lara Enterprises" war am Vormittag nach der Razzia nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Erst Anfang des Monats war Verona Pooths Mann Franjo unter anderem wegen Bestechung und fahrlässiger Insolvenzverschleppung per Strafbefehl zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden, zudem verhängte das Düsseldorfer Amtsgericht eine Geldauflage von 100.000 Euro. Zudem muss Pooth eine Million Euro an die Düsseldorfer Sparkasse und zwei Millionen an die Commerzbank zahlen. Er hatte sich verpflichtet, für Verbindlichkeiten seiner später Pleite gegangenen Firma Maxfield bis zu einem Betrag von 8,5 Millionen Euro mit seinem Privatvermögen zu haften. Auch als Zeuge musste Franjo Pooth in den vergangenen Wochen mehrfach vor Gericht erscheinen: Dort sagte der Unternehmer im Prozess gegen einen mutmaßlichen Betrüger und Erpresser aus, der versucht haben soll, von der Maxfield-Pleite zu profitieren.

Jum/Mai/AP
 
 
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