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29. Februar 2008, 09:10 Uhr

"Wir sind keine kriminelle Familie"

Die Tränen kullerten nicht bei Verona Pooth, aber in der Talkshow von "Johannes B. Kerner" verteidigte sie am Donnerstagabend ihren Mann Franjo, der unter Korruptionsverdacht steht. Sie sei geschockt von der Razzia und durchlebe mit ihrem Mann eine "ganz, ganz schwere Zeit".

Verona Pooth zu Gast in der Talkshow "Johannes B. Kerner"© Ulrich Perrey/DPA

"Wir sind keine kriminelle Familie, und Franjo hat keine kriminelle Vergangenheit", sagt die 39-Jährige bei der Aufzeichnung der Talkshow "Johannes B. Kerner", die am Donnerstagabend im ZDF ausgestrahlt wurde. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Franjo Pooth wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung. Erst wenige Stunden vor dem TV-Auftritt hatten die Fahnder die Villa der Familie durchsucht. Zu dieser Zeit sei sie im Auto zum Flughafen unterwegs gewesen - und war "geschockt".

Im hautfarbenen Kleid sitzt sie im TV-Studio, längst nicht fröhlich drauflosplappernd wie man es von ihr kennt. "All diese Vorwürfe, die zur Zeit noch geprüft werden, sind ja Vorwürfe, die wir in unserem Leben nicht gewöhnt sind", sagt sie. "Es ist eine ganz, ganz schwere Zeit für Franjo und mich. Es ist schon so, dass einen das wahnsinnig belastet", erzählt die erfolgsverwöhnte Geschäftsfrau. Eigentlich sei sie ja ein sehr positiv denkender Mensch, aber die Situation jetzt gehe ihr "sehr ans Herz" und belaste ihr Privatleben. Noch im selben Atemzug beteuert sie: "Das ändert nichts daran, dass Franjo und ich glücklich verheiratet sind - sogar sehr glücklich!"

Pooth, die nach der Kurz-Ehe mit Musikproduzent Dieter Bohlen und der schlagzeilenträchtigen Scheidung unter ihrem Mädchennamen Feldbusch eine erfolgreiche Karriere hingelegt hat, kämpft in dem Gespräch auch für sich selbst: "Die Zeitungen müssen natürlich berichten", zeigt sie Verständnis. "Ich bin ja seit 19 Jahren in der Showbranche", betont sie, "ich lebe mit den Medien und habe denen auch viel zu verdanken". Die Schlagzeilen um die Insolvenz von Franjos Firma Maxfield "helfen natürlich nicht". Sie habe ihren Ehemann nie so erlebt. "Er ist wirklich total am Ende." Lediglich Söhnchen San Diego gelinge es, ihn zum Lachen zu bringen.

"Wir sind nicht untergetaucht, wie alle behaupten"

Sonst für RTL II als "Engel im Einsatz" für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, macht sie sich nun für ihre eigene Familie stark. So weit sie es kann: "Es ist natürlich so, dass ich zu vielen Sachen gar nichts sagen darf, weil ich nicht involviert bin", erklärt Pooth. Franjos Anwalt habe ihr jedoch folgendes Zitat genehmigt: "Der Verdacht auf Insolvenzverschleppung - den gibt es noch." Nicht mehr lange also, denn die Betonung liege auf "noch". "Mein ganzes Inneres ist natürlich voller Antworten auf alles. Ich würde so viel gern erzählen und beantworten, aber es ist natürlich so, dass ich das gar nicht darf."

Nur über ihre Gefühle als Ehefrau dürfe sie sprechen, sagt Pooth. "Weil ich in der Öffentlichkeit stehe, habe ich jetzt einfach die Gelegenheit genutzt." Ihr Ehemann dürfe derzeit keine Interviews geben, "aber wir sind nicht untergetaucht, wie alle behaupten." Dafür verteidigt sie ihn vehement, betont dass keine kriminellen Energien im Spiel gewesen seien. "Die Firma hat es einfach nicht gepackt", sagt sie. "Wir haben auch kein Konto in Lichtenstein. Wir haben bis zum heutigen Tag wirklich beide jeden Euro versteuert." Viel gelacht wird diesmal nicht, nur als ihr beim Thema Zumwinkel- Affäre ein Versprecher unterläuft: "Herr Postwinkel zum Beispiel und Franjo werden jetzt auf eine Stufe gestellt."

Noch einmal erläutert Pooth, sie selbst habe "mit der Firma 100 Prozent nichts zu tun" - "das sind zwei getrennte Paar Schuhe". Dafür scheinen sich die Negativ-Schlagzeilen auf manche Geschäfte der Frau mit einem - von ihr selbst betonten - Bekanntheitsgrad von 95 Prozent bislang nicht auszuwirken. Gerade habe sie wieder einen neuen Vertrag über Werbung für Konfitüre abgeschlossen, und Ende des Jahres sei ein Kinofilm mit ihr geplant. Überhaupt will sie nach vorn schauen: "Ich hoffe, dass das irgendwann mal vorbei ist, dass der Schaden so gering wie möglich ist." Sie liebe Franjo über alles, betont sie immer wieder und fügt hinzu: "Ich weiß, wen ich geheiratet hab."

Dorit Koch/DPA
 
 
KOMMENTARE (8 von 8)
 
klartext007 (01.03.2008, 12:02 Uhr)
Zitat :
Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt immer mit der Blödheit ihrer Bewunderer zusammen.
Heiner Geißler,
dt. Politiker
tagora-sagittara (29.02.2008, 21:58 Uhr)
Hilfe!!,.. Amöbe trift Pfarrer...
bitte verschont uns vor diesen Ableger der hirnfreien Repräsentanz Deutschlands....es lachen doch schon so alle über uns!!
OskarRumpel (29.02.2008, 18:54 Uhr)
Blöd trifft blöd
Verona und Kerner ergänzen sich hervorragend - hohle Plaudertasche trifft schmalzigen Labersack! Der geeignete Sender wäre jedoch nicht das ZDF sondern RTL II. Dass wir dieses dämliche Geplabbere mit unseren Gebühren finanzieren ist ebenso unverständlich wie Kerners weichgespültes Programm. Gute Fernsehunterhaltung und -kultur braucht Substanz und nicht das Gegenteil wie Kerner und Pooth.
isiMH (29.02.2008, 14:12 Uhr)
selber schuld
ich finde es unverschämt, dass frau pooth sich so als opfer darstellt und so tut als ob sie von allem nichts wissen würde, sie mag nich intelligent sein, aber sie ist doch schlau genug um zu wissen, was ihr ehemann beruflich macht.
wenn franjo pooth mitarbeiter der bank für kredite besticht und ein mehr als gutes leben führt und promipreviligien erhält durch seine frau, würden andere leute längst ins gefängnis.
so eine frechheit von verona sich dermaßen unschuldig in der öffentlichkeit darzustellen!
despera.do (29.02.2008, 11:26 Uhr)
kann nichts ausser hoch....
es ist doch lächerlich, der mann macht pleite und das evtl. auch noch nicht ganz legal und die frau bekommt ein millionenpublikum und einen moderator, bei dem sie sich ausheulen kann. sie sollte mal über folgendes nachdenken: wenn es illegal war was ihr achso hipper und kluger gatte dort gemacht hat dann ist nicht die familie kriminell - er aber schon. und nun noch mit der tränendrüse ins fernsehen gehen und sich zu beklagen wie schwer sie es doch jetzt haben? da sieht man, das sie sich nach drehschluss ihrer "anspruchsvollen" TV-show keine gedanken mehr über die leute macht, denen sie dort so gnädig hilft. die haben es schwer - ich glaube nicht, das VP sich sorgen machen muss wie sie das essen für ihre familie auf den tisch bekommt und ob sohnemann am nachmittag ins kino könnte, wo die schulbücher herkommen und ob sie urlaub machen können. also verona halt einfach mal [freiwillige selbstzensur] und hör auf zu heulen. wenn dein mann scheisse gebaut hat, dann hat er dazu zu stehen und ein vergleich mit zumwinkel ist durchaus drin wenn er schuldig ist - beide haben dann die allgemeinheit geschädigt und punkt
StefanAugsburg (29.02.2008, 11:26 Uhr)
Wozu bei dieser Frau ?
Diese Frau, die vollkommen talentfrei und mit nichts anderem als Bohlen, Ar... und Ti.... sowie quieksender Stimme "Karriere" gemacht hat versteht immer noch nicht, daß sie ein typisches IT-Girl ist. Sie hat NICHTS, was in irgendeiner Form ihr Mediendasein rechtfertigen könnte - und trotzdem gibt es immer noch genügend Deppen, die diese Frau hofieren. Nun ja, irgendwann ist sie hoffentlich in der Versenkung verschwunden ... grins
Sandygirl (29.02.2008, 10:34 Uhr)
Wen juckts?
Ähm...und? Was will uns Stern damit sagen?
pingpong (29.02.2008, 10:16 Uhr)
Als nächstes
darf Die Ehefrau von Zumwinkel öffentlich erklären, wie lieb ihr Mann doch eigentlich sei. Und ein Raffzahn schon lange nicht. Wo sind wir hier beim Fernsehen eigentlich hingekommen, das kriminelle Elemente ihre eigene Sendung bekommen. Aber Hauptsache, die Quote stimmt.
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