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Keine Diättipps, keine Namen und schon gar nicht Pippa!

Die royale Schwangerschaftshysterie greift um sich. Und eine britische Kommentatorin bittet um Gnade. Zehn Geschichten, die echt nicht sein müssen.

  Eineinhalb Jahre nachdem aus Kate Middleton die Duchess of Cambridge geworden ist, erwartet die 30-Jährige ihr erstes Kind. Grund für Jubelgeschrei und Überforderung.

Eineinhalb Jahre nachdem aus Kate Middleton die Duchess of Cambridge geworden ist, erwartet die 30-Jährige ihr erstes Kind. Grund für Jubelgeschrei und Überforderung.

Eigentlich war diese Schwangerschaft ja Sinn und Zweck der ganzen Veranstaltung: Kate und William haben geheiratet, um dem britischen Königshaus einen Thronfolger zu präsentieren. Dass die Duchess of Cambridge eineinhalb Jahre nach der opulenten Hochzeit nun schwanger ist, sorgt trotzdem für hysterische Begeisterung. Allerdings sorgt es auch für den wunderbaren britischen Humor. Die "Guardian"-Kolummnistin Zoe Williams wehrt den Anfängen der üblichen medialen Schwangerschafts-Reflexe mit einer Liste der zehn Geschichten, die sie auf keinen Fall hören will.

Endlose Listen dessen, was Kate nicht essen oder trinken sollte

, in denen It-Girls, Models und Filmstars davon erzählen, wie sehr sie sich freuen, endlich keinen Alkohol mehr zu trinken und von Tütensalat Abstand nehmen, seien eine Beleidigung fürs Volk, so Williams. Denn sie implizierten, dass Prominente sich mehr darum sorgen, was das Beste fürs Baby ist, als die Ottonormalverbraucherin. Und auch für die Promis sei es eine Beleidigung, stelle es sie schließlich so dar, als hätten sie ein grundsätzliches Alkohol- und Tütensalat-Problem.

Alles über Kate und Williams Sexleben sei schlicht und ergreifend widerlich, denn es rufe Bilder von Prinz William beim Geschlechtsverkehr hervor. Und es gehe ihr hier nicht um dessen wie immer geartete Attraktivität, sondern um den Respekt für einen zukünftigen König.

Spekulationen darüber, ob es nun ein Junge oder ein Mädchen wird

, wischt Williams mit einer Anekdote vom Tisch: Eine schwangere Freundin habe auf diese Frage mit "Das hoffe ich doch" geantwortet. Und wer es nicht gleich kapierte, bekam ein sarkastisches Gesicht dazu.

Die Frage des Namens

habe das Königshaus vor einigen Jahrhunderten selbst in einem "Vornehme-Namen-Generator" gelöst: Der gebe vier Namen vor - Elizabeth, Henry, James oder Mary. Das Geschlecht des Kindes und die Namen bereits vorhandener Kinder erledigen den Rest. Leider sei der Datenpool bis heute sehr klein, da man lieber unter sich bleibe.

Auch darüber, wie eilig Pippa "Po" Middleton nun schwanger werden will, oder unbedingt einen Mann in ihrem Leben haben möchte, weil sie mit ansehen muss, wie ihre Schwester ihr menschliches Schicksal vor ihr erfüllt, will Williams nichts hören. Wenn Pippa einen Mann findet, wird sie ihn heiraten, schwanger werden und ein Kind gebären. Darauf könne sie wetten.

Unerwünscht ist

alles, was Hyperemis Gravidarum (wegen der Kate ins Krankenhaus gebracht wurde) mit Schwangerschaftsübelkeit verwechselt

: Denn das wäre so, als nenne man eine Lungenentzündung eine "heftigen Erkältung".

Gedankenspiele Size-Zero-Verrückter, dass Hyperemesis Gravidarum - bei richtiger Anwendung - dabei helfe, eine gute Figur zu behalten

bringen Williams in Rage: Sie hoffe, dass die Menschen irgendwann den Punkt erreichen, da die Diskussion über eine Frau, die in der Schwangerschaft zunimmt, genauso schwachsinnig ist, wie die Diskussion über einen Mann, dem ein Bart steht, weil er sich nicht rasiert.

Natürlich gibt es Spekulationen darüber, wie Lady Diana die frohe Botschaft wohl aufgenommen hätte. Williams macht es kurz: Wie jeder andere Mensch auch würde sie sich freuen, und dem mit "Das ist schön" oder "wie wunderbar" Ausdruck geben.

Mode-Kommentatoren, die fragen, warum Kate nicht so sexy-schwanger sein kann wie Megan Fox

: Wenn die Mode damit nicht klar kommt, soll sie sich um was anderes kümmern.

Zuletzt schießt Zoe Williams in Richtung Twitter, wo der Tweet

"Delatey-Katey"

(Aufgeblähte Kate) schnell Verbreitung gefunden hat. Auf Twitter sollte er auch bleiben.

Das letzte Wort soll aber trotzdem Lady Di haben. Die hat einst gesagt, dass ihre Schwangerschaften "zu öffentlich" gewesen seien: "Die ganze Welt starrt auf meinen Bauch." Sie hatte keine Ahnung, dass es nur der Anfang war.

sal

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