Push, Kate, Push!

22. Juli 2013, 15:40 Uhr

Alle warten darauf, dass Kates Kind das Licht der Welt erblickt. Auch das Royal Baby selbst, denn es hat große Pläne – glaubt man seinen Tweets. Von Katharina Kütemeyer

Royal Baby, Kate, Prinz William

Dieser Strampler ist wie geschaffen für das Royal Baby. Und könnte nach der Geburt zum Verkaufsschlager werden.©

Endlich wieder was zu berichten! Und wem haben wir es zu verdanken? His Royal Highness Prinz Charles. Der nämlich ermahnte auf Twitter sein Enkelkind im Werden: "Hurry up, Royal Baby. The world's media are running out of stories."

Natürlich twittern weder der echte Charles noch – wie auch? – Kates Baby. Glücklicherweise! Denn sonst stünde der Duchess of Cambridge eine schwierige Geburt bevor: Laut Twitter würde sie nicht nur ein Baby, sondern mindestens ein Dutzend gebären. Zumindest twittern seit Bekanntgabe der Schwangerschaft diverse potentielle königliche Nachfolger aus dem Mutterleib.

Die vier Accounts mit den meisten Lesern profilieren sich dank Qualitäten, die das königliche Protokoll kaum begrüßen würde: So verkauft einer bereits im Dezember die Fotorechte an den exklusiven Babybildern und bemäkelt die Krönungszeremonie, ein weiterer ergeht sich in eher unappetitlichen Details der Geburt.

Was die Royal Babys eint: Sie sind überzeugt von ihrer Wichtigkeit und sehen sich als eine Art neuer Messias.

Royal Baby, Kate, Prinz William

Größenwahn im Mutterleib: Um seinen Status weiß schon das Ungeborene ganz genau. Zumindest auf Twitter.©

Glücklicherweise aber haben die Fötus-Fantasien ein baldiges Ende: Denn die Wehen haben eingesetzt. Kate is in labour, wie es die Engländer so treffend nennen. Dass da Wortspiele nicht ausbleiben, verwundert wenig. Schon gar nicht, wenn sie von Queen_UK, einem Satire-Account, stammen: "Text from Ed Miliband (Anm. d. Red.: Chef der Labour-Partei) 'Delighted Catherine has joined labour. Together we will rebuilt Britain.' Idiot."

Und während sich die diversen Fake-Profile noch streiten, brüsten und um Aufmerksamkeit heischen, will ein User eben jene nutzen, um die zukünftigen Kosten des royalen Nachwuchses zu decken. Damit der Steuerzahler nicht auf den geschätzten 3,6 Millionen Pfund sitzen bleibe, die es bis zum 18. Geburtstag des herrschaftlichen Kindes bedarf, soll die Geburt zum Pay-per-View Modell werden. Pro Blick aufs Neugeborene, bitte zahlen.

So würde der künftige Thronfolger tatsächlich Geschichte schreiben, bevor er die Welt richtig begriffen hat: Denn dieses Finanzierungsmodell fände sicherlich Nachahmer - weit über das Britische Königreich hinaus.

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